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BMF-Monatsbericht Juli 2025

Inhalt

Bilanz des deutschen Zolls 2024

22.07.2025
  • Der Zoll ist wichtiger sicherheitspolitischer Akteur, Partner der Wirtschaft und Garant für die Finanzierung staatlicher Handlungsfähigkeit.
  • Mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, dem Zollfahndungsdienst und den Kontrolleinheiten leistet der Zoll einen wesentlichen Beitrag zur Kriminalitätsbekämpfung in Deutschland.
  • Als Partner der Wirtschaft sorgt der Zoll für einen reibungslosen Ablauf im grenzüberschreitenden Warenverkehr – über 595 Mio. Warenpositionen mit einem Warenwert von 1,3 Bio. Euro hat der Zoll im vergangenen Jahr risikoorientiert und effizient abgefertigt. Hierbei setzt der Zoll Einfuhrverbote und -beschränkungen durch – zum Schutz der Wirtschaft, der Verbraucherinnen und Verbraucher und der Vielfalt der Natur.
  • Als Einnahmeverwaltung vereinnahmte der Zoll im Jahr 2024 rund 150 Mrd. Euro an Steuern und Zöllen.

Einleitung

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil stellte am 3. Juni 2025 auf der diesjährigen Zolljahrespressekonferenz in Hamburg gemeinsam mit dem Präsidenten der Generalzolldirektion Dr. Armin Rolfink die Zolljahresstatistik 2024 vor.

Auf dem Zoll-Ponton im Hamburger Hafen, vor Zollbooten und dem Zollschiff „Helgoland“, betonte er in seinem Statement, wie bedeutend die Arbeit des Zolls für die Bundesrepublik Deutschland sei. Dies spiegele sich auch in der Bilanz des Zolls für das vergangene Jahr wider: Ob in der Kriminalitätsbekämpfung, in der Durchsetzung von Sanktionen, im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung, in der Erhebung von Abgaben oder bei der Überwachung und Abfertigung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs – der Zoll leiste einen unverzichtbaren Beitrag zur inneren Sicherheit, zur Sicherung staatlicher Einnahmen sowie zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger und der deutschen Wirtschaft.

Im Anschluss an die Pressekonferenz konnte sich Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ein eigenes Bild von der Arbeit der Zöllnerinnen und Zöllner im Hamburger Hafen machen. Nach der Überfahrt mit dem Zollboot zum Containerterminal ging es mit Einsatzkräften des Zolls und Zollhund Nero zur Kontrolle auf ein Containerschiff.

Collage aus drei Bildern mit Lars Klingbeil: am Rednerpult vor einem Schiff im Hafen; auf einem Boot im Gespräch mit einer Person; mit Warnweste und Schutzhelm, streichelt einen Hund (v.l.n.r.) BildVergroessern
Lars Klingbeil, Bundesminister der Finanzen – Bild (links): Bei seinem Statement auf dem Zoll-Ponton im Hamburger Hafen; Bild (in der Mitte): Im Gespräch mit dem Präsidenten der Generalzolldirektion, Dr. Armin Rolfink; Bild (rechts): Mit Einsatzkräften des Zolls und Zollhund Nero Quelle:Bundesministerium der Finanzen/Photothek

Maritime Aufgaben des Zolls

Die maritimen Kontrollkräfte der Zollboote beziehungsweise -schiffe verhindern Schmuggel (z. B. Rauschgift), bekämpfen grenzüberschreitende Kriminalität (z. B. Einhaltung der Russland-Sanktionen) und erheben Zölle und Verbrauchsteuern.

Daneben nehmen die maritimen Einheiten als Teil des Koordinierungsverbunds der Küstenwache gemeinsam mit anderen Behörden die Grenzaufsicht an den Außengrenzen der Europäischen Union auf dem Wasser wahr und erfüllen wichtige Aufgaben, u. a. beim Umweltschutz auf See.

Gleichzeitig leisten die Zollboote und -schiffe mit ihrer Präsenz auf See einen Beitrag zum Schutz der maritimen kritischen Infrastruktur wie Windparks, Datenkabel und Pipelines.

Für die Bewältigung der vielfältigen Aufgaben sind aktuell insgesamt 28 Zollboote und -schiffe im Einsatz.

Hafensicherheit

Stetig steigende Kokainsicherstellungen und damit einhergehende Gefahren durch die Organisierte Kriminalität führten 2023 in Hamburg zur Hafensicherheitsinitiative und mithin zur Einrichtung eines institutionsübergreifenden Hafensicherheitszentrums (HSZ).

Seit Juni 2024 arbeiten die Polizei Hamburg (Landeskriminalamt und Wasserschutzpolizei), der Zoll (Hauptzollamt und Zollfahndungsamt Hamburg) sowie die Hamburg Port Authority täglich an einem gemeinsamen Standort im HSZ zusammen. Wenige Monate nach Einrichtung des HSZ konnte bereits ein erster beachtlicher Erfolg erzielt werden, der im September 2024 zur Sicherstellung von circa 2,1 Tonnen Kokain durch die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift von Zollfahndungsamt und Landeskriminalamt führte.

Beim Zollkriminalamt als Zentralstelle des Zollfahndungsdienstes wurde zudem zu Beginn dieses Jahres ein Beauftragter der Zollverwaltung für die Hafensicherheit eingesetzt, der mit seinem „Team Hafensicherheit“ innerhalb der Generalzolldirektion als zentraler Ansprechpartner für die Bekämpfung des maritimen Rauschgiftschmuggels fungiert.

Quelle: Generalzolldirektion

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Ergebnisse des Zolls 2024

Im Nachfolgenden werden die Ergebnisse für das Jahr 2024 auszugsweise vorgestellt.1

Abfertigung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs

Der Zoll ist Garant für einen reibungslosen Warenverkehr: Über 595 Mio. Warenpositionen (s. a. Tabelle 1) mit einem Warenwert von 1,3 Bio. Euro (Einfuhr: 629,3 Mrd. Euro, Ausfuhr: 709,9 Mrd. Euro) fertigten die Zöllnerinnen und Zöllner im vergangenen Jahr schnell und sicher ab.

Mit dem IT-System ATLAS läuft die Abfertigung digital – von der Risikoanalyse bis hin zur Kommunikation mit den Zollbeteiligten. Durch das digitalisierte Verfahren können die bundesweiten Personalressourcen des Zolls vor allem bei erhöhtem Sendungsaufkommen effektiv eingesetzt werden.

Anzahl der Zollabfertigungen
angemeldete Positionen in Mio.
202220232024
Einfuhr (zum freien Verkehr)149,3170,6345,4
Versandverfahren (eingehende und eröffnete)7,87,47,7
Ausfuhr234,2235,4242
Insgesamt391,3413,4595,1

Schutz von Sicherheit und Ordnung

Mithilfe von komplexer Risikoanalyse und in enger Zusammenarbeit mit anderen Behörden erfolgt eine effiziente Kontrolle des grenzüberschreitenden Warenverkehrs.

Im vergangenen Jahr zogen Zöllnerinnen und Zöllner bundesweit rund 32 Tonnen Betäubungsmittel, 205 Mio. unversteuerte Zigaretten, 22.000 illegale Waffen und über 57.000 Schuss Munition aus dem Verkehr. Allein gegen die grenzüberschreitende Betäubungsmittelkriminalität leitete der Zoll im Jahr 2024 bundesweit rund 10.000 Ermittlungsverfahren ein.

Zudem geht der Zoll gegen unlauteren und illegalen Handel mit gefälschten Produkten vor, um Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen vor den wirtschaftlichen und sicherheitsrelevanten Risiken von Produktpiraterie zu schützen. Im Jahr 2024 beschlagnahmte der Zoll rund 5 Mio. Fälschungen im Wert von 417 Mio. Euro.

Der Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten nimmt weiterhin nicht ab. Knapp 1.200-mal stellte der Zoll im Jahr 2024 Waren sicher, die nicht oder zumindest nicht ohne die erforderlichen Dokumente eingeführt werden durften.

Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vernichten dauerhaft legale Arbeitsplätze, erhöhen damit die Arbeitslosigkeit und bringen den Staat um Steuern und die Sozialversicherungen um Beiträge. Über 9.200 Zöllnerinnen und Zöllner gehen bundesweit gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vor.

Auf Grundlage des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes prüft die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) u. a., ob Arbeitgeber ihre Beschäftigten ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet haben, ob Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden oder wurden, ob Ausländerinnen und Ausländer die für die Aufnahme einer Beschäftigung erforderlichen Arbeitsgenehmigungen beziehungsweise Aufenthaltstitel haben und ob die Mindestlöhne eingehalten werden oder gegebenenfalls ausbeuterische Arbeitsbedingungen vorliegen.

Im Jahr 2024 wurden branchenübergreifend rund 50.000 Ordnungswidrigkeitenverfahren und rund 97.000 Strafverfahren eingeleitet. Im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen wurde ein Schaden in einer Gesamthöhe von rund 766 Mio. Euro aufgedeckt.

Die Tabelle 2 fasst die bundesweiten Arbeitsergebnisse im Jahresvergleich zusammen. Die detaillierte Arbeitsstatistik 2024 der FKS steht online zur Verfügung.2

Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung
 202220232024
Prüfung von Arbeitgebern53.18242.63125.274
 
Eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Straftaten111.501101.42396.813
Abgeschlossene Ermittlungsverfahren wegen Straftaten109.05395.92090.810
Summe der Geldstrafen aus Urteilen und Strafbefehlen (in Mio. Euro)37,730,530,4
Summe der erwirkten Freiheitsstrafen (in Jahren)1.3839871.277
 
Eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten47.92848.81249.686

davon Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen Mindestarbeitsbedingungen nach AEntG, MiLoG und AÜG

3.6404.2143.658
Abgeschlossene Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten38.78639.91546.475

davon Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen Mindestarbeitsbedingungen nach Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG), Mindestlohngesetz (MiLoG), Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)

3.0702.9942.962
 
Summe der festgesetzten Geldbußen, Verwarnungsgelder und Einziehungsbeträge (in Mio. Euro)32,096,150,6
Schadenssumme im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen (in Mio. Euro)686,4614,6766,1
Zusammengefasster Betrag der Vermögensabschöpfungsmaßnahmen (in Mio. Euro)53,478,246,8

Bekämpfung der Organisierten Kriminalität

Zur Aufdeckung und Bekämpfung von grenzüberschreitender schwerer und organisierter Kriminalität arbeitet der Zoll mit den europäischen und internationalen Partnern aus den Bereichen Zoll, Grenzschutz und Polizei eng zusammen.

Im vergangenen Jahr wurden durch den Zoll 156 Ermittlungsverfahren gegen die Organisierte Kriminalität im Auftrag der Staatsanwaltschaften geführt. Die Aufteilung nach Deliktsarten kann Abbildung 1 entnommen werden.

Abbildung: Organisierte Kriminalität – Ermittlungsverfahren: Aufteilung nach Deliktsarten BildVergroessern
Abbildung 1 Quelle:Generalzolldirektion (Zolljahresstatistik 2024)

Einnahmen für Deutschland und die Europäische Union

Im Jahr 2024 hat der Zoll über 150 Mrd. Euro Abgaben eingenommen und verwaltet – davon knapp 145 Mrd. Euro an Steuern.

Mehr als die Hälfte der Steuereinnahmen entfielen auf die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 73,5 Mrd. Euro. Den zweitgrößten Anteil der Steuereinnahmen machten die Verbrauchsteuern in Höhe von 59,9 Mrd. Euro aus. Die drei aufkommensstärksten Verbrauchsteuern waren die Energiesteuer mit 35,1 Mrd. Euro, die Tabaksteuer mit 15,6 Mrd. Euro und die Stromsteuer mit 5,2 Mrd. Euro. Zudem vereinnahmte der Zoll Kraftfahrzeugsteuer in Höhe von 9,7 Mrd. Euro und Luftverkehrsteuer in Höhe von 1,8 Mrd. Euro.

Mit diesen Steuereinnahmen trägt der Zoll einen bedeutenden Teil zu den Haushaltseinnahmen bei und sichert damit die Handlungsfähigkeit Deutschlands.

Darüber hinaus erhob der Zoll im vergangenen Jahr 5,5 Mrd. Euro an Zöllen für den Haushalt der Europäischen Union.

Der Zoll als Arbeitgeber

Der Zoll ist ein moderner und attraktiver Arbeitgeber, der für berufliche Vielfalt, beste Karrierechancen, sichere Arbeitsplätze, Gleichbehandlung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie steht.

Ob an Land oder zu Wasser, im Innen- oder Außendienst – der Zoll bietet bundesweit verschiedenste berufliche Einstiegsmöglichkeiten. Neben abwechslungsreicher Ausbildung und innovativem Studium ist u. a. ein Einstieg als Volljuristin oder Volljurist oder als IT-Fachkraft möglich.

Rund 48.000 Menschen arbeiten derzeit für den Zoll. Hiervon durchlaufen aktuell circa 4.700 als Anwärterinnen und Anwärter die Ausbildungs- beziehungsweise Studienphasen im mittleren und gehobenen Dienst.

Mehr zu Ausbildung, Studium, Jobs und Perspektiven beim Zoll unter: www.zoll.de und www.zoll-karriere.de

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Im Gespräch: Bastian Fleig, Leiter der Abteilung für Zoll, Umsatzsteuer und Verbrauchsteuer

Bastian Fleig (von vorne) im Gespräch mit einer Person (von hinten) BildVergroessern
Bastian Fleig, Leiter der Abteilung für Zoll, Umsatzsteuer und Verbrauchsteuer Quelle:Bundesministerium der Finanzen/Photothek

Die Jahresstatistik 2024 stellt die tagtägliche Arbeit des Zolls in Zahlen dar. Erzählen Sie uns von ein, zwei Geschichten, die sich hinter diesen Zahlen verbergen?

Gerne kann ich Ihnen von zwei besonders eindrucksvollen Fällen berichten.

Beim ersten Fall, dem Ermittlungsverfahren „Operation Plexus“, konnten 35,5 Tonnen Kokain mit einem Gesamtwert von 2,6 Mrd. Euro in einer internationalen Operation sichergestellt werden – knapp 25 Tonnen davon allein im Hamburger Hafen. Da müssen sich nun acht Hauptbeschuldigte verantworten. Dieser Fall zeigt, dass das Problem des Drogenschmuggels weiterhin und auch in großem Stil besteht, aber auch, dass der Zoll zusammen mit anderen nationalen und internationalen Behörden effektiv gegen diese Art der schweren und organisierten Kriminalität vorgeht.

Ein zweites Beispiel, aus dem Bereich der Schwarzarbeitsbekämpfung, war eine der größten grenzüberschreitenden Prüfaktionen in der Europäischen Union (EU) des Zolls in Köln. Fast 150 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit überprüften mehr als 120 Arbeitgeber und 280 Beschäftigte. In knapp 20 Fällen gab es den Verdacht, dass Sozialversicherungsbeiträge hinterzogen wurden. Solche Einsätze sind sehr wichtig, um durch präventive und repressive Maßnahmen das Sozialsystem leistungsfähig und stabil zu halten.

Eine letzte Zahl möchte ich gerne noch nennen, weil sie mir besonders am Herzen liegt, nämlich die der rund 2.000 Absolventinnen und Absolventen, die im vergangenen Jahr ihre Zollausbildung oder ihr Zollstudium erfolgreich abgeschlossen haben. Das zeigt: Der Zoll hat Zukunft.

Gibt es bestimmte Zahlen, Trends oder Fakten in der Statistik, die Sie überrascht haben oder die für Sie besonders herausstechen?

Sehr interessant sind die Entwicklungen im Bereich E-Commerce, also im Onlinehandel. Die Warenlieferungen steigen immer weiter an, insbesondere aus China. Hier spielt die Arbeit des Zolls eine zentrale Rolle, um Verbraucherinnen und Verbraucher vor gefälschten und unsicheren Produkten zu schützen. Beispielsweise hat der Zoll im Jahr 2024 circa 345 Mio. Einfuhrabfertigungen im Wert von 629 Mrd. Euro vorgenommen. Das zeigt einerseits, welch große Herausforderungen wir in der EU gemeinsam mit den anderen Mitgliedstaaten angehen und bewältigen müssen. Andererseits zeigen die Zahlen auch, wie leistungsstark und skalierbar der Zoll und seine IT heute schon sind. Denn all diese Einfuhren wurden mithilfe des IT-Systems ATLAS, kurz für Automatisiertes Tarif- und Lokales Zollabwicklungssystem, stets zuverlässig und hochgradig automatisiert abgefertigt.

Beim Thema Digitalisierung ist der Zoll also schon recht weit?

Ja, durchaus! Dennoch wird darüber hinaus im Rahmen der „Strategie Zoll 2030“ der Zoll weiter umfassend modernisiert und auf derzeitige und zukünftige Herausforderungen ausgerichtet. Etliche weitere Projekte und Vorhaben beschleunigen Prozesse und machen auch das Leben für Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger einfacher. Beispielsweise hat der Zoll seit 2023 eine „App-Fabrik“ eingerichtet und bietet mehrere Applikationen wie die eZoll-App an. Im Januar 2025 wurde das KI-Zentrum Zoll eingerichtet, um den sicheren und effektiven Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) voranzutreiben. Mit dieser Expertise ist der Zoll auch ein wichtiger Partner für andere Behörden.

Wie verzahnt sich die Arbeit des Zolls mit dem restlichen, sehr vielfältigen Arbeits- und Geschäftsbereich des BMF, aber auch mit den Belangen der Bundesregierung als Ganzes?

Der Zoll ist daran beteiligt, die Grundvoraussetzungen dafür zu schaffen, dass Deutschland handlungsfähig bleibt; schließlich sichert er durch seine Arbeit einen wichtigen Teil der staatlichen Einnahmen. Im Jahr 2024 wurden fast 150 Mrd. Euro an Steuern und Zöllen eingenommen. Gleichzeitig sorgt der Zoll dafür, dass Deutschland als Wirtschaftsstandort gesichert wird und die Sozialsysteme belastbar bleiben. Beispielsweise arbeitet die Finanzkontrolle Schwarzarbeit eng mit einer Vielzahl von Behörden wie der Bundesagentur für Arbeit zusammen. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Behörden findet selbstverständlich ebenso in anderen Bereichen des Zolls statt, etwa mit den Polizeien der Länder und des Bundes sowie anderen Sicherheitsbehörden. All das ist für viele weitere Aufgaben des BMF und der Bundesregierung als Ganzes sehr wichtig und trägt im Übrigen ganz konkret zu Fairness und Gerechtigkeit in unserem Land bei.

Fußnoten

1

Ausführliche Informationen zur Zolljahresstatistik 2024, Bilder und Video zur Pressekonferenz sowie weitere Daten und Fakten zum Zoll auf www.zoll.de

2
Siehe Arbeitsstatistik 2024 auf www.zoll.de