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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Ent­wick­lung des Bun­des­haus­halts bis ein­schließ­lich Ju­ni 2019

    Einnahmen

    Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich im 1. Halbjahr 2019 auf rund 169,9 Mrd. . Damit sind die Einnahmen um 0,4 % (rund 0,6 Mrd. €) höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei sanken die Steuereinnahmen (inklusive der EU-Eigenmittelabflüsse) um 0,9 % (rund -1,4 Mrd. €). Ein wesentlicher Grund ist eine um rund 4,4 Mrd. € höhere Zahlung von BNE-Eigenmitteln an die Europäische Union (EU) als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018.

    Die Sonstigen Einnahmen lagen kumuliert in der ersten Jahreshälfte um 16,1 % (rund +2 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Dies war hauptsächlich auf die Abführung des Bundesbankgewinns zurückzuführen, die mit 2,4 Mrd. € um rund 0,5 Mrd € höher ausfiel als im vergangenen Jahr.

    Ausgaben

    Die Ausgaben des Bundeshaushalts beliefen sich in der ersten Jahreshälfte 2019 auf 172,5 Mrd. € und lagen damit um 8,5 % (rund +13,5 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. In ökonomischer Gliederung werden die Ausgaben des Bundeshaushalts nach konsumtiven und investiven Ausgaben unterschieden.

    Der Anstieg der Ausgaben im betrachteten Zeitraum resultiert vor allem aus höheren konsumtiven Ausgaben (+8,5 % beziehungsweise rund +12,5 Mrd. €). Dabei lagen die Laufenden Zuweisungen an Verwaltungen deutlich über dem entsprechenden Vorjahresniveau (+4,7 %). Die Laufenden Zuschüsse für Renten, Unterstützungen u. a. waren dagegen niedriger als im Vergleich zum Juni des vergangenen Jahres (-1,3 %). Dies ist insbesondere auf niedrigere Ausgaben für Arbeitslosengeld II (-2,7 %) zurückzuführen Bei Betrachtung der absoluten Veränderung zum Vorjahr hatten die Zuschüsse an Sozialversicherungen mit einem Plus von rund 2,4 Mrd. € (+3,6 % gegenüber dem Vorjahr) einen wesentlichen Anteil an den höheren konsumtiven Ausgaben. Den größten Anteil haben die Zinsausgaben mit einer Steigerung um 73,2 % (rund +5,1 Mrd. €). Dies hat aber buchungstechnische Ursachen und ist – bezogen auf das gesamte Haushaltsjahr – nicht Ausdruck einer höheren Zinsbelastung im Vergleich zum Vorjahr.

    Investiv wurden Mittel von rund 13,1 Mrd. € verausgabt. Damit wurde das Niveau vom Juni 2018 um 8,1 % übertroffen. Dies lag an höheren Ausgaben für Sachinvestitionen (+19,6 %) im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresniveau. Insbesondere für Baumaßnahmen (z. B. Erhaltung Bundesautobahnen +0,5 Mrd. €) und für den Erwerb von beweglichen Sachen (+0,3 Mrd. €) wurde mehr verausgabt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

    Finanzierungssaldo

    Im 1. Halbjahr 2019 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 2,6 Mrd. € auf.

    Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen.

    Entwicklung des Bundeshaushalts

    Tabelle 1

    Entwicklung der Bundesausgaben nach Aufgabenbereichen

    Tabelle 2

    Die Ausgaben des Bundes nach ökonomischen Arten

    Tabelle 3

    Entwicklung der Einnahmen des Bundes

    Tabelle 4

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