Navigation und Service

  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Ent­wick­lung des Bun­des­haus­halts im Ja­nu­ar 2020

    Einnahmen

    Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich im Januar 2020 auf 20,5 Mrd. . Damit waren die Einnahmen um 1,2 % (0,2 Mrd. €) niedriger als im Januar des Vorjahres. Dabei sanken die Steuereinnahmen (inklusive der EU-Eigenmittelabflüsse) um 4,7 % (0,9 Mrd. €). Ein wesentlicher Grund ist eine um 2,0 Mrd. € höhere Zahlung von BNE-Eigenmitteln an die Europäische Union (EU) als im Januar 2019.

    Die Sonstigen Einnahmen lagen im Berichtsmonat um 39,5 % (0,6 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Dies ist vor allem auf im Januar an das Bundeskartellamt gezahlte Geldbußen zurückzuführen.

    Ausgaben

    Die Ausgaben des Bundeshaushalts beliefen sich im Januar 2020 auf 40,5 Mrd. € und lagen damit um 0,3 % (0,1 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. In ökonomischer Gliederung werden die Ausgaben des Bundeshaushalts nach konsumtiven und investiven Ausgaben unterschieden. Im Januar überschritten die konsumtiven Ausgaben den entsprechenden Wert des Vorjahres um 2,4 %. Hier sind vor allem die im Januar fälligen Beihilfen zum Ausstieg aus dem subventionierten Steinkohlenbergbau zu nennen (+1,0 Mrd. €).

    Die Laufenden Zuweisungen an Verwaltungen lagen im Januar um rund 399 Mio. € niedriger als im Januar 2019. Dies hängt u. a. mit dem Wegfall der Kompensationszahlungen an die Länder wegen Beendigung der Finanzhilfen des Bundes zur Sozialen Wohnraumförderung zusammen (-1,5 Mrd. € im gesamten Jahr).

    Die Zinsausgaben lagen im betrachteten Zeitraum wieder deutlich unter dem entsprechenden Vorjahresniveau (-13,2 %). Die investiven Ausgaben lagen Ende Januar mit 2,5 Mrd. € deutlich unter denen des Vorjahreszeitraums (-22,8 %). Dies ist u. a. auch auf die entfallenen Kompensationszahlungen an die Länder zurückzuführen, aber auch darauf, dass geplante Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen im Januar noch nicht abgerufen wurden.

    Finanzierungssaldo

    Im Januar wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 20,0 Mrd. € auf.

    Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen.

    Dies gilt naturgemäß insbesondere zu Beginn eines Jahres.

    Entwicklung des Bundeshaushalts

    Tabelle 1

    Entwicklung der Bundesausgaben nach Aufgabenbereichen

    Tabelle 2

    Die Ausgaben des Bundes nach ökonomischen Arten

    Tabelle 3

    Entwicklung der Einnahmen des Bundes

    Tabelle 4

Footer