Navigation und Service

  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    • Im 2. Quartal 2019 verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt einen leichten Rückgang. Laut Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts war das BIP im 2. Quartal um 0,1 % niedriger als im Vorquartal.
    • Außenwirtschaftliche Entwicklungen haben das Wirtschaftswachstum im 2. Quartal gebremst. Positive Impulse kamen dagegen von den privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie von den Investitionen, wenngleich sich auch hier die Dynamik abgeschwächt haben dürfte.
    • Die Industrieproduktion verzeichnete im 2. Quartal den vierten Rückgang in Folge. Frühindikatoren deuten auf eine anhaltend gebremste Industriekonjunktur hin. Außenwirtschaftliche Risiken sind zudem deutlich gestiegen und verstärken die Unsicherheit der Unternehmen.
    • Die Arbeitsmarktsituation ist noch günstig, die Beschäftigungsexpansion lässt aber nach. Frühindikatoren deuten auf eine weitere Verlangsamung der Beschäftigungszunahme hin, insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe.

    Finanzen

    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) lagen im Juli 2019 um 1,6 % unter dem Vorjahresmonat. Ursache sind geringere Einnahmen aus den gemeinschaftlichen Steuern, wobei die Steuern vom Umsatz und die nicht veranlagten Steuern vom Ertrag wesentlich zum Rückgang beitrugen. Nach drei Monaten in Folge mit hohen Zuwachsraten zeigte sich bei den Steuern vom Umsatz im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum Juli 2018 ein moderater Aufkommenszuwachs. Das Aufkommen aus den Bundessteuern lag im Juli 2019 mit einem Plus von 0,4 % leicht über dem Vorjahresniveau. Basis des Zuwachses bilden die Kraftfahrzeugsteuer sowie der Solidaritätszuschlag. Letzterer profitierte vom Zuwachs seiner Bemessungsgrundlagen und stieg im direkten Vorjahresvergleich um 5,4 %.
    • Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich im Zeitraum Januar bis Juli 2019 auf rund 196,8 Mrd. €. Damit sind die Einnahmen um 0,3 % (rund +0,6 Mrd. €) höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei sanken die Steuereinnahmen (inklusive der EU-Eigenmittelabflüsse) um 1,1 % (rund -2 Mrd. €). Ein wesentlicher Grund ist eine um rund 4,7 Mrd. € höhere Zahlung von BNE-Eigenmitteln an die Europäische Union (EU) als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben des Bundeshaushalts beliefen sich bis Juli 2019 auf 200,5 Mrd. € und lagen damit um 3,8 % (rund +7,3 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Im Zeitraum Januar bis Juli 2019 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 3,8 Mrd. € auf.

Footer