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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    • Nach einem coronabedingten massiven Rückgang der Wirtschaftsleistung im März und April zeichnet sich ab Mitte des 2. Quartals eine einsetzende wirtschaftliche Erholung ab.
    • So konnte im Mai die Industrieproduktion nach drastischen Verlusten im Vormonat wieder zulegen. Auch die Auftragseingänge hatten deutliche Zuwächse zu verzeichnen, was sich insbesondere bei den Aufträgen aus dem Inland, aber auch bei den Auslandsaufträgen zeigte.
    • Die nominalen Warenexporte und Warenimporte stiegen im Mai nach zuvor erheblichen Verlusten wieder an. Im Zweimonatsvergleich waren jedoch noch deutliche Rückgänge zu verzeichnen.
    • Die Corona-Krise setzte den Arbeitsmarkt weiter unter Druck. Die Arbeitslosigkeit stieg im Juni erneut deutlich; der Anstieg flachte sich dabei jedoch merklich ab. Die Anzeigen auf Kurzarbeit nahmen im Juni auf sehr hohem Niveau ab. So wurden bis 25. Juni insgesamt nur noch 21.500 Anzeigen für 342.000 Personen gestellt.

    Finanzen

    • Der Bundestag hat am 2. Juli 2020, in Reaktion auf die Corona-Krise, ein Zweites Nachtragshaushaltsgesetz 2020 beschlossen. Das Soll 2020 sieht insbesondere zur Umsetzung des vom Koalitionsausschuss beschlossenen Konjunkturpakets nunmehr Ausgaben von insgesamt 508,5 Mrd. € vor. Des Weiteren wurden die auf der Basis der Prognose des Arbeitskreises Steuerschätzung vom Mai 2020 erwarteten konjunkturell bedingten Steuermindereinnahmen berücksichtigt.
    • Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich im 1. Halbjahr 2020 auf rund 149,3 Mrd. €. Damit waren die Einnahmen um 12,1 % (rund -20,6 Mrd. €) niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben des Bundeshaushalts beliefen sich in der 1. Jahreshälfte 2020 auf 200,1 Mrd. € und lagen damit um 16,0 % (rund 27,6 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Dabei wurde der überwiegende Teil der höheren Ausgaben für Corona-Soforthilfen für kleine Unternehmen und Soloselbständige aufgewendet. Im 1. Halbjahr 2020 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 50,9 Mrd. € auf.
    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) sanken im Juni 2020 um 19,0 % gegenüber Juni 2019. Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise sowie die aufgrund dieser Krise umgesetzten steuerlichen Maßnahmen belasteten weiterhin das Steueraufkommen signifikant. Sämtliche Gemeinschaftsteuern verzeichneten im Juni 2020 deutliche Aufkommensrückgänge.

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