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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    • Laut Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts lag das Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal 2020 um 2,2 % unter dem Niveau des Vorquartals.
    • Einbußen zeigten sich sowohl bei der Inlandsnachfrage als auch bei der Außenwirtschaft. Der private Konsum und die Ausrüstungsinvestitionen waren deutlich rückläufig. Auch die Exporte und Importe gingen kräftig zurück.
    • Die umfassenden Auswirkungen der Corona-Krise zeigten sich insbesondere zum Ende des 1. Quartals. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Warenexporte sind im März kräftig eingebrochen. Frühindikatoren deuten auf weiterhin starke Einbußen in den kommenden Monaten hin.
    • Auch auf dem Arbeitsmarkt sind die Auswirkungen der Corona-Krise deutlich spürbar. So ist die Arbeitslosigkeit im April außerordentlich kräftig angestiegen. Insgesamt ist laut Bundesagentur für Arbeit im März und April für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet worden.

    Finanzen

    • Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich in den Monaten Januar bis April dieses Jahres auf rund 105,0 Mrd. €. Damit sind die Einnahmen um 1,4 % niedriger (rund ‑1,5 Mrd. €) als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei unterschritten die Steuereinnahmen (inklusive der EU-Eigenmittelabflüsse) das entsprechende Vorjahresniveau um 4,7 % beziehungsweise um rund -4,5 Mrd. €. Insbesondere die Steuern vom Umsatz waren stark rückläufig. Hier zeigen sich Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bereits deutlich.
    • Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen von Januar bis April dieses Jahres rund 134,7 Mrd. € und lagen damit um 16,8 % beziehungsweise rund 19,3 Mrd. € über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Der Anstieg der Gesamtausgaben gegenüber dem Vorjahr ist auf eine kräftige Zunahme der konsumtiven Ausgaben in Form von laufenden Zuschüssen an Unternehmen im Vergleich zum April 2019 zurückzuführen. Dabei wurde der überwiegende Teil der höheren Ausgaben für Corona-Soforthilfen für kleine Unternehmen und Soloselbständige aufgewendet. Im Zeitraum Januar bis April 2020 weist der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 29,7 Mrd. € auf.
    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) sind im April 2020 um 25,3 % gegenüber April 2019 gesunken und zeigen damit erste Auswirkungen der Corona-Pandemie. Wesentliche Ursache ist der Aufkommensrückgang der Gemeinschaftsteuern um fast ein Drittel. Hierzu trugen insbesondere die Steuern vom Umsatz (-37,6 %) bei. Aber auch veranlagte Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Luftverkehrsteuer waren von signifikanten Rückgängen betroffen. Letztere brach um 95,2 % ein, da der Flugverkehr im Zug der Corona-Pandemie nahezu zum Erliegen kam.

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