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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Kon­junk­tur­ent­wick­lung aus fi­nanz­po­li­ti­scher Sicht

    Industrielle Schwächephase, robuste Binnennachfrage

    Die abgeschwächte konjunkturelle Dynamik der deutschen Wirtschaft hält auch zu Beginn der 2. Jahreshälfte 2019 weiter an. In ihrer am 17. Oktober veröffentlichten Herbstprojektion erwartet die Bundesregierung ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,5 % für das Jahr 2019 und von
    1,0 % für 2020.1 Damit bestätigt die Bundesregierung für 2019 ihre Wachstumserwartungen der Frühjahrsprojektion, während angesichts der anhaltend abgeschwächten Konjunkturdynamik die Wachstumsprognose für 2020 nach unten revidiert wurde.

    Gründe für die verhaltene konjunkturelle Entwicklung in Deutschland liegen vor allem in der Schwäche der exportorientierten Industrie. Zum einen hat die internationale Konjunktur an Dynamik verloren. Zum anderen reduzieren die Handelskonflikte und die damit verbundene Unsicherheit die Nachfrage der Unternehmen nach Investitionsgütern.

    Auch am aktuellen Rand entwickelt sich die Industrieproduktion tendenziell trotz einer leichten Stabilisierung im August weiterhin nur schwach. Rückläufige Auftragseingänge sowie eingetrübte Stimmungsindikatoren deuten auf eine weiterhin gebremste Industriekonjunktur in den kommenden Monaten hin.

    Dagegen erwartet die Bundesregierung weiterhin positive Impulse aus der Binnenwirtschaft. Gestützt von der robusten Arbeitsmarktentwicklung trägt der private Konsum positiv zur gesamtwirtschaftlichen Aufwärtsbewegung bei. Zudem wird die Konjunktur von der Finanzpolitik gestützt, welche die Kaufkraft und den Konsum der privaten Haushalte stimuliert. Auch wird sich die staatliche Investitionstätigkeit weiterhin dynamisch entwickeln. Positive Impulse sind insbesondere von den eher konjunkturunabhängigen Dienstleistungen sowie dem Baugewerbe zu erwarten.

    Die Entwicklung am Arbeitsmarkt zeigt sich insgesamt stabil. Angesichts der konjunkturellen Verlangsamung sowie dämpfender demografischer Effekte wird sich der Anstieg der Erwerbstätigen in den kommenden Jahren jedoch verlangsamen. Nach einem Anstieg von 380.000 Personen im Jahr 2019 ist laut Bundesregierung mit einem Anstieg von 120.000 Personen im Jahr 2020 zu rechnen. Im Zuge der konjunkturellen Abkühlung ist für das kommende Jahr mit einem leichten Zuwachs der Arbeitslosigkeit zu rechnen, wodurch sich eine jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote von 5,1 % ergibt. Wichtige Beschäftigungsimpulse kommen weiterhin aus dem Dienstleistungsbereich sowie dem Baugewerbe. Die Aussichten für das Verarbeitende Gewerbe, aber auch für unternehmensnahe Dienstleistungen sind dagegen weiter eingetrübt.

    Das Steueraufkommen (ohne Gemeindesteuern) erhöhte sich im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,6 %. Bei der veranlagten Einkommensteuer und bei der Körperschaftsteuer war in diesem Monat die dritte Rate der Vorauszahlungen fällig. Während sich bei der veranlagten Einkommensteuer hierdurch ein erheblicher Einnahmeanstieg (+7,0 %) ergab, gingen die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer nur leicht zurück (-1,0 %). Die durch den Veranlagungszyklus verursachten Verzögerungen führen bei beiden Steuerarten dazu, dass die Einnahmeentwicklung im Wesentlichen auf der Gewinnentwicklung der beiden vorhergehenden Jahre basiert und begründen damit die zeitlich nachgelagerte Wirkung der gesamtwirtschaftlichen Abschwächung auf das Steueraufkommen. Das Aufkommen aus der Lohnsteuer stieg um 5,0 % und spiegelt damit vor allem den Anstieg der Effektivlöhne in diesem Jahr wider. Die Einnahmen aus den Steuern vom Umsatz stiegen im September um 9,0 % an. Die außergewöhnlich hohe Zuwachsrate ist Ausdruck einer hohen unterjährigen Volatilität des Aufkommens. Dessen ungeachtet weist der Anstieg der Einnahmen bis einschließlich des 3. Quartals 2019 (+3,6 %) auf einen robusten privaten Konsum hin.

    Finanzpolitisch wichtige Wirtschaftsdaten

    Tabelle 1

    Anhaltend schwache Exportentwicklung

    Die nominalen Warenexporte sind im August im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 1,8 % gesunken, nach einem Zuwachs im Juli von 0,8 %. Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die Warenausfuhren um 3,9 % niedriger. In Länder der Europäischen Union (EU) wurden im Zeitraum von Januar bis August Waren im Wert von 517,3 Mrd. € exportiert. Dies entsprach einem Rückgang um 0,6 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Die Ausfuhren in Länder außerhalb des Euroraums waren dabei um 1,4 % rückläufig, gefolgt von Ausfuhren in den Euroraum, die einen Rückgang von 0,2 % verzeichneten. Ausfuhren in Drittländer sind um 2,0 % gestiegen.

    Die nominalen Warenimporte lagen dagegen im August saisonbereinigt um 0,5 % über dem Niveau des Vormonats. Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die Importe um 3,1 % niedriger. Im Zeitraum zwischen Januar und August wurden Waren im Wert von 422,3 Mrd. € aus EU-Ländern importiert, was einem Anstieg von 2,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Einfuhren aus dem Euroraum nahmen mit 2,6 % am stärksten zu. Aus dem Nicht-Euroraum und den Drittländern stiegen die Importe um 1,5 % beziehungsweise 1,2 % an.

    Die Bilanz des Warenhandels (Warenhandel nach Ursprungswerten, mit Ergänzungen zum Außenhandel) lag im Zeitraum Januar bis August mit 158,3 Mrd. € um 5,8 Mrd. € über dem Vorjahresniveau. Der Leistungsbilanzüberschuss lag mit 164,9 Mrd. € um 5,3 Mrd. € über dem Wert des Vorjahreszeitraums.

    Die nominalen Warenexporte konnten die leichten Zugewinne des Vormonats nicht bestätigen und sind im August erneut merklich gesunken. Im Vorjahresmonatsvergleich zeigte sich der kräftigste Rückgang im August bei Ausfuhren in Drittländer außerhalb der EU. In der schwachen Exportentwicklung dürften sich weiterhin die außenwirtschaftlichen Risiken und Unsicherheiten sowie die gedämpfte weltwirtschaftliche Nachfrage widerspiegeln.

    Insgesamt sprechen die inländischen vorlaufenden Indikatoren für eine weiterhin gebremste Exportentwicklung in den nächsten Monaten. So haben sich laut ifo Institut die Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe im September erneut spürbar eingetrübt. Insbesondere die chemische Industrie musste einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Auch das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich im 3. Quartal spürbar abgekühlt.

    Leichte Stabilisierung der Industrieproduktion

    Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im August 2019 gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 0,3 % gestiegen (nach -0,4 % im Juli). Im Zweimonatsvergleich lag die Produktion um 0,8 % unter dem Niveau der Vorperiode.

    Auch die Industrieproduktion verzeichnete im August einen leichten Zuwachs und lag saisonbereinigt um 0,7 % über dem Vormonatsniveau. Im Zweimonatsvergleich war sie um 0,9 % im Vergleich zur Vorperiode rückläufig. Die Produktion von Investitionsgütern nahm im Vergleich zum Vormonat um 1,1 % zu, gefolgt von der Produktion von Vorleistungsgütern, die um 1,0 % zulegte. Die Konsumgüterproduktion ist dagegen um 1,0 % gegenüber dem Vormonat zurückgegangen.

    Die Umsätze in der Industrie lagen im August saisonbereinigt um 1,3 % höher als im Vormonat. Die Inlandsumsätze verzeichneten im Vergleich zum Vormonat einen deutlichen Anstieg von 1,8 %. Auslandsumsätze sind gegenüber dem Vormonat weniger stark angestiegen (+0,7 %). Im Zweimonatsvergleich verzeichneten die Umsätze einen Rückgang von 0,5 % im Vergleich zur Vorperiode.

    Im August lagen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe um saisonbereinigt 0,6 % niedriger als im Vormonat. Ohne Großaufträge ist das Ordervolumen um 0,3 % gegenüber dem Vormonat gesunken. Während Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 2,6 % rückläufig waren, sind die Auslandsaufträge um 0,9 % gestiegen. Dabei haben die Aufträge aus dem Euroraum im Vergleich zum Vormonat deutlich um 1,5 % zugenommen. Die Aufträge aus dem restlichen Ausland sind um 0,4 % gestiegen. Im Zweimonatsvergleich lagen die Auftragseingänge um 1,1 % unter dem Niveau der Vorperiode.

    Die Bauproduktion ist im August um 1,5 % gegenüber dem Vormonat gesunken. Im Zweimonatsvergleich lag sie um 0,5 % über dem Niveau der Vorperiode.

    Die Industrieproduktion hat sich im August auf niedrigem Niveau leicht stabilisiert. Jedoch blieb sie im Zweimonatsvergleich gegenüber der Vorperiode weiterhin rückläufig. Nach Branchen hat sich die Produktion in der Kraftfahrzeugindustrie etwas stabilisiert, während in der pharmazeutischen Industrie und im Maschinenbau deutliche Produktionseinbußen zu verzeichnen waren. Neben der anhaltend schwachen Entwicklung der Auftragseingänge deuteten auch Frühindikatoren auf eine weiterhin gebremste Industriekonjunktur in den kommenden Monaten hin. So hat sich laut ifo Institut das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe im September abermals eingetrübt. Dabei fiel die Beurteilung der aktuellen Lage erneut schlechter aus. Aber auch die Erwartungen der Unternehmerinnen und Unternehmer blieben weiterhin pessimistisch.

    Konsumklima weiter stabil

    Das Konsumklima blieb laut Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im September unverändert auf saisonbereinigt 9,7 Punkten. Damit behauptete das Konsumklima sein insgesamt gutes Niveau, zeigte jedoch weiterhin eine uneinheitliche Entwicklung der Verbraucherstimmung. Die Anschaffungsneigung der Verbraucherinnen und Verbraucher legte spürbar zu und auch die Konjunkturaussichten erholten sich leicht. Demgegenüber blickten die Verbraucherinnen und Verbraucher erneut weniger optimistisch auf die zukünftige Einkommensentwicklung. Insgesamt dürften angesichts des stabilen Konsumklimas vom privaten Konsum weiterhin wichtige Wachstumsimpulse ausgehen. Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung ergeben sich laut GfK durch eine weitere Stärkung der Anschaffungsneigung. Risiken liegen insbesondere in einer Eintrübung der Arbeitsmarktaussichten. Für den Monat Oktober prognostiziert die GfK ein weiterhin stabiles Konsumklima mit einem leichten Anstieg auf 9,9 Punkte.

    Die Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz) lagen im August 2019 um saisonbereinigt 0,5 % höher als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich verzeichneten sie einen Anstieg von 3,2 %. Das ifo Geschäftsklima im Einzelhandel hat sich im September 2019 erneut verschlechtert. Insgesamt hat sich der ifo Geschäftsklimaindex im September leicht stabilisiert. Hierbei fielen jedoch die Erwartungen der Unternehmerinnen und Unternehmer erneut pessimistischer aus als im Vormonat. Eine deutliche Verbesserung der Gesamtstimmung zeigte sich somit bisher nicht.

    Robuste Arbeitsmarktentwicklung bei verlangsamter Dynamik

    Die Zahl der Erwerbstätigen (Inlandskonzept) lag nach Ursprungswerten im August 2019 bei 45,30 Millionen Personen (+333.000 Personen beziehungsweise +0,7 % gegenüber dem Vorjahr). Saisonbereinigt nahm die Erwerbstätigenzahl um 10.000 Personen gegenüber dem Vormonat zu (Juli: +14.000 Personen). Wie auch in den Vormonaten beruhte der Anstieg der Erwerbstätigkeit überwiegend auf dem Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, die (nach Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit) im Juli bei 33,35 Millionen Personen lag. Der Vorjahresstand wurde damit um 510.000 Personen überschritten. Saisonbereinigt verzeichnete die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Juli einen deutlichen Zuwachs von 46.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Die größten Zuwächse zeigten sich im Vorjahresvergleich bei den Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen und weiteren, eher konjunkturunabhängigen Dienstleistungen. Abnahmen waren bei der Arbeitnehmerüberlassung und bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern zu verzeichnen.

    Im September 2019 waren nach Ursprungswerten 2,234 Millionen Personen als arbeitslos registriert. Das waren rund 85.000 Personen weniger als im Vormonat und 22.000 Personen weniger als vor einem Jahr. Die entsprechende Arbeitslosenquote lag bei 4,9 % und damit 0,1 Prozentpunkte unter der Quote des Vorjahresmonats. Die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl nahm um 10.000 Personen ab. Im August 2019 betrug die Zahl der Erwerbslosen nach dem Konzept der International Labour Organization (ILO) 1,39 Millionen Personen. Die Erwerbslosenquote lag nach Ursprungszahlen bei 3,2 % (saisonbereinigt 3,1 %).

    Der Arbeitsmarkt zeigte sich bei verlangsamter Dynamik insgesamt weiter robust, wobei die Dynamik des Beschäftigungszuwachses im Vergleich zum Vorjahr abgenommen hat. Im Zuge der Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit im September gesunken. Auch saisonbereinigt lag sie unter dem Niveau des Vormonats. Der saisonbereinigte Rückgang war allerdings allein auf Abnahmen in der Grundsicherung (SGB II) zurückzuführen. Im konjunkturnäheren SGB-III-Bereich ist die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit gestiegen. Frühindikatoren konnten im September wieder etwas zulegen, deuteten aber insgesamt auf eine anhaltend abgeschwächte Dynamik hin. Laut IAB Arbeitsmarktbarometer bleibt der Beschäftigungsaufbau bei verlangsamtem Tempo robust, während die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten etwas zunehmen könnte. Wichtigste Treiber des Beschäftigungsaufbaus bleiben laut ifo Beschäftigungsbarometer weiterhin das Baugewerbe sowie die Dienstleistungen. Während sich die Beschäftigung im Handel stabil zeigt, sind die Aussichten für die Industrie weiter deutlich eingetrübt.

    BIP-Wachstum und ifo Geschäftsklima Deutschland
    Die In­fo­gra­fik stellt den BIP-Wach­tum und ifo Ge­schäfts­kli­ma dar.
    Im April 2018 löste das ifo Geschäftsklima Deutschland den bisherigen Index für die Gewerbliche Wirschaft ab. <br> Quellen: Statistisches Bundesamt, ifo Institut, eigene Berechnungen
    nullBIP (Quartal), real, % zum VorjahrGeschäftsklima, saisonbereinigte SaldenGeschäftserwartungen, saisonbereinigte SaldenGeschäftslage, saisonbereinigte SaldenBIP (Jahresdurchschnitt), real, % zum Vorjahr
    01.01.2013null11,294742,8079320,1367null
    01.02.2013-1,513,556689,2079517,9958null
    01.03.2013null13,755117,7196319,96594null
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    01.10.2019nullnullnullnullnull
    01.11.2019nullnullnullnullnull
    01.12.2019nullnullnullnullnull
    Abbildung 2

    Verbraucherpreisinflation weiter abgeschwächt

    Die Preisniveauentwicklung ist in Deutschland nach wie vor durch ein hohes Maß an Stabilität geprägt.

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist der Verbraucherpreisindex im September 2019 im Vorjahresvergleich um 1,2 % gestiegen (nach +1,4 % im August). Gegenüber dem Vormonat blieb der Index auf gleichem Niveau. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex stieg im August um 0,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Gegenüber dem Vormonat lag er um 0,1 % niedriger.

    Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stiegen im August 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,3 % (-0,5 % gegenüber Vormonat). Der Preisanstieg wurde maßgeblich durch die Preise für elektrischen Strom getrieben, die sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,0 % verteuerten (-1,1 % gegenüber dem Vormonat). Die Preise für Energie insgesamt lagen um 0,3 % unter dem Vorjahresniveau (-1,6 % gegenüber dem Vormonat). Ohne Berücksichtigung von Energie erhöhten sich die Erzeugerpreise um 0,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

    Die Preise importierter Güter lagen im August um 2,7 % unter dem Vorjahresniveau (nach -2,1 % im Juli). Im Vormonatsvergleich waren sie um 0,6 % rückläufig. Die Einfuhrpreise für Energie gingen im Vorjahresvergleich deutlich um 19,6 % zurück. Insbesondere die Preise für Erdgas waren im Vergleich zum Vorjahr merklich niedriger (-35,7 %). Ohne Energie lag der Einfuhrpreisindex um 0,4 % unter dem Vorjahresniveau (-0,2 % gegenüber dem Vormonat).

    Im September hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise weiter abgeschwächt. Nach abgeschwächten Anstiegen in den Vormonaten sind die Energiepreise im September im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Die Preise für Nahrungsmittel verzeichneten einen merklich geringeren Anstieg als in den Vormonaten. Dienstleistungen haben sich dagegen wieder etwas stärker verteuert als zuvor. Die Kerninflationsrate (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) lag im September mit +1,5 % über der Wachstumsrate des Verbraucherpreisindex (nach +1,4 % im August). Auch in den kommenden Monaten dürfte die Preisentwicklung moderat verlaufen. Anhaltende geopolitische Risiken können sich jedoch auf die Preisdynamik auswirken.

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