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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    • Die Konjunktur zeigt sich auch zu Beginn des 3. Quartals abgeschwächt. Eine gebremste globale Wirtschaftsaktivität sowie weltwirtschaftliche Unsicherheiten belasten weiterhin die deutsche Wirtschaft. Aber auch binnenwirtschaftliche Kräfte verlieren an Dynamik.
    • Die Industrieproduktion verzeichnete im Juli erneut einen Rückgang, der besonders ausgeprägt in der Kraftfahrzeugindustrie und der Pharmaindustrie war. Merklich rückläufige Auftragseingänge sowie Stimmungsindikatoren deuten auf eine anhaltende Kontraktion der Industrieproduktion hin.
    • Während die Exporte zu Beginn des 3. Quartals leichte Zugewinne verzeichnen konnten, signalisieren Frühindikatoren noch keine positive Trendänderung. Insbesondere die außenwirtschaftlichen Unsicherheiten dürften die Dynamik weiterhin belasten.
    • Am Arbeitsmarkt ist eine leichte Eintrübung zu spüren. Zwar kamen positive Impulse weiterhin von den Unternehmensdienstleistungen sowie den eher konjunkturunabhängigen Dienstleistungen. Aber der Beschäftigungszuwachs insgesamt schwächte sich ab.

    Finanzen

    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) lagen im August 2019 um 5,6 % über dem Vorjahresmonat. Wesentliche Ursache hierfür sind höhere Einnahmen aus den Gemeinschaftsteuern, wobei insbesondere die Lohnsteuer zu diesem Anstieg beitrug. Zudem lagen die Einnahmen aus nicht veranlagten Steuern vom Ertrag im Monatsvergleich deutlich über dem Vorjahresniveau, was auf die unterjährig schwankenden Ausschüttungszeitpunkte zurückzuführen sein dürfte. Die Einnahmen aus der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge lagen ebenfalls über dem Ergebnis aus August 2018. Zudem verbesserte sich das Aufkommen aus den Steuern vom Umsatz. Die Einnahmen aus den Bundessteuern lagen nahezu auf dem Niveau des Vorjahresmonats.
    • Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich im Zeitraum Januar bis August 2019 auf rund 222,3 Mrd. €. Damit sind die Einnahmen um 0,4 % (rund +0,9 Mrd. €) höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei sanken die Steuereinnahmen (inklusive der EU-Eigenmittelabflüsse) um 0,6 % (rund -1,3 Mrd. €). Ein wesentlicher Grund ist eine um rund 4,9 Mrd. € höhere Zahlung von BNE-Eigenmitteln an die Europäische Union (EU) als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben des Bundeshaushalts beliefen sich bis August 2019 auf 231,0 Mrd. € und lagen damit um 4,0 % (rund +8,8 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Im Zeitraum Januar bis August 2019 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 8,7 Mrd. € auf.

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