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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Steuer­ein­nah­men im März 2019

    Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) sind im März 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,3 % gestiegen; zum Teil bedingt durch Sondereffekte. Die Einnahmen aus den gemeinschaftlichen Steuern stiegen um 3,1 %, wobei insbesondere das Aufkommen aus der Lohnsteuer weiterhin kräftig zulegte. Im wichtigen Vorauszahlungsmonat des Jahres 2019 konnten sowohl die Körperschaftsteuer als auch die veranlagte Einkommensteuer Zuwächse gegenüber dem März 2018 erzielen. Die Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge entwickelt sich dagegen weiter stark rückläufig. Bei den Bundessteuern zeigte sich infolge kassentechnischer Verschiebungen von Versicherung- und Tabaksteueraufkommen aus dem Februar in den aktuellen Berichtsmonat März ein Einnahmezuwachs von 10,7 %. Die Ländersteuern wiesen abermals einen beträchtlichen Anstieg des Aufkommens um 10,2 % auf.

    EU-Eigenmittel

    Im aktuellen Berichtsmonat März 2019 stiegen die Zahlungen von EU-Eigenmitteln inklusive der Zölle um 2,1 % und lagen bei rund 2,6 Mrd. €. Die Mittelabrufe durch die Europäische Union (EU) orientieren sich an dem für das Jahr 2019 vorgesehenen Finanzrahmen, wobei der Haushalt 2019 insgesamt ein höheres Volumen aufweist als im Jahr 2018. Die monatlichen Anforderungen der EU schwanken zudem aufgrund des jeweiligen Finanzierungsbedarfs der EU.

    Gesamtüberblick kumuliert bis März 2019

    Im 1. Quartal 2019 ist das Steueraufkommen insgesamt um 1,8 % gestiegen. Die gemeinschaftlichen Steuern wuchsen um 1,6 %, die Bundessteuern um 0,9 % und die Ländersteuern um 11,9 %.

    Verteilung auf Bund, Länder und Gemeinden

    Die Steuereinnahmen des Bundes nach Verrechnung von Bundesergänzungszuweisungen verzeichneten im März 2019 einen Zuwachs um 4,9 % gegenüber dem Ergebnis im März 2018. Hier zeigen sich im Wesentlichen zwei Effekte: Zum einen ist das Steueraufkommen aus Bundessteuern aufgrund kassentechnischer Verschiebungen von Steueraufkommen aus Versicherung- und Tabaksteuer in den März 2019 rechnerisch erhöht. Zum anderen waren die Einnahmen aus gemeinschaftlichen Steuern im ersten Vorauszahlungsmonat des Jahres 2019 insgesamt im Plus. Der Anteil des Bundes am gemeinschaftlichen Steueraufkommen erhöhte sich um 2,4 %, auch wenn insgesamt der Bundesanteil an den Steuern vom Umsatz aufgrund des Gesetzes zur fortgesetzten Beteiligung des Bundes an den Integrationskosten der Länder und Kommunen und zur Regelung der Folgen der Abfinanzierung des Fonds „Deutsche Einheit“ verringert wurde. Die Länder konnten einen Zuwachs der Steuereinnahmen um 3,7 % verbuchen. Mehreinnahmen aufgrund der geänderten Umsatzsteuerverteilung sowie ein dynamisches Wachstum des Aufkommens aus Ländersteuern sind Basis dieses Zuwachses. Die Einnahmen der Gemeinden aus ihrem Anteil an den gemeinschaftlichen Steuern stiegen um 4,4 %.

    Entwicklung der Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) im laufenden Jahr

    Tabelle 1

    Gemeinschaftliche Steuern

    Lohnsteuer

    Das Lohnsteueraufkommen entwickelte sich im Berichtsmonat weiterhin sehr positiv. Das Bruttoaufkommen der Lohnsteuer stieg im März 2019 um 5,0 % gegenüber dem März 2018. Hier wirken weiterhin die stetige Beschäftigungsexpansion sowie steigende Einkommen. Das aus dem Lohnsteueraufkommen gezahlte Kindergeld stieg gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 2,4 %. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Vorjahresbasis aufgrund statistischer Erfassungsprobleme beim Arbeitgeberkindergeld unterzeichnet ist. Per saldo erhöhte sich das kassenmäßige Lohnsteueraufkommen gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,6 %. Im 1. Quartal 2019 stieg das kassenmäßige Lohnsteueraufkommen kräftig um 6,0 %.

    Körperschaftsteuer

    Im ersten Vorauszahlungsmonat des Jahres 2019 lag das Körperschaftsteueraufkommen brutto mit einem Plus von 9,0 % deutlich über dem Vorjahresmonat März 2018, wobei die Vorjahresbasis vergleichsweise gering war. Hiervon abzuziehen ist ein nur noch marginaler Betrag an Investitionszulage. Somit ergab sich im Monat März 2019 eine Steigerung des kassenmäßigen Körperschaftsteueraufkommens von 9,1 %. Im 1. Quartal 2019 lag das kassenmäßige Körperschaftsteueraufkommen um 2,4 % unter dem Vorjahresniveau.

    Veranlagte Einkommensteuer

    Das Aufkommen aus veranlagter Einkommensteuer brutto stieg im ersten Vorauszahlungsmonat des Jahres 2019 um 4,0 % gegenüber März 2018. Nach Abzug von im Vergleich zum Vorjahresmonat höheren Arbeitnehmererstattungen (+10,8 %) ergab sich ein kassenmäßiger Zuwachs von 3,4 %. Im 1. Quartal 2019 lag das kassenmäßige Aufkommen der veranlagten Einkommensteuer um 1,1 % unter dem Vorjahresniveau.

    Nicht veranlagte Steuern vom Ertrag

    Im März 2019 lag das Bruttoaufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag um 24,6 % unter der Vorjahresbasis, nachdem im Vormonat noch ein Anstieg von 20,1 % zu verzeichnen war. Verbunden mit einem Rückgang der aus dem Aufkommen geleisteten Erstattungen durch das Bundeszentralamt für Steuern (-31,2 %) ergibt sich ein Rückgang des Kassenaufkommens der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag um 23,6 %. Insgesamt entwickelt sich das Steueraufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag im Jahresverlauf sehr volatil und folgt den Ausschüttungsterminen von Dividendenzahlungen. Wichtiger ist deshalb der Blick auf das kumulierte Ergebnis. Im 1. Quartal 2019 stieg das kassenmäßige Aufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag um 13,4 %.

    Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge

    Das Aufkommen aus der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungsgewinne verzeichnete im Vergleich zum Vorjahresmonat abermals einen kräftigen Rückgang von 43,6 %. Im 1. Quartal 2019 verringerte sich das kassenmäßige Aufkommen aus der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge um 53,2 %. Der statistisch nicht erfasste Anteil der Steuern auf Veräußerungserlöse am Gesamtaufkommen der Steuerart liegt vermutlich dieses Jahr bisher deutlich niedriger als im Jahr 2018.

    Steuern vom Umsatz

    Das Aufkommen der Steuern vom Umsatz verzeichnete im März 2019 einen vergleichsweise moderaten Anstieg von 1,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Das Aufkommen der Binnenumsatzsteuer stieg lediglich um 0,1 %, die Einnahmen aus der Einfuhrumsatzsteuer stiegen um 3,8 %. Erfahrungsgemäß entwickelt sich das Steueraufkommen aus den Steuern vom Umsatz im Jahresverlauf volatil. Im 1. Quartal 2019 stieg das kassenmäßige Aufkommen der Steuern vom Umsatz um 1,9 %, was mit Blick auf die Entwicklung der verfügbaren Einkommen moderat ausfällt.

    Bundessteuern

    Das Aufkommen aus Bundessteuern lag im März 2019 mit einem Plus von 10,7 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Wesentliche Ursachen sind – wie bereits im Vormonat angemerkt – kassentechnische Verschiebungen von Tabak- und Versicherungsteueraufkommen vom Februar in den aktuellen Berichtsmonat. Dies verzerrt den Blick im direkten Monatsvergleich zum März 2018. Die Zuwächse waren hier beim Tabaksteueraufkommen 27,4 % sowie beim Aufkommen aus der Versicherungsteuer 87,9 %. Weitere aufkommensrelevante Steigerungen waren beim Solidaritätszuschlag (+4,1 %) sowie beim Aufkommen aus der Energiesteuer (+1,0 %) zu verzeichnen. Ein geringeres Steueraufkommen im Vergleich zum März 2018 zeigte sich beim Kraftfahrzeug- (-5,1 %) sowie beim Stromsteueraufkommen (-9,2 %). Die Veränderungen bei den übrigen Steuerarten hatten betragsmäßig nur geringen Einfluss auf das Gesamtergebnis der Bundessteuern.

    Ländersteuern

    Das Aufkommen der Ländersteuern erhöhte sich im März 2019 um 10,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Ursächlich hierfür waren höhere Grunderwerb- (+5,8 %) sowie Erbschaftsteuereinnahmen (+28,9 %). Höhere Einnahmen waren zudem bei der Feuerschutzsteuer (+0,5 %) sowie der Rennwett- und Lotteriesteuer (+0,8 %) zu verzeichnen. Beim Biersteueraufkommen zeigte sich ein Rückgang von 7,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Letzterer erklärt sich aus aktuell laufenden Erstattungen aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs (C-30/17 vom 17. Mai 2018) zu Biermischgetränken und aromatisiertem Bier.

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