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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Kon­junk­tur­ent­wick­lung aus fi­nanz­po­li­ti­scher Sicht

    Stagnation des BIP im Schlussquartal 2019

    Im 4. Quartal 2019 lag das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) unverändert auf dem Niveau des Vorquartals (0,0 %), wie das Statistische Bundesamt in seiner Schnellmeldung am 14. Februar mitteilte. Für das Gesamtjahr 2019 ergibt sich damit mit einem Wachstum des realen BIP von 0,6 % eine insgesamt verhaltene Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität.

    Aus dem Inland kamen laut Statistischem Bundesamt im Schlussquartal 2019 gemischte Signale. Während die Investitionen in Bauten und in sonstige Anlagen weiter zulegen konnten, nahmen die Ausrüstungsinvestitionen im Vergleich zum Vorquartal ab. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sowie der staatliche Konsum verloren an Dynamik. Zudem dämpften die außenwirtschaftlichen Entwicklungen das Wirtschaftswachstum. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen lagen leicht unterhalb des Niveaus des Vorquartals, während die Importe im Quartalsvergleich zulegen konnten.

    Auch zum Jahresende 2019 hielt die Schwäche im Verarbeitenden Gewerbe weiter an. So verzeichnete die Industrieproduktion im Dezember 2019 merkliche Einbußen. Zudem waren auch die Auslandsaufträge erneut merklich rückläufig. Frühindikatoren deuten jedoch auf eine Stabilisierung der Industrieproduktion hin. So haben sich laut ifo Institut die Produktionserwartungen der Unternehmen und auch das Geschäftsklima im Januar 2020 wieder verbessert. Nach einer anhaltend gebremsten Exportentwicklung im Dezember bleiben die Aussichten für die Exportentwicklung insgesamt verhalten. Mögliche wirtschaftliche Auswirkungen des Coronavirus stellen auch ein Risiko für die außenwirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Monaten dar.

    Die Entwicklung am Arbeitsmarkt zeigte sich zu Beginn des Jahres 2020 weiterhin robust. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stiegen erneut. Die Arbeitslosigkeit erhöhte sich im Zuge der Winterpause im Vormonatsvergleich zwar, verzeichnete aber in saisonbereinigter Rechnung einen geringfügigen Rückgang. Die Arbeitslosenquote lag im Januar 2020 bei 5,3 % und blieb damit im Vergleich zur Quote des Vorjahresmonats unverändert. Frühindikatoren deuten auf eine weiterhin stabile Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden Monaten hin. Treiber des Beschäftigungsaufbaus dürften laut ifo Beschäftigungsbarometer der Dienstleistungssektor und das Bauhauptgewerbe bleiben.

    Die Steuereinnahmen lagen im Januar 2020 um 7,7 % über dem Vorjahresmonat. Den größten Beitrag hierzu leisteten die Gemeinschaftsteuern. Bei der veranlagten Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer führte die Veranlagungstätigkeit der Finanzverwaltung zu beträchtlichen Aufkommenszuwächsen. Auch die Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge sowie die nicht veranlagten Steuern vom Ertrag konnten positiv überraschen. Das Aufkommen aus der Lohnsteuer leistete ebenfalls wieder einen bedeutenden Beitrag zum Steueraufkommen. Hierin zeigt sich die anhaltend robuste Arbeitsmarktentwicklung. Die Einnahmen aus den Steuern vom Umsatz wiesen im Januar 2020 einen leichten Anstieg auf.

    Finanzpolitisch wichtige Wirtschaftsdaten

    Tabelle 1

    Verhaltene Exportentwicklung

    Die nominalen Warenexporte lagen im Dezember saisonbereinigt um 0,1 % über dem Vormonatswert, nach einem Rückgang im November um 2,2 %. Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die Warenausfuhren um 2,3 % höher. In Länder der Europäischen Union (EU) wurden im Jahr 2019 Waren im Wert von 777,3 Mrd. € exportiert. Dies entspricht einem Rückgang um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei sind die Ausfuhren in Länder des Nicht-Euroraums etwas stärker um 0,4 % gesunken. In Länder des Euroraums wurde 0,1 % weniger exportiert. Die Warenausfuhr in Drittländer außerhalb der EU stieg dagegen um 2,2 % an.

    Warenimporte waren in nominaler Rechnung im Dezember saisonbereinigt um 0,7 % niedriger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die Importe um 1,2 % über dem Vorjahresniveau. Im gesamten Jahr 2019 wurden Waren im Wert von 631,3 Mrd. € aus EU-Ländern importiert, was einem Anstieg von 1,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Importe aus EU-Ländern außerhalb des Euroraums erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr am stärksten (+2,1 %), gefolgt von den Einfuhren aus Drittländern (+1,6 %). Aus Ländern des Euroraums wurde 0,8 % mehr importiert als im Vorjahr.

    Die Bilanz des Warenhandels (Warenhandel nach Ursprungswerten, mit Ergänzungen zum Außenhandel) lag im Jahr 2019 mit 237,5 Mrd. € um 14,8 Mrd. € über dem Vorjahresniveau. Der Leistungsbilanzüberschuss betrug 266,2 Mrd. € und damit 20,2 Mrd. € mehr als im Vorjahreszeitraum.

    Auch zum Jahresende 2019 setzte sich die gebremste außenwirtschaftliche Entwicklung fort. In der Exportentwicklung dürften sich weiterhin die gedämpfte weltwirtschaftliche Nachfrage sowie die außenwirtschaftlichen Risiken und Unsicherheiten widerspiegeln. Auch der Welthandel hat im November im Vergleich zum Vormonat erneut nachgegeben. Insgesamt bleiben die Aussichten für die deutsche Exportentwicklung auch zu Jahresbeginn weiterhin verhalten. So ist die Stimmung unter den Exporteuren laut ifo Institut derzeit im Saldo leicht optimistisch ausgerichtet, hat jedoch im Januar wieder etwas nachgegeben.

    Merklicher Rückgang der Industrieproduktion

    Die Produktion im Produzierenden Gewerbe sank im Dezember 2019 gegenüber dem Vormonat deutlich um saisonbereinigt 3,5 % (nach +1,2 % im November). Im Quartalsvergleich lag die Produktion um 1,9 % unter dem Niveau des Vorquartals.

    Auch die Industrieproduktion verringerte sich im Dezember merklich und lag um saisonbereinigt 2,9 % unter dem Vormonatsniveau. Im Quartalsvergleich war sie um 2,3 % im Vergleich zur Vorperiode rückläufig. Innerhalb der Industrie nahm die Produktion von Investitionsgütern am stärksten, nämlich um 3,5 %, ab. Die Produktion von Vorleistungsgütern ging um 2,6 % zurück. Die Konsumgüterproduktion lag um 2,0 % niedriger als im Vormonat.

    Die Umsätze in der Industrie lagen im Dezember saisonbereinigt um 1,3 % niedriger als im Vormonat. Dabei waren die Inlandsumsätze mit einem Rückgang von 1,5 % stärker rückläufig als die Auslandsumsätze, die um 1,1 % sanken. Im Quartalsvergleich ergab sich damit ein Rückgang der Umsätze von 0,9 % im Vergleich zum Vorquartal.

    Der Zugang an neuen Aufträgen im Verarbeitenden Gewerbe verringerte sich im Dezember um saisonbereinigt 2,1 % im Vergleich zum Vormonat. Ohne Großaufträge lag das Ordervolumen im Dezember dagegen um 1,3 % niedriger. Während die Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 1,4 % zunahmen, sanken die Auslandsaufträge merklich um 4,5 %. Dabei nahmen die Aufträge aus dem Euroraum im Vergleich zum Vormonat kräftig um 13,9 % ab. Die Aufträge aus dem restlichen Ausland stiegen dagegen um 2,1 % im Vergleich zum Vormonat an. Im Quartalsvergleich lagen die Auftragseingänge um 0,6 % unterhalb des Niveaus des Vorquartals.

    Die Bauproduktion ist im Dezember um saisonbereinigt 8,7 % im Vergleich zum Vormonat gefallen. Im Quartalsvergleich verzeichnet sie damit gegenüber dem Vorquartal einen Rückgang von 1,9 %.

    In den merklichen Produktionseinbußen im Dezember 2019 dürfte sich auch die hohe Anzahl an Brückentagen im Dezember niedergeschlagen haben. Zwar lagen Auftragseingänge im Dezember merklich unter dem Niveau des Vormonats, was durch den kräftigen Rückgang der Aufträge aus dem Euroraum getrieben war. Aber die Inlandsaufträge konnten im Vergleich zum Vormonat abermals zulegen. Trotz der derzeit insgesamt schwachen Ausgangslage deuten die Frühindikatoren auf eine Stabilisierung der Industrieproduktion in den kommenden Monaten hin. So haben sich laut ifo Institut die Produktionserwartungen im Januar 2020 verbessert. Die Unternehmen erwarten demnach in den nächsten drei Monaten eine leichte Steigerung ihrer Produktion. Auch das ifo Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe hat sich im Januar merklich aufgehellt. Neben den weniger pessimistischen Erwartungen ist dabei die Einschätzung der aktuellen Lage der Unternehmen spürbar besser ausgefallen. Jedoch ergeben sich insbesondere im Zusammenhang mit dem Coronavirus neue Risiken für die exportorientierte Industrie.

    Anhaltend stabiles Konsumklima

    Das Konsumklima ist laut Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Januar bei saisonbereinigt 9,7 Punkten verblieben. Damit kann das Konsumklima sein insgesamt gutes Niveau weiterhin behaupten. Der Ausblick der Verbraucherinnen und Verbraucher ist derzeit positiv ausgerichtet. So haben sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartungen im Januar gegenüber dem Vormonat wieder zulegen können. Auch die Anschaffungsneigung ist auf hohem Niveau weiter gestiegen. In den verbesserten Aussichten der Verbraucherinnen und Verbraucher dürfte sich laut GfK u. a. die erste Einigung bei den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China widerspiegeln. Für den Monat Februar prognostiziert die GfK einen leichten Anstieg des Konsumklimas auf 9,9 Punkte.

    Die Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz) lagen im Dezember 2019 um saisonbereinigt 3,3 % niedriger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich verzeichneten sie einen Anstieg von 0,8 %. Das Geschäftsklima im Handel hat sich laut ifo Institut insgesamt im Januar 2020 verbessert, was jedoch hauptsächlich auf die Einschätzung der Unternehmen im Großhandel zurückzuführen ist. Insgesamt sank das ifo Geschäftsklima im Januar leicht, getrieben durch die etwas pessimistischeren Erwartungen der Unternehmen. Dagegen konnte sich die Einschätzung der aktuellen Lage leicht verbessern.

    Stabiler Arbeitsmarkt zu Jahresbeginn

    Die Zahl der Erwerbstätigen (Inlandskonzept) lag nach Ursprungswerten im Dezember 2019 bei 45,44 Millionen Personen (+273.000 Personen beziehungsweise +0,6 % gegenüber dem Vorjahr). Saisonbereinigt nahm die Erwerbstätigenzahl um 22.000 Personen gegenüber dem Vormonat zu (November: +15.000 Personen). Wie auch in den Vormonaten beruht der Anstieg der Erwerbstätigkeit überwiegend auf dem Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, die (nach Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit) im November bei 33,99 Millionen Personen lag. Der Vorjahresstand wurde damit um 482.000 Personen überschritten. Saisonbereinigt verzeichnete die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im November einen Zuwachs von 40.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Die größten Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr zeigten sich dabei im Gesundheitswesen und bei den qualifizierten Unternehmensdienstleistern.

    Im Januar 2020 waren nach Ursprungswerten 2,43 Millionen Personen als arbeitslos registriert. Das waren rund 198.000 Personen mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenzahl um 20.000 Personen gestiegen. Die entsprechende Arbeitslosenquote lag bei 5,3 % und blieb damit im Vergleich zur Quote des Vorjahresmonats unverändert. Die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl nahm im Vormonatsvergleich geringfügig um 2.000 Personen ab. Im Dezember 2019 betrug die Zahl der Erwerbslosen nach dem Konzept der International Labour Organization (ILO) 1,40 Millionen Personen. Die Erwerbslosenquote lag bei 3,2 %.

    Damit zeigte sich der Arbeitsmarkt auch zu Jahresbeginn weiterhin robust. Die Arbeitslosigkeit hatte sich im Zuge der Winterpause im Vormonatsvergleich zwar erhöht, verzeichnete aber in saisonbereinigter Rechnung einen geringfügigen Rückgang. Auch die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften bleibt insgesamt auf hohem Niveau. Es bestehen weiterhin Engpässe beim Arbeitskräfteangebot. Frühindikatoren deuten eine anhaltend stabile Arbeitsmarktentwicklung an. Gemäß Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist in den kommenden Monaten keine deutliche Zunahme der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit zu erwarten. Auch die gute Beschäftigungsentwicklung dürfte sich weiter fortsetzen. Treiber des Beschäftigungsaufbaus bleiben laut ifo Beschäftigungsbarometer der Dienstleistungssektor und das Bauhauptgewerbe. Der Beschäftigungsausblick für das Verarbeitende Gewerbe hat sich dagegen weiter eingetrübt.

    BIP-Wachstum und ifo Geschäftsklima Deutschland
    Die In­fo­gra­fik stellt den BIP-Wach­tum und ifo Ge­schäfts­kli­ma dar.
    Im April 2018 löste das ifo Geschäftsklima Deutschland den bisherigen Index für die Gewerbliche Wirtschaft ab. <br> Quellen: Statistisches Bundesamt, ifo Institut, eigene Berechnungen
    nullBIP (Quartal), real, % zum VorjahrGeschäftsklima, saisonbereinigte SaldenGeschäftserwartungen, saisonbereinigte SaldenGeschäftslage, saisonbereinigte SaldenBIP (Jahresdurchschnitt), real, % zum Vorjahr
    01.01.2014null21,6398215,7149827,72742,2
    01.02.20143,221,9632115,4531928,669932,2
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    01.06.2014null18,4240110,4506226,69952,2
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    01.01.2020null9,72598-5,2323125,833070,6
    Abbildung 2

    Verbraucherpreise stärker angestiegen

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamts erhöhten sich die Verbraucherpreise im Januar 2020 im Vorjahresvergleich etwas stärker als in den Vormonaten. So ist der Verbraucherpreisindex um 1,7 % gestiegen (nach +1,5 % im Dezember). Gegenüber dem Vormonat war der Index um 0,6 % rückläufig. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex stieg im Januar um 1,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat an und lag um 0,8 % unter dem Niveau des Vormonats.

    Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte verringerten sich im Dezember 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 % (+0,1 % gegenüber Vormonat). Die Preisentwicklung wurde maßgeblich durch die Preise für Energie getrieben, die um 2,4 % unter dem Vorjahresniveau lagen und sich im Vergleich zum Vormonat um 0,4 % verringerten. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise um 0,4 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum Vormonat fielen sie um 0,1 %. Im Jahresdurchschnitt 2019 lagen die Erzeugerpreise um 1,1 % höher als im Vorjahr.

    Die Preise importierter Güter lagen im Dezember 2019 um 0,7 % unter dem Vorjahresniveau (nach -2,1 % im November). Im Vormonatsvergleich stiegen sie um 0,2 %. Die Einfuhrpreise für Energie gingen im Vorjahresvergleich um 3,8 % zurück. Insbesondere die Preise für Erdgas lagen merklich niedriger als im Vorjahr (-29,3 %). Ohne Energie lag der Einfuhrpreisindex um 0,4 % unter dem Vorjahresniveau und blieb unverändert gegenüber dem Vormonat. Im Jahresdurchschnitt 2019 waren die Einfuhrpreise um 1,0 % niedriger als im Vorjahr.

    Im Januar 2020 verzeichneten die Verbraucherpreise einen etwas stärkeren Anstieg als in den Vormonaten. Treiber der Preisdynamik waren insbesondere die Energiepreise, die nach Rückgängen in den Vormonaten im Januar wieder angestiegen waren. Auch die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich stärker als zuvor. Dagegen fiel die Teuerungsrate der Dienstleistungen im Januar wieder geringer aus. Dies schlug sich auch in einer etwas niedrigeren Kerninflationsrate (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) nieder, die sich im Januar auf 1,5 % belief (nach +1,7 % im Dezember). Die Bundesregierung erwartet in ihrer aktuellen Projektion für das Jahr 2020 einen insgesamt moderaten Anstieg der Verbraucherpreise von 1,5 %.

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