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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Ent­wick­lung des Bun­des­haus­halts bis ein­schließ­lich Au­gust 2019

    Einnahmen

    Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich im Zeitraum Januar bis August 2019 auf rund 222,3 Mrd. €. Damit sind die Einnahmen um 0,4 % (rund +0,9 Mrd. €) höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei sanken die Steuereinnahmen (inklusive der EU-Eigenmittelabflüsse) um 0,6 % (rund -1,3 Mrd. €). Ein wesentlicher Grund ist eine um rund 4,9 Mrd. € höhere Zahlung von BNE-Eigenmitteln an die Europäische Union (EU) als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

    Die Sonstigen Einnahmen lagen kumuliert bis August um 12,6 % (rund +2,2 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Dies war im Vergleich zum Jahr 2018 insbesondere auf höhere Einnahmen aus der streckenbezogenen Maut (rund +1,7 Mrd. €) und höhere Abführungen des Bundesbankgewinns (rund +0,5 Mrd. €) zurückzuführen.

    Ausgaben

    Die Ausgaben des Bundeshaushalts beliefen sich bis August 2019 auf 231,0 Mrd. € und lagen damit um 4,0 % (rund +8,8 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. In ökonomischer Gliederung werden die Ausgaben des Bundeshaushalts nach konsumtiven und investiven Ausgaben unterschieden.

    Die konsumtiven Ausgaben nahmen im betrachteten Zeitraum um 3,4 % (rund +6,9 Mrd. €) zu. Dabei lagen die Laufenden Zuschüsse an andere Bereiche um 4,2 % beziehungsweise 5,5 Mrd. € über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Dies resultiert aus höheren Laufenden Zuschüssen an Unternehmen (+8,0 % beziehungsweise +1,4 Mrd. €) sowie höheren Zuschüssen an Sozialversicherungen (+3,6 % beziehungsweise +3,1 Mrd. €) im Vergleich zum Vorjahr. Die Laufenden Zuschüsse für Renten, Unterstützungen u. a. waren dagegen leicht niedriger als im August des vergangenen Jahres (-1,1 %). Dies ist insbesondere auf niedrigere Ausgaben für Arbeitslosengeld II (-2,6 %) zurückzuführen. Gedämpft wurde die Zunahme der konsumtiven Ausgaben auch durch die Zinsausgaben, die um 14,1 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums lagen.

    Die investiven Ausgaben beliefen sich kumuliert bis August auf rund 19,7 Mrd. €. Damit wurde das Niveau vom August 2018 um 10,7 % übertroffen. Dies lag zum einen an höheren Ausgaben für Sachinvestitionen (+17,0 %) im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresniveau. Insbesondere für Baumaßnahmen (+0,3 Mrd. €) sowie für den Erwerb von beweglichen und unbeweglichen Sachen (+0,6 Mrd. €) wurde mehr verausgabt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zum anderen überschritten auch die Finanzierungshilfen das entsprechende Vorjahresergebnis deutlich, insbesondere, weil für Digitalisierung und Baukindergeld mehr aufgewendet wurde als vor einem Jahr – wobei Ausgaben für Baukindergeld erst seit dem 1. Januar 2019 anfallen.

    Finanzierungssaldo

    Im Zeitraum Januar bis August 2019 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 8,7 Mrd. € auf.

    Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen.

    Entwicklung des Bundeshaushalts

    Tabelle 1

    Entwicklung der Bundesausgaben nach Aufgabenbereichen

    Tabelle 2

    Die Ausgaben des Bundes nach ökonomischen Arten

    Tabelle 3

    Entwicklung der Einnahmen des Bundes

    Tabelle 4

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