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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Kon­junk­tur­ent­wick­lung aus fi­nanz­po­li­ti­scher Sicht

    Abgeschwächte wirtschaftliche Dynamik setzt sich fort

    Auch zu Beginn des 3. Quartals 2019 dürfte sich die deutsche Wirtschaft eher schwach entwickelt haben. Die gedämpfte weltwirtschaftliche Entwicklung und der verlangsamte Welthandel belasten die deutsche Wirtschaft weiterhin. Dabei dürften die noch immer ungelösten Handelskonflikte und unklaren Brexit-Modalitäten die Unsicherheiten der Unternehmen und auch der Konsumentinnen und Konsumenten weiter verstärken. Bereits im 2. Quartal 2019 wurde die wirtschaftliche Dynamik insbesondere von außenwirtschaftlichen Entwicklungen gebremst, was maßgeblich zum Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal beitrug. Zwar wirkten die Konsumausgaben sowie die Investitionstätigkeit weiter als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung, verloren aber auch an Dynamik.

    Im Juli war die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe erneut rückläufig, womit sich der Abschwung in der Industrie auch zu Beginn des 3. Quartals fortsetzte. Deutlich rückläufige Auftragseingänge sowie ein abermals eingetrübtes ifo Geschäftsklima deuten auf eine anhaltende Schwäche der Industriekonjunktur hin. Laut ifo war ein vergleichbarer Pessimismus der Industrieunternehmen zuletzt im Jahr 2009 zu beobachten. Während die Exporte im Juli leichte Zugewinne verzeichnen konnten, deuten auch hier Frühindikatoren auf eine anhaltend gebremste Dynamik in den kommenden Monaten hin.

    Aber auch von der Binnenwirtschaft kommen Signale einer verlangsamten Dynamik. So hat sich das Konsumklima laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf gutem Niveau zuletzt weiter eingetrübt. Insbesondere die Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher zur künftigen Konjunkturentwicklung wurden dabei erneut deutlich zurückgenommen.

    Auch am Arbeitsmarkt zeigen sich erste Anzeichen der konjunkturellen Abschwächung, wenn auch von einem hohen Niveau aus. So hatte sich die Nachfrage nach neuem Personal weiter abgeschwächt. Positive Beschäftigungsimpulse bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung kamen weiterhin aus dem Dienstleistungssektor. Die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl stieg im August leicht an. Für die kommenden Monate haben sich laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) insbesondere die Aussichten für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verschlechtert. Die Beschäftigungsentwicklung zeigt sich dagegen bei verlangsamtem Tempo relativ robust.

    Die anhaltend abgeschwächte konjunkturelle Dynamik schlägt sich auch in aktuellen Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung nieder. So haben die Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumserwartungen, insbesondere für das Jahr 2020, nach unten revidiert. Die Bundesregierung wird ihre Wachstumserwartungen im Rahmen ihrer Herbstprojektion 2019 aktualisieren, die am 17. Oktober 2019 veröffentlicht wird und die Grundlage für die Steuerschätzung Ende Oktober 2019 sein wird.

    Das Steueraufkommen (ohne Gemeindesteuern) zeigte sich im August weiterhin sehr robust und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,6 %. Insbesondere die Lohnsteuer (+10,3 %) trug zum Aufkommenszuwachs bei, wobei die hohe Zuwachsrate auch auf eine tarifliche Einmalzahlung im Juli zurückzuführen ist. Gleichwohl liegt das Beschäftigungsniveau deutlich über dem Vorjahreswert. Die Einnahmen aus den Steuern vom Umsatz stiegen um 2,2 % an und deuten auf einen robusten privaten Konsum hin. Dagegen konnten die veranlagten Steuern vom Ertrag mit 28,6 % kräftig zulegen. Die hohe Volatilität der Einnahmen dieser Steuerart ergibt sich aus der unterjährigen Verschiebung von Zahlungsterminen für Dividenden. Die Einnahmen aus den verbrauchsabhängigen Bundessteuern lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahresmonats.

    Finanzpolitisch wichtige Wirtschaftsdaten

    Tabelle 1

    Leichter Anstieg der Exporte, rückläufige Importe

    Die nominalen Warenexporte sind im Juli im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 0,7 % gestiegen, nach einem Rückgang im Juni um 0,1 %. Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die Warenausfuhren um 3,8 % höher. In Länder der Europäischen Union (EU) wurden im Zeitraum von Januar bis Juli Waren im Wert von 459,8 Mrd. € exportiert. Dies entspricht einem Rückgang um 0,3 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Die Ausfuhren in Länder außerhalb des Euroraums waren dabei um 1,5 % rückläufig. Dagegen sind die Ausfuhren in den Euroraum um 0,4 % angestiegen. Ausfuhren in Drittländer verzeichneten einen Anstieg von 2,9 %.

    Die nominalen Warenimporte lagen dagegen im Juli saisonbereinigt um 1,5 % unter dem Niveau des Vormonats. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die Importe um 0,9 % zurückgegangen. Im Zeitraum zwischen Januar und Juli wurden Waren im Wert von 375,6 Mrd. € aus EU-Ländern importiert, was einem Anstieg von 3,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Einfuhren aus dem Euroraum nahmen mit 3,6 % am stärksten zu. Aus dem Nicht-Euroraum und den Drittländern stiegen die Importe jeweils um 1,7 %.

    Die Bilanz des Warenhandels (Warenhandel nach Ursprungswerten, mit Ergänzungen zum Außenhandel) lag im Zeitraum Januar bis Juli mit 141,7 Mrd. € etwas über dem Vorjahresniveau (+5,1 Mrd. €). Der Leistungsbilanzüberschuss lag mit 148,8 Mrd. € um 4,4 Mrd. € über dem Wert des Vorjahreszeitraums.

    Nach leichtem Rückgang im Vormonat konnten die nominalen Warenexporte zum Start ins 3. Quartal wieder etwas zulegen. Demgegenüber waren die nominalen Importe im Juli spürbar rückläufig. Aufgrund gesunkener Importpreise dürfte der Rückgang in realer Rechnung jedoch etwas geringer ausfallen. Trotz der leichten Zugewinne bei den Exporten bleiben die außenwirtschaftlichen Risiken und Unsicherheiten sowie die gedämpfte weltwirtschaftliche Entwicklung weiterhin bestehen, was die Exportentwicklung belasten dürfte. So sprechen die inländischen vorlaufenden Indikatoren für eine weiterhin gebremste Entwicklung der Exporte in den nächsten Monaten. Zwar konnten die ifo Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe im August wieder etwas zulegen. Insgesamt aber bleiben die Exporterwartungen deutlich getrübt.

    Abschwung in der Industrie hält weiter an

    Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Juli 2019 gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 0,6 % gesunken (nach -1,1 % im Juni). Im Zweimonatsvergleich lag die Produktion um 1,3 % unter dem Niveau der Vorperiode.

    Auch die Industrieproduktion hat im Juli erneut einen Rückgang verzeichnet und lag saisonbereinigt um 0,8 % unter dem Vormonatsniveau. Im Zweimonatsvergleich war sie um 1,3 % im Vergleich zur Vorperiode rückläufig. Die Produktion von Investitionsgütern hat mit 1,2 % im Vergleich zum Vormonat am stärksten abgenommen, gefolgt von der Produktion von Vorleistungsgütern, die um 0,7 % zurückging. Die Konsumgüterproduktion ist dagegen um 0,6 % gegenüber dem Vormonat angestiegen.

    Die Umsätze in der Industrie waren im Juli saisonbereinigt um 0,9 % im Vergleich zum Vormonat rückläufig. Die Inlandsumsätze lagen um 0,4 % unter dem Niveau des Vormonats. Der Rückgang der Auslandsumsätze gegenüber dem Vormonat fiel merklich kräftiger aus (-1,5 %). Im Zweimonatsvergleich verzeichneten die Umsätze einen Rückgang von 1,1 % gegenüber der Vorperiode.

    Im Juli lagen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe um saisonbereinigt 2,7 % niedriger als im Vormonat. Ohne Großaufträge ist das Ordervolumen um 0,5 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Aufträge aus dem Inland sind im Vergleich zum Vormonat um 0,5 % zurückgegangen. Auslandsaufträge verzeichneten einen kräftigeren Rückgang von 4,2 % gegenüber dem Vormonat. Während die Aufträge aus dem Euroraum im Vergleich zum Vormonat um 0,3 % zunahmen, sanken die Aufträge aus dem restlichen Ausland merklich um 6,7 %. Im Zweimonatsvergleich lagen die Auftragseingänge um 0,3 % über dem Niveau der Vorperiode.

    Die Bauproduktion ist im Juli um 0,2 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Zweimonatsvergleich lag sie um 0,1 % unter dem Niveau der Vorperiode.

    Der Abschwung in der Industrie hält auch zu Beginn des 3. Quartals an. Die Industrieproduktion ist im Juli erneut zurückgegangen. Der Produktionsrückgang war insbesondere in der Kraftfahrzeugindustrie und in der Pharmaindustrie ausgeprägt. Aber auch der Maschinenbau und die chemische Industrie verzeichneten Produktionseinbußen. Für die kommenden Monate signalisieren Frühindikatoren eine fortgesetzte Schwäche der Industriekonjunktur. So hat sich laut ifo Institut das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe weiter eingetrübt. Das zeigt sich neben der zurückgenommenen Einschätzung der Geschäftslage vor allem auch in den pessimistischeren Geschäftserwartungen der Industrieunternehmen. Die Unsicherheiten der Unternehmen dürften zudem durch die anhaltenden Handelskonflikte und weiterhin unklaren Brexit-Modalitäten weiter verstärkt werden.

    Leicht eingetrübtes Konsumklima

    Das Konsumklima ist laut Konsumklimaindex der GfK im August auf saisonbereinigt 9,7 Punkte gesunken. Damit bleibt das Konsumklima auf einem guten Niveau stabil, wobei die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher ein uneinheitliches Bild zeigte. So konnte die Anschaffungsneigung der Verbraucherinnen und Verbraucher nach deutlichen Verlusten im Vormonat wieder zulegen, wogegen die Einkommenserwartungen leicht zurückgenommen wurden. Deutliche Einbußen waren bei den Erwartungen für die künftige Konjunkturentwicklung zu vermerken. Darin dürften sich laut GfK die globale Konjunkturschwäche sowie die ungelösten Handelskonflikte widerspiegeln. Risiken für die Konsumlaune der Verbraucherinnen und Verbraucher bestehen laut GfK in einer sich abschwächenden Arbeitsmarktentwicklung. Für den Monat September prognostiziert die GfK ein unverändert stabiles Konsumklima bei 9,7 Punkten.

    Die Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz) lagen im Juli 2019 um saisonbereinigt 2,2 % niedriger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich verzeichneten sie einen Anstieg von 4,4 %. Das ifo Geschäftsklima im Einzelhandel hat sich im August 2019 auf gutem Niveau erneut etwas verschlechtert. Insgesamt ist der ifo Geschäftsklimaindex auch im August erneut gesunken und liegt damit auf dem niedrigsten Niveau seit November 2012. Dabei fielen sowohl die Lagebeurteilung der Unternehmen als auch der Ausblick auf die kommenden Monate deutlich schlechter aus.

    Verlangsamte Arbeitsmarktentwicklung setzt sich fort

    Die Zahl der Erwerbstätigen (Inlandskonzept) lag nach Ursprungswerten im Juli 2019 bei 45,29 Millionen Personen (+374.000 Personen beziehungsweise +0,8 % gegenüber dem Vorjahr). Saisonbereinigt nahm die Erwerbstätigenzahl um 14.000 Personen gegenüber dem Vormonat zu (Juni: +9.000 Personen). Wie auch in den Vormonaten beruht der Anstieg der Erwerbstätigkeit überwiegend auf dem Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, die (nach Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit) im Juni bei 33,39 Millionen Personen lag. Der Vorjahresstand wurde damit um 515.000 Personen überschritten. Saisonbereinigt verzeichnete die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Juni einen Zuwachs von 11.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Die größten Zuwächse zeigten sich im Vorjahresvergleich bei den Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen und weiteren, eher konjunkturunabhängigen Dienstleistungen. Abnahmen sind bei der Arbeitnehmerüberlassung und bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern zu verzeichnen.

    Im August 2019 waren nach Ursprungswerten 2,319 Millionen Personen als arbeitslos registriert. Das waren rund 44.000 Personen mehr als im Vormonat und 31.000 Personen weniger als vor einem Jahr. Die entsprechende Arbeitslosenquote lag bei 5,1 % und damit 0,1 Prozentpunkte unter der Quote des Vorjahresmonats. Die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl nahm um 4.000 Personen zu. Die Zahl der Erwerbslosen nach dem Konzept der International Labour Organization (ILO) betrug im Juli 2019 1,35 Millionen Personen. Die Erwerbslosenquote lag nach Ursprungszahlen bei 3,1 % (saisonbereinigt 3,0 %).

    Die Dynamik am Arbeitsmarkt hat sich weiter abgeschwächt. Die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl lag im August leicht über dem Vormonatsniveau. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist mit verlangsamter Dynamik weiter gestiegen. Die größten Zuwächse verzeichneten dabei Unternehmensdienstleistungen und eher konjunkturunabhängige Dienstleistungen (Gesundheit, Pflege und Soziales). Die Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat sich auf hohem Niveau weiter abgeschwächt. Nach Angaben des IAB lag das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot im 2. Quartal bei 1,39 Millionen Stellen und damit um 14 % über dem Vorjahresniveau. Für die kommenden Monate haben sich gemäß IAB Arbeitsmarktbarometer insbesondere die Aussichten für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verschlechtert, während sich die Beschäftigungsentwicklung bei verlangsamtem Tempo relativ robust zeigt. Laut ifo Beschäftigungsbarometer sind aber auch von den Dienstleistungen zukünftig weniger Beschäftigungsimpulse zu erwarten. Einzig der Bausektor zeigt sich weiterhin stabil.

    BIP-Wachstum und ifo Geschäftsklima Deutschland
    Die In­fo­gra­fik stellt den BIP-Wach­tum und ifo Ge­schäfts­kli­ma dar.
    Im April 2018 löste das ifo Geschäftsklima Deutschland den bisherigen Index für die Gewerbliche Wirschaft ab. <br> Quellen: Statistisches Bundesamt, ifo Institut, eigene Berechnungen
    nullBIP (Quartal), real, % zum VorjahrGeschäftsklima, saisonbereinigte SaldenGeschäftserwartungen, saisonbereinigte SaldenGeschäftslage, saisonbereinigte SaldenBIP (Jahresdurchschnitt), real, % zum Vorjahr
    01.01.2013null11,130552,8029619,800090,5
    01.02.2013-1,513,525699,2176517,922430,5
    01.03.2013null13,710897,7395319,853880,5
    01.04.2013null8,466335,4646211,511890,5
    01.05.20130,911,111886,307916,027710,5
    01.06.2013null10,80695,2028716,563960,5
    01.07.2013null13,648887,7085719,759070,5
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    01.09.2013null16,7524911,6150922,014610,5
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    01.09.2019nullnullnullnullnull
    01.10.2019nullnullnullnullnull
    01.11.2019nullnullnullnullnull
    01.12.2019nullnullnullnullnull
    Abbildung 2

    Abgeschwächter Verbraucherpreisanstieg

    Die Preisniveauentwicklung ist in Deutschland nach wie vor durch ein hohes Maß an Stabilität geprägt.

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist der Verbraucherpreisindex im August 2019 im Vorjahresvergleich um 1,4 % gestiegen (nach +1,7 % im Juni). Gegenüber dem Vormonat sind die Verbraucherpreise um 0,2 % gesunken. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex stieg im August um 1,0 % im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Gegenüber dem Vormonat lag er um 0,1 % niedriger.

    Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stiegen im Juli 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 % (+0,1 % gegenüber Vormonat). Der Preisanstieg wurde maßgeblich durch die Preise für elektrischen Strom getrieben, die sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,4 % verteuerten (+2,2 % gegenüber Vormonat). Die Preise für Energie insgesamt lagen um 2,1 % über dem Vorjahresniveau (+0,7 % gegenüber Vormonat). Ohne Berücksichtigung von Energie erhöhten sich die Erzeugerpreise um 0,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

    Die Preise importierter Güter lagen im Juli um 2,1 % unter dem Vorjahresniveau (nach -2,0 % im Juni). Im Vormonatsvergleich waren sie um 0,2 % rückläufig. Die Einfuhrpreise für Energie gingen im Vorjahresvergleich deutlich um 15,7 % zurück. Insbesondere die Preise für Erdgas waren im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger (-34,0 %). Ohne Energie lag der Einfuhrpreisindex um 0,2 % unter dem Vorjahresniveau (-0,1 % gegenüber Vormonat).

    Der Verbraucherpreisanstieg schwächte sich im August im Vergleich zu den Vormonaten merklich ab. Insbesondere der Anstieg der Energiepreise war spürbar schwächer als zuvor. Auch die Kerninflationsrate (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) fiel im August mit einem Anstieg von 1,4 % niedriger aus als im Vormonat (+1,6 % im Juli). Während die Preise für Dienstleistungen dabei insgesamt etwas anzogen, verzeichneten Wohnungsmieten einen etwas geringeren Preisanstieg. Die Preisentwicklung dürfte auch in den kommenden Monaten moderat verlaufen. Geopolitische Risiken bleiben jedoch weiterhin bestehen, die sich auf die Preisdynamik auswirken können.

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