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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Ent­wick­lung des Bun­des­haus­halts bis ein­schließ­lich No­vem­ber 2019

    Einnahmen

    Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich im Zeitraum Januar bis November 2019 auf rund 306,2 Mrd. €. Das entsprechende Vorjahresniveau wurde damit um 1,9 % (rund +5,6 Mrd. €) überschritten.

    Die Steuereinnahmen (inklusive der Eigenmittelabflüsse der Europäischen Union) waren um 1,2 % (rund +3,3 Mrd. €) höher als im Januar bis November des vergangenen Jahres. Die Sonstigen Einnahmen lagen kumuliert bis November um 10,2 % (rund +2,3 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Dies war im Vergleich zum Jahr 2018 insbesondere auf höhere Einnahmen aus der streckenbezogenen Maut (rund +2,0 Mrd. €) und höhere Abführungen des Bundesbankgewinns (rund +0,5 Mrd. €) zurückzuführen.

    Ausgaben

    Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen in den Monaten Januar bis November 2019 insgesamt rund 313,4 Mrd. € und lagen damit um 3,0 % (rund +9,0 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. In ökonomischer Gliederung werden die Ausgaben des Bundeshaushalts nach konsumtiven und investiven Ausgaben unterschieden.

    Die konsumtiven Ausgaben nahmen im betrachteten Zeitraum um 2,4 % (rund +6,6 Mrd. €) zu. Deutlich mehr als vor einem Jahr wurde für Personal (+6,3 %) und Laufenden Sachaufwand (+10,7 %) verausgabt. Letztere Position beinhaltet u. a. Militärische Beschaffungen, bei denen das entsprechende Vorjahresniveau um 21,2 % (rund +1,9 Mrd. €) überschritten wurde. Auch für Laufende Zuschüsse an andere Bereiche wurde mehr verausgabt als vor einem Jahr (+3,7 % beziehungsweise rund +6,6 Mrd. €). Dabei fielen die Zuschüsse an Unternehmen (+6,7 % beziehungsweise rund +1,7 Mrd. €) sowie an Sozialversicherungen (+3,7 % beziehungsweise rund +4,4 Mrd. €) deutlich höher aus. Die Laufenden Zuschüsse für Renten, Unterstützungen u. a. waren dagegen leicht niedriger als im November des vergangenen Jahres (-1,1 %). Dies ist insbesondere auf weniger Ausgaben für Arbeitslosengeld II (-2,6 %) zurückzuführen. Die Zunahme der konsumtiven Ausgaben wurde auch durch die Zinsausgaben gedämpft. Diese lagen um 27,1 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

    Investive Ausgaben beliefen sich kumuliert bis November auf rund 29,6 Mrd. €. Das entsprechende Vorjahresniveau wurde damit um 8,7 % beziehungsweise rund 2,4 Mrd. € überschritten. Hierzu trugen sowohl höhere Ausgaben für Sachinvestitionen (+13,5 % beziehungsweise +1,1 Mrd. €) als auch für Finanzierungshilfen (+6,7 % beziehungsweise 1,3 Mrd. €) im Vergleich zum Vorjahr bei. Über Finanzierungshilfen wurden mehr Mittel, insbesondere im Rahmen der Digitalisierung sowie zur Unterstützung des flächendeckenden Breitbandausbaus und für Baukindergeld, verausgabt als im Jahr 2018. Ausgaben für Baukindergeld fallen allerdings erst seit 1. Januar 2019 an.

    Finanzierungssaldo

    Im Zeitraum Januar bis November 2019 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 7,2 Mrd. € auf.

    Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen.

    Entwicklung des Bundeshaushalts

    Tabelle 1

    Entwicklung der Bundesausgaben nach Aufgabenbereichen

    Tabelle 2

    Die Ausgaben des Bundes nach ökonomischen Arten

    Tabelle 3

    Entwicklung der Einnahmen des Bundes

    Tabelle 4

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