BMF-Monatsbericht Dezember 2025

Inhalt

Entwicklung des Bundeshaushalts bis einschließlich November 2025

23.12.2025

Einnahmen

Die Einnahmen des Bundeshaushalts (ohne Münzeinnahmen, Rücklagenentnahme und Einnahmen aus Krediten) beliefen sich bis einschließlich November 2025 auf 369,1 Mrd. Euro. Damit lagen die Einnahmen um 0,8 Prozent (+2,8 Mrd. Euro) höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Steuereinnahmen betrugen 334,1 Mrd. Euro und stiegen damit um 3,8 Prozent (+12,2 Mrd. Euro) gegenüber dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums an. Für weitere Informationen zu den Steuereinnahmen s. a.Steuereinnahmen im November 2025“ in dieser Ausgabe des Monatsberichts.

Die Sonstigen Einnahmen lagen im Berichtszeitraum mit 35,0 Mrd. Euro um 21,1 Prozent (-9,4 Mrd. Euro) unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Dabei waren die Einnahmen aus der Veräußerung von Beteiligungen um 3,5 Mrd. Euro geringer als im Zeitraum Januar bis November des vergangenen Jahres. Auch die Einnahmen aus der Abwicklung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds-Energie lagen um 2,2 Mrd. Euro unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Zudem hat es im Vorjahr einen Sondereffekt gegeben, der im Jahr 2025 zu geringeren Einnahmen im Bundeshaushalt beiträgt: Infolge der Auflösung des Sondervermögens „Digitale Infrastruktur“ wurden im Jahr 2024 Mittel in Höhe von 4,1 Mrd. Euro in den Kernhaushalt überführt, da die Finanzhilfen an die Länder zur Umsetzung des DigitalPakts Schule sowie die Förderung des Breitband- und Giganetzausbaus nunmehr über den Kernhaushalt finanziert werden.

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Ausgaben

Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen auf der Basis der derzeitigen Buchungsergebnisse von Januar bis November 2025 insgesamt 442,5 Mrd. Euro und stiegen damit gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums um 6,2 Prozent beziehungsweise 25,7 Mrd. Euro. Nach ökonomischen Arten gegliedert nahmen sowohl die investiven Ausgaben (+2,9 Prozent beziehungsweise +1,2 Mrd. Euro) als auch die konsumtiven Ausgaben (+6,5 Prozent beziehungsweise +24,5 Mrd. Euro) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis zu.

Bei den konsumtiven Ausgaben stiegen insbesondere die laufenden Zuweisungen und Zuschüsse (+9,4 Prozent beziehungsweise +25,1 Mrd. Euro) gegenüber dem Vorjahr an. Der Anstieg war vor allem darauf zurückzuführen, dass die Finanzierung der Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Gesetz) zum 1. Januar 2025 in den Kernhaushalt integriert worden war. Zuvor waren die Zahlungen für die EEG-Umlage im Klima- und Transformationsfonds etatisiert gewesen. Für diesen Zweck wurden bis einschließlich November 2025 rund 16,1 Mrd. Euro verausgabt. Darüber hinaus wurde ein um 3,4 Mrd. Euro höherer Zuschuss an die allgemeine Rentenversicherung geleistet. Für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und die pauschale Abgeltung der Aufwendungen der Krankenkassen für gesamtgesellschaftliche Aufgaben wurden jeweils 0,8 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr verausgabt. Die Zinsausgaben gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12,9 Prozent beziehungsweise 4,3 Mrd. Euro zurück, was zum Teil auch auf die geänderte Buchungspraxis der Zinsausgaben zurückzuführen war. Seit Jahresbeginn werden diese periodengerecht veranschlagt.

Zum Anstieg der investiven Ausgaben trugen höhere Finanzierungshilfen (+3,7 Prozent beziehungsweise +1,4 Mrd. Euro) bei. Dabei wurde zur Erhöhung des Eigenkapitals der Deutschen Bahn AG ein um 2,8 Mrd. Euro höherer Beitrag als im Vorjahreszeitraum geleistet. Außerdem trägt das unterjährige Liquiditätshilfe-Darlehen an die Bundesagentur für Arbeit in Höhe von 2,3 Mrd. Euro zu den höheren Ausgaben bei. Der Gesundheitsfonds erhielt ein überjähriges Darlehen in Höhe von 2,3 Mrd. Euro. Sowohl die Eigenkapitalerhöhung als auch die Darlehen sind haushaltsrechtlich als investive Ausgaben zu buchen. Die Baukostenzuschüsse für einen Infrastrukturbeitrag zur Erhaltung der Schienenwege der Eisenbahnen des Bundes und die investiven Zuschüsse an die Autobahn GmbH des Bundes wurden dagegen im Bundeshaushalt reduziert, da diese Investitionen nun vorrangig aus dem neu gegründeten Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität finanziert wurden. Die Sachinvestitionen lagen um 2,8 Prozent beziehungsweise 0,2 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahres.

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Finanzierungssaldo

Ende November 2025 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 73,4 Mrd. Euro auf.

Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen.

Entwicklung des Bundeshaushalts

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Tabelle 1

Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach Aufgabenbereichen

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Tabelle 2

Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach ökonomischen Arten

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Tabelle 3

Entwicklung der Einnahmen des Bundeshaushalts

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Tabelle 4