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BMF-Monatsbericht September 2025

Inhalt

Entwicklung des Bundeshaushalts bis einschließlich August 2025

23.09.2025

Bis das Haushaltsgesetz 2025 vom Deutschen Bundestag verabschiedet und im Bundesgesetzblatt verkündet ist, arbeitet die Bundesregierung im Rahmen der sogenannten vorläufigen Haushaltsführung, die im Wesentlichen auf Art. 111 Grundgesetz basiert (s. a. hierzu Monatsbericht des BMF vom Dezember 2024 „Vorläufige Haushaltsführung 2025“). Da das Soll des Bundeshaushalts 2025 damit derzeit noch nicht feststeht, können in den folgenden Tabellen auch keine Sollwerte dargestellt werden.

Einnahmen

Die Einnahmen des Bundeshaushalts (ohne Münzeinnahmen, Rücklagenentnahme und Einnahmen aus Krediten) beliefen sich bis einschließlich August 2025 auf 273,2 Mrd. Euro. Damit lagen die Einnahmen um 5,2 Prozent (+13,6 Mrd. Euro) höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Steuereinnahmen betrugen 247,6 Mrd. Euro und stiegen damit um 6,4 Prozent (+14,8 Mrd. Euro) gegenüber dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums an. Für weitere Informationen zu den Steuereinnahmen s. a.Steuereinnahmen im August 2025“ in dieser Ausgabe des Monatsberichts.

Die Sonstigen Einnahmen lagen im Berichtszeitraum mit 25,6 Mrd. Euro um 4,5 Prozent (-1,2 Mrd. Euro) unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Dabei waren die Verwaltungseinnahmen um 3,7 Mrd. Euro höher als im Vorjahreszeitraum, insbesondere aufgrund von um 2,4 Mrd. Euro höheren Einnahmen aus der Abwicklung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds-Energie und um 0,5 Mrd. Euro höheren Einnahmen aus der streckenbezogenen Lkw-Maut. Dagegen waren die Einnahmen aus der Veräußerung von Beteiligungen um 3,5 Mrd. Euro geringer als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen im Zusammenhang mit dem Windenergie-auf-See-Gesetz gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,2 Mrd. Euro zurück.

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Ausgaben

Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen von Januar bis August 2025 insgesamt 319,0 Mrd. Euro und stiegen damit gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums um 6,5 Prozent beziehungsweise 19,4 Mrd. Euro. Nach ökonomischen Arten gegliedert nahmen sowohl die investiven Ausgaben (+10,0 Prozent beziehungsweise +2,6 Mrd. Euro) als auch die konsumtiven Ausgaben (+6,1 Prozent beziehungsweise +16,8 Mrd. Euro) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis zu.

Bei den konsumtiven Ausgaben stiegen insbesondere die laufenden Zuweisungen und Zuschüsse (+9,8 Prozent beziehungsweise +18,8 Mrd. Euro) gegenüber dem Vorjahr an. Der Anstieg war vor allem darauf zurückzuführen, dass die Finanzierung der Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Gesetz) zum 1. Januar 2025 in den Kernhaushalt integriert wurde. Zuvor waren die Zahlungen für die EEG-Umlage im Klima- und Transformationsfonds etatisiert. Für diesen Zweck wurden bis einschließlich August 2025 rund 11,8 Mrd. Euro verausgabt. Darüber hinaus wurde ein um 2,4 Mrd. Euro höherer Zuschuss an die allgemeine Rentenversicherung geleistet. Für die pauschale Abgeltung der Aufwendungen der Krankenkassen für gesamtgesellschaftliche Aufgaben wurden dem Gesundheitsfonds 0,8 Mrd. Euro mehr als im Vorjahreszeitraum zugewiesen. Die Zinsausgaben gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12,2 Prozent beziehungsweise 3,5 Mrd. Euro zurück, was zum Teil auch auf die geänderte Buchungspraxis der Zinsausgaben zurückzuführen war. Seit Jahresbeginn werden diese periodengerecht veranschlagt, was zu Minderausgaben im Bundeshaushalt führt, da eingeplante Disagien periodengerecht verteilt werden und der bisher nötige Schwankungspuffer bei den Zinsausgaben deutlich reduziert werden kann.

Zum Anstieg der investiven Ausgaben trugen vor allem höhere Finanzierungshilfen (+11,9 Prozent beziehungsweise +2,7 Mrd. Euro) bei. Dabei wurde zur Erhöhung des Eigenkapitals der Deutschen Bahn AG ein um 1,2 Mrd. Euro höherer Beitrag als im Vorjahreszeitraum geleistet. Außerdem wurde ein unterjähriges Liquiditätshilfe-Darlehen in Höhe von 1,6 Mrd. Euro an die Bundesagentur für Arbeit vergeben. Sowohl die Eigenkapitalerhöhung als auch das Darlehen sind haushaltsrechtlich als investive Ausgabe zu buchen. Die Sachinvestitionen lagen leicht unterhalb des Vorjahresniveaus (-1,7 Prozent beziehungsweise -0,1 Mrd. Euro).

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Finanzierungssaldo

Ende August 2025 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 45,8 Mrd. Euro auf.

Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen. Dies gilt in diesem Jahr aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung in besonderem Maße.

Entwicklung des Bundeshaushalts

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Tabelle 1

Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach Aufgabenbereichen

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Tabelle 2

Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach ökonomischen Arten

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Tabelle 3

Entwicklung der Einnahmen des Bundeshaushalts

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Tabelle 4