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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Kon­junk­tur­ent­wick­lung aus fi­nanz­po­li­ti­scher Sicht

    Anhaltende Industrieschwäche zu Beginn des 4. Quartals

    Auch im Schlussquartal 2019 dürfte sich die gesamtwirtschaftliche Dynamik eher verhalten zeigen. Die anhaltend gedämpfte weltwirtschaftliche Entwicklung und der verlangsamte Welthandel belasten die deutsche Wirtschaft weiterhin, was sich insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe niederschlägt. Dagegen dürften sich die binnenwirtschaftlichen Kräfte weiter stabil zeigen. Bereits im 3. Quartal 2019 haben diese maßgeblich zum positiven Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,1 % beigetragen. Dabei hatten sich insbesondere private und staatliche Konsumausgaben sowie Bauinvestitionen dynamisch entwickelt. Während die Schwäche im Verarbeitenden Gewerbe auch im 3. Quartal weiter anhielt, trugen die Entwicklungen im Dienstleistungssektor positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung bei.

    Die schwache Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe setzte sich auch zu Beginn des 4. Quartals weiter fort. So verzeichnete die Industrieproduktion im Oktober erneut einen deutlichen Rückgang. Vorlaufende Konjunkturindikatoren deuten auf eine anhaltend gebremste Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe hin. So verringerten sich die Auftragseingänge im Oktober wieder leicht, was insbesondere durch die merklich gesunkenen Inlandsaufträge getrieben war. Daneben trübte sich auch das ifo Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe im November wieder leicht ein, bestimmt durch eine pessimistischere Lageeinschätzung der Unternehmerinnen und Unternehmer.

    Dagegen zeigte sich die Exportentwicklung im Oktober wie bereits im Vormonat wieder dynamischer und konnte erneut leicht zulegen. Trotz der Zugewinne der Exporte bleiben jedoch die außenwirtschaftlichen Risiken und Unsicherheiten weiterhin bestehen. Daneben gab auch der Welthandel im September wieder merklich nach. Zudem deuten auch die vorlaufenden Indikatoren zur Außenwirtschaft nicht auf eine merkliche Belebung der Exporte in den kommenden Monaten hin. So haben sich laut ifo Institut die Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe im November wieder verschlechtert.

    Die binnenwirtschaftlichen Kräfte werden von der weiterhin robusten Entwicklung am Arbeitsmarkt gestützt. So sind die Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung am aktuellen Rand kräftig angestiegen. Die Arbeitslosenquote lag im November bei 4,8 %. Zwar sank die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl im November wieder, aber die Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schwächte sich auf sehr hohem Niveau weiter ab.

    Die Steuereinnahmen sind im November erneut kräftig um 5,5 % gestiegen und spiegeln das binnenwirtschaftliche Wachstum und die gute Arbeitsmarktlage wider. Zwar war der Aufkommenszuwachs der Lohnsteuer von 7,1 % durch einen Sondereffekt überzeichnet. Aber auch die Steuern vom Umsatz lagen um 5,8 % über dem Vorjahresniveau, getragen durch einen robusten privaten Konsum. Auch bei den im Wesentlichen verbrauchsabhängigen Bundessteuern war eine Aufkommenssteigerung von 3,6 % zu verzeichnen. Die Schwäche im Verarbeitenden Gewerbe dürfte sich dagegen erst mit zeitlicher Verzögerung in den Gewinnsteuern zeigen, bei denen die Aufkommensentwicklung hauptsächlich durch die Veranlagungszyklen mitbestimmt wird.

    Finanzpolitisch wichtige Wirtschaftsdaten

    Tabelle 1

    Erneuter Anstieg der Exporte

    Die nominalen Warenexporte legten im Oktober im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 1,2 % zu, nach einem Anstieg im September um 1,5 %. Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die Warenausfuhren um 1,9 % höher. In Länder der europäischen Union (EU) wurden im Zeitraum von Januar bis Oktober Waren im Wert von 656,1 Mrd. € exportiert. Dies entspricht einem Anstieg um 0,1 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Die Ausfuhren in Drittländer außerhalb der EU stiegen kräftig um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat, gefolgt von Ausfuhren in EU-Länder außerhalb des Euroraums, die um 1,7 % zunahmen. Ausfuhren in den Euroraum waren dagegen um 0,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufig.

    Die nominalen Warenimporte blieben im Oktober saisonbereinigt nahezu unverändert im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren die Importe um 0,6 % rückläufig. Von Januar bis Oktober wurden Waren im Wert von 531,0 Mrd. € aus EU-Ländern importiert, was einem Anstieg von 1,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Importe aus dem Euroraum leicht um 0,1 %. Dagegen waren die Einfuhren aus dem Nicht-Euroraum (-0,7 %) und aus Drittländern außerhalb der EU (-1,0 %) im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufig.

    Die Bilanz des Warenhandels (Warenhandel nach Ursprungswerten, mit Ergänzungen zum Außenhandel) lag im Zeitraum Januar bis Oktober mit 203,1 Mrd. € um 13 Mrd. € über dem Vorjahresniveau. Der Leistungsbilanzüberschuss betrug 212,6 Mrd. € und damit 12,5 Mrd. € mehr als im Vorjahreszeitraum.

    Nach einem Anstieg im Vormonat konnten die nominalen Warenexporte auch im Oktober wieder etwas zulegen. Die nominalen Importe blieben dagegen nach einem Anstieg im Vormonat im Oktober nahezu unverändert, was auch durch die leicht rückläufigen Importpreise bedingt sein dürfte. Trotz der leichten Zugewinne der Exporte bleiben die außenwirtschaftlichen Risiken und Unsicherheiten aber weiterhin bestehen. Vorlaufende Indikatoren zur Außenwirtschaft deuten auf eine weiterhin gebremste Exportentwicklung in den kommenden Monaten hin. So haben sich laut ifo Institut die Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe im November wieder verschlechtert. Demnach erwarten insbesondere die Chemische Industrie und auch die Automobil- und Metallindustrie ein nur schwaches Exportgeschäft. Die Auftragseingänge aus dem Ausland konnten im Oktober zwar erneut Zugewinne verzeichnen, jedoch dürften diese maßgeblich von einzelnen Großaufträgen getrieben sein.

    Anhaltend rückläufige Industrieproduktion

    Die Produktion im Produzierenden Gewerbe sank im Oktober 2019 gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 1,7 % (nach -0,6 % im September). Im Zweimonatsvergleich lag die Produktion um 1,1 % unter dem Niveau der Vorperiode.

    Auch die Industrieproduktion verzeichnete im Oktober einen deutlichen Rückgang und lag um saisonbereinigt 1,7 % unter dem Vormonatsniveau. Im Zweimonatsvergleich war sie ebenfalls um 1,7 % im Vergleich zur Vorperiode rückläufig. Im Oktober verzeichnete die Produktion von Investitionsgütern einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vormonat (-4,4 %). Demgegenüber nahm die Produktion von Vorleistungsgütern um 1,0 % und die Konsumgüterproduktion um 0,3 % im Vergleich zum Vormonat zu.

    Die Umsätze in der Industrie sind im Oktober saisonbereinigt leicht um 0,1 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Dabei waren die Inlandsumsätze gegenüber dem Vormonat rückläufig (-0,7 %), während die Auslandsumsätze im Vergleich zum Vormonat um 1,0 % anstiegen. Im Zweimonatsvergleich verzeichneten die Umsätze insgesamt einen Rückgang von 0,5 % im Vergleich zur Vorperiode.

    Der Zugang an neuen Aufträgen im Verarbeitenden Gewerbe verringerte sich im Oktober um saisonbereinigt 0,4 % im Vergleich zum Vormonat. Ohne Großaufträge lag das Ordervolumen im Oktober gar um 1,4 % niedriger. Aufträge aus dem Inland waren im Vergleich zum Vormonat merklich um 3,2 % gesunken. Auslandsaufträge erhöhten sich dagegen um 1,5 %. Dabei nahmen die Aufträge aus dem Euroraum um 11,1 % zu. Die Aufträge aus dem restlichen Ausland fielen dagegen um 4,1 % gegenüber dem Vormonat. Im Zweimonatsvergleich lagen die Auftragseingänge insgesamt um 1,0 % über dem Niveau der Vorperiode.

    Die Bauproduktion lag im Oktober um 2,8 % unter dem Niveau des Vormonats. Im Zweimonatsvergleich verzeichnete sie gegenüber der Vorperiode einen Anstieg von 0,8 %.

    Die Industrieproduktion startete schlecht ins 4. Quartal. Damit setzte sich die schwache Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe zunächst fort. Den stärksten Rückgang verzeichnete erneut die Produktion von Investitionsgütern. Nach Zugewinnen im Vormonat verringerten sich auch die Auftragseingänge im Oktober wieder leicht, was insbesondere durch die merklich gesunkenen Inlandsaufträge getrieben war. Aufträge aus dem Ausland stiegen dagegen erneut an, wobei der hohe Ordereingang aus dem Euroraum durch Großaufträge bestimmt sein dürfte. Neben der schwächeren Entwicklung der Auftragseingänge hat sich auch das ifo Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe im November wieder leicht eingetrübt, was insbesondere auf eine pessimistischere Einschätzung der aktuellen Lage zurückzuführen ist.

    Leichter Rückgang des Konsumklimas bei positivem Ausblick

    Das Konsumklima sank laut Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im November auf saisonbereinigt 9,6 Punkte. Trotz der leichten Einbußen des Konsumklimas zeigte sich jedoch ein deutlich optimistischerer Ausblick der Verbraucherinnen und Verbraucher. So legten sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartungen im Vergleich zum Vormonat spürbar zu. Trotz weiterhin bestehender Risikofaktoren lassen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Konsumlaune nur wenig trüben, die Anschaffungsneigung bleibt trotz eines Rückgangs auf hohem Niveau stabil. Für den Monat Dezember prognostiziert die GfK einen leichten Anstieg des Konsumklimas auf 9,7 Punkte.

    Die Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz) lagen im Oktober 2019 um saisonbereinigt 1,9 % niedriger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich verzeichneten sie einen Anstieg von 0,8 %. Das ifo Geschäftsklima im Einzelhandel verbesserte sich im November 2019 merklich. Auch das ifo Geschäftsklima insgesamt verbesserte sich im November leicht. Insbesondere die Erwartungen der Unternehmerinnen und Unternehmer hellten sich im Vormonatsvergleich etwas auf. Aber auch die Lageeinschätzung der Unternehmen verbesserte sich leicht.

    Anhaltend robuste Arbeitsmarktentwicklung

    Die Zahl der Erwerbstätigen (Inlandskonzept) lag nach Ursprungswerten im Oktober 2019 bei 45,57 Millionen Personen (+320.000 Personen beziehungsweise +0,7 % gegenüber dem Vorjahr). Saisonbereinigt nahm die Erwerbstätigenzahl um 30.000 Personen gegenüber dem Vormonat zu (September: +13.000 Personen). Wie auch in den Vormonaten beruht der Anstieg der Erwerbstätigkeit überwiegend auf dem Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, die (nach Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit) im September bei 33,96 Millionen Personen lag. Der Vorjahresstand wurde damit um 540.000 Personen überschritten. Saisonbereinigt verzeichnete die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im August einen Zuwachs von 70.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Die größten Zuwächse zeigten sich im Vorjahresvergleich bei den Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen und weiteren, eher konjunkturunabhängigen Dienstleistungen. Eine deutliche Abnahme ist bei der Arbeitnehmerüberlassung zu verzeichnen.

    Im November 2019 waren nach Ursprungswerten 2,18 Millionen Personen als arbeitslos registriert. Das waren rund 24.000 Personen weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Arbeitslosenzahl geringfügig (-6.000 Personen).  Die entsprechende Arbeitslosenquote lag bei 4,8 % und blieb damit im Vergleich zur Quote des Vorjahresmonats unverändert. Die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl nahm um 16.000 Personen ab. Die Zahl der Erwerbslosen nach dem Konzept der International Labour Organization betrug im Oktober 2019 1,31 Millionen Personen. Die Erwerbslosenquote lag nach Ursprungszahlen bei 3,0 % (saisonbereinigt 3,1 %).

    Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust. Die Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen und haben dabei sogar etwas stärkere Zuwächse als in den Vormonaten verzeichnet. Die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen ist nach einem geringfügigen Anstieg im Vormonat im November wieder gesunken. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern hat sich auf sehr hohem Niveau weiter abgeschwächt. Frühindikatoren deuten auf eine weiterhin robuste, wenngleich weniger dynamische Arbeitsmarktentwicklung hin. Gemäß Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung dürfte die saisonbereinigte Anzahl der Arbeitslosen in den kommenden Monaten etwas zunehmen. Der Beschäftigungsaufbau wird sich jedoch weiter fortsetzen. Laut ifo Beschäftigungsbarometer wird der Beschäftigungsaufbau vor allem vom Dienstleistungssektor und vom Bausektor getrieben.

    BIP-Wachstum und ifo Geschäftsklima Deutschland
    Die In­fo­gra­fik stellt den BIP-Wach­tum und ifo Ge­schäfts­kli­ma dar.
    Im April 2018 löste das ifo Geschäftsklima Deutschland den bisherigen Index für die Gewerbliche Wirschaft ab. <br> Quellen: Statistisches Bundesamt, ifo Institut, eigene Berechnungen
    nullBIP (Quartal), real, % zum VorjahrGeschäftsklima, saisonbereinigte SaldenGeschäftserwartungen, saisonbereinigte SaldenGeschäftslage, saisonbereinigte SaldenBIP (Jahresdurchschnitt), real, % zum Vorjahr
    01.01.2013null11,53422,8431520,597630,4
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    01.06.2013null11,054485,2062417,06940,4
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    01.11.2019null7,61171-6,8564223,16363null
    01.12.2019nullnullnullnullnull
    Abbildung 2

    Moderater Verbraucherpreisanstieg

    Die Preisniveauentwicklung ist in Deutschland nach wie vor durch ein hohes Maß an Stabilität geprägt.

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg der Verbraucherpreisindex im November 2019 im Vorjahresvergleich um 1,1 % (nach +1,1 % im Oktober). Gegenüber dem Vormonat verringerte sich der Index um 0,8 %. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex stieg im November um 1,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Gegenüber dem Vormonat verringerte er sich um 0,8 %.

    Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte verringerten sich im Oktober 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,6 % (-0,2 % gegenüber dem Vormonat). Die Preisentwicklung wurde maßgeblich durch die Preise für Energie getrieben, die um 3,1 % unter dem Vorjahresniveau lagen und im Vergleich zum Vormonat um 0,1 % sanken. Ohne Berücksichtigung von Energie erhöhten sich die Erzeugerpreise um 0,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat fielen sie um 0,2 %.

    Die Preise importierter Güter lagen im Oktober um 3,5 % unter dem Vorjahresniveau (nach -2,5 % im September). Im Vormonatsvergleich fielen sie um 0,1 %. Die Einfuhrpreise für Energie gingen im Vorjahresvergleich deutlich um 23,4 % zurück. Insbesondere die Preise für Erdgas waren im Vergleich zum Vorjahr merklich niedriger (-37,5 %). Ohne Energie lag der Einfuhrpreisindex um 0,4 % niedriger als im Vorjahr (-0,2 % im Vergleich zum Vormonat).

    Der moderate Anstieg der Verbraucherpreise setzte sich auch im November weiter fort. Insbesondere die Preise für Energie fielen im November erneut gegenüber dem Vorjahresmonat, während Nahrungsmittelpreise einen stärkeren Anstieg als im Vormonat verzeichneten. Die Teuerungsrate der Dienstleistungen legte im November wieder etwas zu, was sich auch in einer leicht höheren Kerninflationsrate (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) niederschlug (+1,6 % gegenüber Vorjahr). Damit lag diese deutlich über der Wachstumsrate des Verbraucherpreisindex. Auch in den kommenden Monaten dürfte die Preisentwicklung weiter moderat verlaufen.

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