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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    • Die Industriekonjunktur verzeichnete einen schwachen Einstieg ins 1. Quartal 2019. Nach einer Stabilisierung zum Ende des Vorjahres ist die Industrieproduktion im Januar merklich zurückgegangen. Rückläufige Auftragseingänge deuten auf eine anhaltend schwächere Dynamik hin.
    • Auch die Exporte wiesen zu Jahresbeginn eine verhaltene Entwicklung auf. Darin dürften sich weiterhin die graduelle Abschwächung der globalen Konjunkturdynamik sowie außenwirtschaftliche Unsicherheiten und Risiken zeigen.
    • Im Gegensatz dazu dürfte sich die Binnenwirtschaft weiterhin kräftig entwickeln. Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken und die Erwerbstätigkeit erhöhte sich im Januar kräftig. Frühindikatoren deuten zudem auf eine anhaltend positive Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden Monaten hin.

    Finanzen

    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) sind im Februar 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 % zurückgegangen. Die Einnahmen aus den gemeinschaftlichen Steuern verringerten sich um 0,9 %. Allerdings war die Entwicklung uneinheitlich. Das Aufkommen aus der Lohnsteuer sowie aus den Steuern vom Umsatz wuchs weiterhin entsprechend dem Trend der vorhergehenden Monate. Erhebliche Rückgänge im Steueraufkommen waren hingegen bei der veranlagten Einkommensteuer sowie der Körperschaftsteuer zu verzeichnen. Die Einnahmen bei den beiden Steuerarten basieren in diesem Monat auf dem Veranlagungsergebnis für die Jahre bis 2018. Der aktuelle Einnahmerückgang ist somit auf die Zufälligkeiten des Veranlagungszyklus zurückzuführen. Bei den Bundessteuern zeigte sich ebenfalls, vor allem infolge einer kassentechnischen Verschiebung von Versicherung- und Tabaksteueraufkommen in den Folgemonat März, ein deutlicher Einnahmerückgang um 7,7 % gegenüber Februar 2018.
    • Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich im Zeitraum Januar bis Februar 2019 auf 42,6 Mrd. €. Damit sind die Einnahmen um 12 % (5,8 Mrd. €) niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei sanken die Steuereinnahmen (inklusive der EU-Eigenmittelabflüsse) um 11,8 % (5,3 Mrd. €). Ein wesentlicher Grund ist eine um 4 Mrd. € höhere Zahlung von BNE-Eigenmitteln an die Europäische Union (EU) als in den ersten beiden Monaten des Jahres 2018. Die Ausgaben des Bundeshaushalts beliefen sich kumuliert bis Februar 2019 auf 64,9 Mrd. € und lagen damit um 3,2 % (2 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Im Zeitraum Januar bis Februar 2019 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 22,3 Mrd. € auf.

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