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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    • Das reale Bruttoinlandsprodukt ging im 1. Quartal 2021 um 1,7 Prozent zurück.
    • Die Konjunktur war dabei gespalten: Während Dienstleistungsbranchen wie insbesondere Gastronomie, Tourismus und Kultur nach wie vor angesichts des Infektionsgeschehens eingeschränkt waren, was sich auch in verstärkter Nutzung der Kurzarbeit zeigte, entwickelten sich die Industrieproduktion und der Außenhandel grundsätzlich robust.
    • Gemäß ihrer Frühjahrsprojektion vom 27. April 2021 geht die Bundesregierung von einem Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent im aktuellen Jahr und für das Jahr 2022 insbesondere aufgrund der erst im 2. Halbjahr 2021 einsetzenden Dynamik der Binnennachfrage von einem weiteren Zuwachs in Höhe von 3,6 Prozent aus.

    Finanzen

    • Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich in den Monaten Januar bis April dieses Jahres auf rund 92,9 Mrd. €. Damit sind die Einnahmen um 11,5 Prozent (rund -12,1 Mrd. €) niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Steuereinnahmen (inklusive der EU‑Eigenmittelabflüsse) sanken um 5,8 Prozent (rund -5,3 Mrd. €) gegenüber der Vorjahresperiode. Das Aufkommen aus dem Solidaritätszuschlag verringerte sich um 37,6 Prozent (rund -2,2 Mrd. €).
    • Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen in den ersten vier Monaten dieses Jahres rund 163,5 Mrd. € und lagen damit um 21,4 Prozent (rund +28,8 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Im Zeitraum Januar bis April 2021 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 70,6 Mrd. € auf.
    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) lagen im April 2021 um 31,9 Prozent über dem Monatsergebnis des April 2020. Das Steueraufkommen im Vorjahresmonat war dabei deutlich durch eine Vielzahl an steuerlichen Maßnahmen zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Steuerpflichtigen gemindert. So wurden allein bei der von den Ländern verwalteten Umsatzsteuer im April 2020 circa 6,4 Mrd. € steuerliche Entlastungen wirksam. Gegenüber dem April 2019 lagen die Steuereinnahmen gut 1,5 Prozent niedriger (beziehungsweise rund 0,8 Mrd. €). Das Aufkommen aus den Bundessteuern insgesamt lag im April 2021 um 10,9 Prozent unter dem Steueraufkommen des Vorjahresmonats. Der Rückgang ist vor allem auf die weitgehende Abschaffung des Solidaritätszuschlags zurückzuführen.

    Europa

    • Der Monatsbericht Mai beinhaltet einen Rückblick auf die Videokonferenzen der Eurogruppe und des ECOFIN-Rats am 16. April 2021. Kernthemen der Sitzungen waren ein Austausch zu den laufenden Projekten zum Arbeitsplan zur Vollendung der Bankenunion sowie die wirtschaftliche Erholung in der Europäischen Union (EU) mit den Unterpunkten wirtschaftliche Situation in der EU und Ausblick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung.

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