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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Finanzen

    • Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen hat die Bundesregierung das größte Hilfspaket in der Geschichte der Bundesrepublik auf den Weg gebracht. Aufgrund der soliden Finanzpolitik der vergangenen Jahre ist die Bundesregierung in der Lage, die Menschen und die Wirtschaft auch über einen längeren Zeitraum zu unterstützen.
    • Mit einem Nachtrag zum Bundeshaushalt 2020 wurde der Bund ermächtigt, neue Kredite von rund 156,0 Mrd. € aufzunehmen. Die zusätzlich mit diesem Nachtragshaushalt beschlossenen Maßnahmen umfassen ein Ausgabevolumen von insgesamt rund 122,5 Mrd. €. Zudem wird mit geringeren Steuereinnahmen in Höhe von 33,5 Mrd. € als ursprünglich im Haushalt 2020 eingeplant gerechnet.
    • Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich in den Monaten Januar bis März dieses Jahres auf rund 85,4 Mrd. €. Damit sind die Einnahmen um 9,0 % (rund +7,0 Mrd. €) höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen in den ersten drei Monaten dieses Jahres rund 92,3 Mrd. € und lagen damit um 4,5 % (rund +3,9 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau.
    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) lagen im März 2020 um 1,8 % unter dem Steueraufkommen des März 2019. Geringere Einnahmen im Vergleich zum März 2019 waren bei den Steuern vom Umsatz sowie bei der Körperschaftsteuer zu verzeichnen. Das Aufkommen aus den Bundessteuern lag im März 2020 um 8,3 % unter dem Steueraufkommen des März 2019.

    Wirtschaft

    • Die Corona-Pandemie stellt eine außerordentliche Belastung für die deutsche Wirtschaft dar. Frühindikatoren zum Geschäftsklima und den Produktionserwartungen sind im März stark eingebrochen. Tiefgreifende Auswirkungen dürften insbesondere im Dienstleistungsbereich und Handelsgewerbe, aber auch in der Industrie zu spüren sein.
    • Auch das Konsumklima ist merklich gesunken. Die zunehmende Verunsicherung über die künftige Beschäftigungsentwicklung trübt die Anschaffungsneigung und Einkommenserwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher.
    • In den kommenden Monaten dürfte es zu einem erheblichen Anstieg der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld kommen. Im März gingen bereits 470.000 Anträge auf Kurzarbeit bei den Arbeitsagenturen ein.
    • Eine Quantifizierung der wirtschaftlichen Auswirkungen ist mit hoher Unsicherheit behaftet. Aktuelle Prognosen des Sachverständigenrats und der Gemeinschaftsdiagnose rechnen mit einem deutlichen Einbruch der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr.

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