- Am 6. März 2025 fand auf Einladung des BMF gemeinsam mit UN Women Deutschland e. V. und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die Veranstaltung „Gleichstellung von Frauen beginnt bei den Finanzen“ statt.
- Anlässe für die Veranstaltung waren das Erscheinen der 20-Euro-Silbermünze „50 Jahre Internationales Jahr der Frau“ am 6. März 2025, der Equal Pay Day am 7. März 2025 sowie der Internationale Tag der Frau am 8. März 2025.
- In einem Podiumsgespräch diskutierten die Staatsministerin und Parlamentarische Staatssekretärin Sarah Ryglewski, Simona Stoytchkova, ehemaliges Vorstandsmitglied international börsengelisteter Unternehmen, und Sophie Thurner, FinTech-Gründerin, insbesondere individuelle Werdegänge erfolgreicher Frauen in der Finanzbranche.
- Die Veranstaltung wurde umrahmt von einer Keynote von Elke Ferner, Vorsitzende von UN Women Deutschland e. V. und Vorstandsmitglied des Deutschen Frauenrats, sowie der Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Diese wurde vorgestellt von der Kuratorin Clara Marz.
Hintergrund
Das BMF hatte gemeinsam mit UN Women Deutschland e. V. und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu der Abendveranstaltung „Gleichstellung von Frauen beginnt bei den Finanzen“ am 6. März 2025 im BMF eingeladen.
Anlass für die Veranstaltung war das Erscheinen der 20-Euro-Silbermünze „50 Jahre Internationales Jahr der Frau“. Sie bildet den Auftakt der Münzserie „Prägende Frauen“, welche die Würdigung weiblicher Lebensleistungen und Persönlichkeiten in den Fokus stellt. Bis 2035 sollen insgesamt zwölf Münzen erscheinen. Außerdem boten der Equal Pay Day am 7. März 2025 sowie der Internationale Tag der Frau am 8. März 2025 weitere Anlässe für die Veranstaltung.
Nach wie vor sind Frauen in den Führungsetagen der größten deutschen Banken und Versicherungen in der Minderheit, obwohl mehrere Studien zeigen, dass Frauen in den Entscheidungsgremien positiven Einfluss auf Unternehmen haben. Diese sind wirtschaftlich erfolgreicher und der Gender Pay Gap in den Unternehmen sinkt. Die strukturellen und institutionellen Hürden für eine höhere Vertretung von Frauen in Führungspositionen im Finanzbereich sind vielfältig, ihre Überwindung kann an sehr persönlichen und individuellen Faktoren hängen.
Rückblick auf die Veranstaltung
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Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die finanzielle Unabhängigkeit und die Chancengleichheit für Frauen. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Sarah Ryglewski, Abgeordnete im Deutschen Bundestag, Staatsministerin beim Bundeskanzler und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen. Sie betonte, dass die Gleichstellung der Geschlechter ein zentrales Anliegen der Gesellschaft sei und ein unverzichtbarer Bestandteil einer fairen und starken Wirtschaft sein müsse.
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In ihrer Keynote machte Elke Ferner, Vorsitzende von UN Women Deutschland e. V., auf die diversen nach wie vor bestehenden Gender Gaps aufmerksam, die zeitnah zu schließen seien, damit Deutschland seine Verpflichtung in Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen einhalten könne, bis 2030 Geschlechtergleichheit herzustellen.
Im darauffolgenden Podiumsgespräch diskutierte Sarah Ryglewski gemeinsam mit Simona Stoytchkova, ehemaliges Vorstandsmitglied international börsengelisteter Unternehmen, und mit Sophie Thurner, FinTech-Gründerin von beatvest. Thematisiert wurden individuelle Werdegänge erfolgreicher Frauen in der Finanzbranche und ihr Umgang mit struktureller Diskriminierung. Die Bedeutung von finanzieller Bildung für Frauen wurde betont, ebenso die gerechtere Verteilung von Finanzen und Care-Arbeit in der Familie. Sophie Thurner hob hervor, dass sich Frauen darüber klar sein müssten, dass, wenn sie nach der Geburt der Kinder im Berufsleben zurücktreten, alle drei Säulen ihrer Altersvorsorge litten. Hier gelte es, gegenzusteuern.
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Zudem überreichte Sarah Ryglewski die 20-Euro-Silbermünze „50. Internationales Jahr der Frau“ an ausgewählte Teilnehmerinnen der Veranstaltung sowie an den Künstler des Münzmotivs Jordi Truxa.
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Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“
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Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur von der Kuratorin Clara Marz vorgestellt. Die Ausstellung beschäftigt sich auf insgesamt 20 Plakaten mit der Fragestellung, woher die Klischees stammen, die den Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden. Sie zeigt dabei, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten von Frauen in den 1970er- und 1980er-Jahren in der Deutschen Demokratischen Republik im Vergleich zur Bundesrepublik waren.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten die Ausstellung in der Steinhalle des BMF im Anschluss an die Veranstaltung besichtigen.
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