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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Kon­junk­tur­ent­wick­lung aus fi­nanz­po­li­ti­scher Sicht

    Konjunkturentwicklung durch Lieferengpässe in der Industrie gebremst

    Die Weltwirtschaft verzeichnet in diesem Jahr bislang ein spürbares Wachstum und konnte somit inzwischen ihr Vorkrisenniveau wieder übertreffen. Die Dynamik fiele allerdings wohl noch stärker aus, wenn nicht die Pandemie weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung belasten würde. In Deutschland macht sich das Pandemiegeschehen mittlerweile vor allem durch beeinträchtigte Lieferketten bemerkbar. So sorgen aufgrund von Corona-Ausbrüchen in Asien geschlossene Häfen und stark ausgelastete Transportkapazitäten in Verbindung mit einer relativ rasch und deutlich gestiegenen Nachfrage insbesondere nach Elektronikartikeln für Angebotsengpässe bei zahlreichen Rohstoffen und Vorprodukten, nachdem die Produktionskapazitäten im vergangenen Jahr pandemiebedingt zurückgefahren worden waren. Dies trägt wesentlich dazu bei, dass sich die Produktion in der Industrie in Deutschland trotz einer hohen Nachfrage nach Industriegütern aus dem In- und Ausland seit Jahresbeginn tendenziell in einer Abwärtsbewegung befindet. Die Lücke zwischen eingegangenen und realisierten Aufträgen im Verarbeitenden Gewerbe ist aktuell ungewöhnlich groß. Dies lässt erwarten, dass die Industrie mit deutlichen Impulsen zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen wird, sobald sich die Lieferprobleme anfangen zu lösen. Daneben ist aktuell eine positive Entwicklung im Dienstleistungssektor zu beobachten: Beispielsweise sind die Umsätze des Gastgewerbes seit April angesichts gelockerter Corona-Eindämmungsmaßnahmen kräftig gestiegen. Hier dürfte sich ein deutlich positiver Impuls für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im 3. Quartal ergeben haben.

    Das ifo Geschäftsklima als Gradmesser für die Stimmung in der deutschen Wirtschaft musste im September wohl insbesondere aufgrund der Lieferengpässe zwar einen Dämpfer hinnehmen, verblieb aber nach wie vor auf vergleichsweise hohem Niveau. Erstmals seit Jahresbeginn verschlechterte sich dabei die aktuelle Lageeinschätzung über alle Branchen zusammengenommen etwas. Bei den Erwartungen für die kommenden Monate setzte sich der zuletzt zu beobachtende Rückgang fort, allerdings mit geringerer Dynamik. Dagegen ist in den durch das Infektionsgeschehen direkt betroffenen Bereichen wie Gastgewerbe und Tourismus die Zuversicht nach einer Eintrübung im Vormonat wieder gestiegen. In diesen Bereichen ging auch die Kurzarbeit am aktuellen Rand erneut spürbar zurück.

    Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute und internationalen Organisationen haben zuletzt ihre Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland angesichts der länger als erwartet anhaltenden Lieferengpässe in der Industrie für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Da sich Nachholeffekte realisieren sollten, sobald die Lieferengpässe nachlassen, werden für 2022 dagegen nun grundsätzlich kräftigere Wachstumsraten erwartet. Die Bundesregierung wird eine Aktualisierung ihrer Einschätzung zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Rahmen der Herbstprojektion am 27. Oktober 2021 veröffentlichen.

    Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) lagen im September 2021 um 23,1 Prozent über dem Ergebnis vom September 2020. Der Vergleich mit dem Vorjahresmonat ist dabei allerdings von einer – durch Sonderfaktoren bedingt – sehr schwachen Vorjahresbasis beeinflusst (s. a. Bericht zur Entwicklung der Steuereinnahmen in dieser Ausgabe). In den Monaten Januar bis September 2021 stieg das Steueraufkommen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) um 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Neben der Vielzahl an Stützungsmaßnahmen zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Pandemie dürfte sich darin auch die schon zu Jahresbeginn sehr kräftige Erholung der Industrie, aber auch die seit dem Frühjahr zu beobachtende merkliche wirtschaftliche Erholung im Bereich Dienstleistungen und Handel widerspiegeln.

    Rückgang bei Warenexporten, Anstieg bei Warenimporten im August

    Die nominalen Warenexporte mussten im August erstmals seit dem coronabedingten Einbruch im Frühjahr 2020 wieder einen leichten Dämpfer hinnehmen, nachdem davor in diesem Zeitraum stets Zuwächse zu verzeichnen gewesen waren. Sie sanken um saisonbereinigt 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im weniger volatilen Zweimonatsvergleich ergab sich noch ein Anstieg von 0,6 Prozent gegenüber der Vorperiode. Demgegenüber konnten die nominalen Warenimporte mit einem Plus von saisonbereinigt 3,5 Prozent gegenüber dem Vormonat den Rückgang im Juli wieder nahezu wettmachen. Die Bilanz des Warenhandels (nach Ursprungswerten, mit Ergänzungen zum Außenhandel) lag im Zeitraum Januar bis August mit 130,2 Mrd. Euro über dem Vorjahresniveau (+16,5 Mrd. Euro). Der Leistungsbilanzüberschuss lag im selben Zeitraum mit 152,9 Mrd. Euro um 16,5 Mrd. Euro über dem Vorjahresniveau.

    Die Entwicklungen im Außenhandel am aktuellen Rand dürften maßgeblich durch die Lieferengpässe und -probleme sowie Knappheiten bei Rohstoffen in der Industrie bestimmt sein. Global betrachtet hatte der Welthandel gemäß dem CPB World Trade Monitor im Juli einen Rückgang zu verzeichnen (-0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat) und gab dabei die Zuwächse des Vormonats wieder ab. Der Welthandel sowie die globale Industrieproduktion lagen trotz zuletzt schwächerer Dynamik aber weiterhin auf vergleichsweise hohem Niveau.

    Die Frühindikatoren zum Außenhandel in Deutschland sind weiterhin grundsätzlich positiv ausgerichtet. So hat sich laut dem ifo Institut die Stimmung unter den Exporteuren im September sogar wieder etwas verbessert, nachdem sie im Vormonat einen merklichen Dämpfer hatten hinnehmen müssen. Die Außenhandelsdynamik dürfte jedoch zunächst weiterhin durch die Angebotsrestriktionen insbesondere in der Industrie geprägt sein.

    Nominal liegen die Warenimporte bereits seit einiger Zeit über Vorkrisenniveau, was auch zu einem deutlich höheren Aufkommen der Einfuhrumsatzsteuer verglichen mit dem Vorjahr beiträgt. Das sehr deutliche Plus der Einfuhrumsatzsteuer von 62,1 Prozent gegenüber dem September 2020 hat jedoch auch wesentlich mit der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze in der 2. Jahreshälfte 2020 zu tun, die zusätzlich zu den wirtschaftlich bedingten Rückgängen die Vorjahresbasis schmälerte.

    Produzierendes Gewerbe von Lieferengpässen belastet

    Nach einem leichten Anstieg im Juli war die Produktion im Produzierenden Gewerbe im August wieder spürbar rückläufig und sank um saisonbereinigt 4,0 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Produktion im August um 1,7 Prozent höher. Sie befand sich damit aber noch um 9,0 Prozent unter dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020. Die Industrieproduktion – ohne Energie und Baugewerbe – sank im August gegenüber dem Juli um saisonbereinigt 4,7 Prozent. Dabei nahm die Produktion von Investitionsgütern um 7,8 Prozent und die Produktion von Konsumgütern um 2,6 Prozent ab. Die Vorleistungsgüterproduktion sank um 2,4 Prozent. Einen maßgeblichen Einfluss auf die Industrieproduktion haben hierbei weiterhin deutliche Produktionshemmnisse aufgrund von Lieferengpässen bei Vorprodukten. In Umfragen des ifo Instituts berichteten im August 69 Prozent der Industrieunternehmen von Materialmangel. Im September stieg dieser Anteil weiter auf 77 Prozent. Dies läßt keine kurzfristige Entspannung der Lage erwarten. Die Bauproduktion sank im August um saisonbereinigt 3,1 Prozent. In dieser Branche entspannte sich nach Angaben des ifo Instituts der Materialmangel im September etwas. Im hiervon am stärksten betroffenen Wohnungsbau sprachen jedoch noch 40 Prozent der Bauunternehmen von einer Einschränkung ihrer Tätigkeit durch Lieferengpässe.

    Nach zuvor kräftigen Anstiegen erhielt das Verarbeitende Gewerbe im August deutlich weniger Aufträge als in den Monaten davor. Die Auftragseingänge verzeichneten ein Minus von saisonbereinigt 7,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dennoch sind die Auftragsbücher gut gefüllt und liegen um 8,5 Prozent über dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020. Somit können konjunkturelle Impulse aus dem Verarbeitenden Gewerbe erwartet werden, sobald sich die Lieferkettenstörungen entspannen. Die Produktionserwartungen der Industrie stiegen im September; insbesondere die Elektro- und Autoindustrie sowie der Maschinenbau zeigten sich optimistischer.

    Die Zahl der Personen in Kurzarbeit im Verarbeitenden Gewerbe dürfte – nach deutlichen Rückgängen über den Sommer – nach Schätzungen des ifo Instituts im September nicht weiter zurückgegangen sein. Im Kfz-Bereich war im September wieder eine leicht stärkere Inanspruchnahme zu beobachten, die jedoch auf niedrigem Niveau lag.

    Privater Konsum mit positiver Entwicklung

    Die realen Umsätze der Einzelhandelsunternehmen stiegen im August preis-, kalender- und saisonbereinigt nach einem spürbaren Minus im Vormonat wieder um 1,1 Prozent. Die Umsätze lagen bereits merklich über dem Niveau des Vorkrisenmonats Februar 2020 (aktuell um 6,0 Prozent). Dieser Anstieg war auf den Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln zurückzuführen, dessen Umsätze im August um 4,9 Prozent gegenüber dem Vormonat zunahmen und damit 12,2 Prozent über dem Vorkrisenniveau des Februars 2020 lagen. Der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren erzielte dabei ein Umsatzplus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vormonat, sodass die Umsätze nach einem deutlichen Rückgang im Vormonat nun das Vorkrisenniveau wieder leicht überschreiten (um 0,6 Prozent). Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im August dagegen 3,4 Prozent weniger um als im Juli und 5,0 Prozent weniger als im letzten Vorkrisenmonat Februar 2020.

    Laut dem ifo Geschäftsklima zeigte sich im Handel die Stimmung im September nahezu unverändert. Während der Handel mit seiner aktuellen Lage etwas zufriedener war, nahm der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate etwas zu. Im Dienstleistungssektor hellte sich das Geschäftsklima dagegen leicht auf. Dies war auf deutlich zuversichtlichere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Ihre aktuelle Lage beurteilten sie jedoch etwas schlechter. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit ging im September sowohl im Einzelhandel als auch im Gastgewerbe zurück.

    Nachfrageseitig hellte sich die Verbraucherstimmung laut Befragungen des Marktforschungsunternehmens GfK im September spürbar auf, nachdem diese zuvor einen leichten Dämpfer hatte hinnehmen müssen. Insbesondere die Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher konnten sich dabei im Vormonatsvergleich verbessern: Die Einkommenserwartung stieg erstmals wieder auf Vorkrisenniveau, was u. a. auf die sich weiter verbessernde Beschäftigungslage zurückzuführen sein dürfte. Laut der GfK steigert dies derzeit die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen und dämpft die Sparneigung der Konsumentinnen und Konsumenten. Auch die Konjunkturerwartung der Befragten nimmt nach zwei Monaten mit zum Teil spürbaren Verlusten im September wieder zu. Vor diesem Hintergrund prognostiziert die GfK für Oktober einen Zugewinn des Konsumklimas um 1,4 Punkte auf 0,3 Punkte.

    Die positive Entwicklung des privaten Konsums schlägt sich auch im Aufkommen der Binnen-Umsatzsteuer im September nieder. Zwar hängt das Plus von 11,4 Prozent im Vorjahresvergleich mit der temporären Satzsenkung im 2. Halbjahr 2020 zusammen (s. o.), aber auch der kumulierte Anstieg im 1. bis 3. Quartal gegenüber dem Vorjahr ist mit 9,8 Prozent beträchtlich.

    Erholung am Arbeitsmarkt hält im September an

    Die Erholung am Arbeitsmarkt setzte sich im Verlauf des 3. Quartals weiter fort. Die Arbeitslosigkeit war im September erneut spürbar rückläufig und sank nach Ursprungswerten auf 2,46 Millionen Personen. Damit waren im September 380.000 Personen weniger arbeitslos als im Vorjahresmonat. Saisonbereinigt nahm die Arbeitslosenzahl gegenüber dem August um 30.000 Personen ab. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote blieb damit unverändert bei 5,5 Prozent.

    Auch bei der Erwerbstätigkeit der Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) setzte sich im August der Anstieg der Vormonate fort. Saisonbereinigt ergab sich hier ein Plus von 65.000 Personen gegenüber dem Juli. Nach Ursprungswerten waren 44,9 Millionen Personen erwerbstätig, das sind 76.000 mehr als im Vorjahresmonat. Im Juli lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nach Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) bei 33,7 Millionen Personen, das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

    Nach Hochrechnungen der BA erhielten im Juli 930.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld, ein kräftiger Rückgang gegenüber Juni, durch den die Zahl der Personen in Kurzarbeit erstmals seit Beginn der Krise unter 1 Million Personen sank. Der durchschnittliche Arbeitsausfall ging dabei auf 43 Prozent zurück. Im August und September wurde die Kurzarbeit laut Schätzungen des ifo Instituts weiter auf zuletzt 610.000 Personen reduziert. Die stärksten Rückgänge dürfte es dabei im Gastgewerbe gegeben haben: Zu Beginn des 3. Quartals waren hier noch 278.000 Personen in Kurzarbeit, im September nur noch 58.000 Personen, was 5,5 Prozent der abhängig Beschäftigten entspricht. In der Autobranche hat sich die Kurzarbeit dagegen zuletzt leicht um 8.000 Personen auf 34.000 Personen erhöht; Umfragen zufolge liegt dies an den Lieferproblemen bei Vorprodukten.

    Das Beschäftigungsbarometer des ifo Instituts stieg im September erneut an und weist auf eine Fortsetzung des positiven Trends am Arbeitsmarkt hin. Dieser Anstieg war insbesondere auf den Dienstleistungssektor und die Baubranche zurückzuführen. Hingegen zeigte sich das Verarbeitende Gewerbe bezüglich geplanter Neueinstellungen zurückhaltender, was auf die anhaltenden Lieferschwierigkeiten von Vorprodukten zurückzuführen sein dürfte. Auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erwartet basierend auf Umfragen bei Arbeitsagenturen einen weiteren Anstieg der Beschäftigung und einen – wenn auch gegenüber den vergangenen Monaten mit etwas verringerten Tempo – Abbau der Arbeitslosigkeit.

    Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt im Jahresverlauf dürfte auch merklich dazu beigetragen haben, dass beim Bruttoaufkommen der Lohnsteuer – trotz der einnahmemindernden Entlastungen der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Jahr durch die Erhöhung des Grundfreibetrags sowie die Verschiebung der übrigen Tarifeckwerte – anhaltend Zuwächse gegenüber Vorjahr zu verzeichnen sind, zuletzt 5,8 Prozent gegenüber dem September 2020.

    Inflationsrate stieg im September leicht auf knapp über 4 Prozent

    Die Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahresmonat) befindet sich weiterhin auf spürbar erhöhtem Niveau. Im September lag die Inflationsrate nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts bei 4,1 Prozent und damit leicht oberhalb der Werte in den beiden Vormonaten (3,9 Prozent beziehungsweise 3,8 Prozent). Im Vergleich zu den jeweiligen Vormonaten blieb das Verbraucherpreisniveau dabei aber seit Juli konstant.

    Die Inflationsrate wurde auch im September deutlich von den Basis- und Sondereffekten infolge der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze im vergangenen Jahr und der Entwicklung der Energiepreise sowie von den Lieferengpässen und weiteren Steigerungen der Rohstoffpreise beeinflusst. Im Einzelnen betrug die Inflationsrate beim Gesamtindex für Waren 6,1 Prozent (nach 5,6 Prozent im August), darunter 14,3 Prozent für Energie (nach 12,6 Prozent) und 4,9 Prozent für Nahrungsmittel (nach 4,6 Prozent). Der Anstieg des Index für Dienstleistungen lag gegenüber dem August unverändert bei 2,5 Prozent, darunter ein Plus von 1,4 Prozent bei Wohnungsmieten (nach 1,3 Prozent).

    Sehr deutlicher Auftrieb ist weiterhin in den Import- und Erzeugerpreisen zu beobachten. Hinter diesem stehen vor allem Bewegungen an den globalen Märkten für (Energie-)Rohstoffe und Vorprodukte. Diese werden einerseits maßgeblich durch Angebotsengpässe und Lieferprobleme im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, andererseits durch die hohe Nachfrage im Zuge der konjunkturellen Erholung der Weltwirtschaft geprägt. Für das kommende Jahr ist, auch auf Basis der sich in Terminkontrakten widerspiegelnden Markterwartungen, mit einer Normalisierung der genannten Effekte und daher auch sukzessive mit einer Rückkehr zu deutlich moderateren Inflationsraten zu rechnen.

    Finanzpolitisch wichtige Wirtschaftsdaten

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    Tabelle 1
    BIP-Wachstum und ifo Geschäftsklima Deutschland
    Die Infografik stellt den BIP-Wachtum und ifo Geschäftsklima dar.
    Im April 2018 löste das ifo Geschäftsklima Deutschland den bisherigen Index für die Gewerbliche Wirtschaft ab. <br> Quellen: Statistisches Bundesamt, ifo Institut, eigene Berechnungen
    nullBIP (Quartal), real, % zum VorjahrGeschäftsklima, saisonbereinigte SaldenGeschäftslage, saisonbereinigte SaldenGeschäftserwartungen, saisonbereinigte SaldenBIP (Jahresdurchschnitt), real, % zum Vorjahr
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    Abbildung 1

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