BMF-Monatsbericht Januar 2026

Inhalt

Kreditaufnahme des Bundes und seiner Sondervermögen

29.01.2026

Die Kreditaufnahme des Bundes dient der Finanzierung des Bundeshaushalts und der Sondervermögen des Bundes. Sondervermögen werden unterschieden in solche Sondervermögen, die über den Bundeshaushalt oder andere Einnahmen mitfinanziert werden, und Sondervermögen mit eigener Kreditermächtigung: Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS), Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF), Investitions- und Tilgungsfonds (ITF), Sondervermögen Bundeswehr (SV BW) und das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK). Die gesetzlichen Vorgaben zur Kreditaufnahme für die Sondervermögen mit eigener Kreditermächtigung werden durch die Errichtungsgesetze der jeweiligen Sondervermögen geregelt.

Die nachfolgenden Erläuterungen zur Kreditaufnahme des Bundes und der Sondervermögen beziehen sich

  • erst auf den gesamten Kreditbestand des Bundes,
  • nachfolgend auf den Kreditbestand des Bundes ohne Darlehensfinanzierung und
  • anschließend auf den Kreditbestand des Bundes zur Darlehensfinanzierung.1

Im Folgenden werden die Begriffe „Kreditbestand“ sowie „Bruttokreditaufnahme“ verwendet, Kreditbestand beschreibt dabei das Gesamtvolumen der zum Berichtszeitpunkt aufgenommenen Kredite zu Nennwerten. Die Bruttokreditaufnahme entspricht dagegen dem Volumen der innerhalb des abgelaufenen Monats oder innerhalb des Jahres aufgenommenen Kredite zur Finanzierung des kassenwirksamen Anteils der Nettokreditaufnahme sowie zur Refinanzierung fällig werdender Kredite. Die Darstellung der Bruttokreditaufnahme zeigt die kassenwirksamen Beträge zum Verkauf und die monatlichen beziehungsweise jährlichen Anteile der periodengerecht berücksichtigten Stückzinsen, Agien und Disagien.

Mit Beginn des Jahres 2025 wurde die Veranschlagung und Buchung von Zinsausgaben und Krediteinnahmen auf eine periodengerechte Abbildung umgestellt. Für weitere Informationen hierzu wird auf den Artikel „Periodengerechte Zinsausgaben“ im Monatsbericht von Februar 2025 verwiesen.

Im Gegensatz zu den anderen Sondervermögen mit eigener Kreditermächtigung werden die Zinsen des SVIK vom Bundeshaushalt getragen. Ein Ausweis der dem SVIK zuzuordnenden Zinsen findet dementsprechend nur nachrichtlich statt.

Entwicklung des Kreditbestands des Bundes

Der Bund hatte am 31. Dezember 2024 einen Kreditbestand in Höhe von 1.691,1 Mrd. Euro. Der Kreditbestand erhöhte sich zum 31. Dezember 2025 um 102,8 Mrd. Euro auf 1.793,9 Mrd. Euro. Diese Erhöhung resultierte aus einer Bruttokreditaufnahme im Volumen von 418,8 Mrd. Euro, denen Fälligkeiten im Volumen von 326,0 Mrd. Euro gegenüberstanden. Im Jahr 2025 wurden bis Ende Dezember für Zinszahlungen aller auch in früheren Jahren aufgenommenen bestehenden Kredite saldiert 30,4 Mrd. Euro aufgewendet.

Im Dezember 2025 wurden insgesamt 12,0 Mrd. Euro konventionelle Bundeswertpapiere emittiert. Diese verteilten sich auf 4,5 Mrd. Euro Bundesschatzanweisungen und 7,5 Mrd. Euro Unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes. Im Dezember 2025 wurden keine Grünen Bundeswertpapiere begeben.

Die Eigenbestände des Bundes an Bundeswertpapieren im Dezember 2025 verringerten sich um 3,2 Mrd. Euro auf 196,6 Mrd. Euro. Die Veränderung resultierte aus Sekundärmarktverkäufen in Höhe von 10,7 Mrd. Euro, denen Käufe in Höhe von 7,6 Mrd. Euro und die Erhöhung von Eigenbeständen um 2,5 Mrd. Euro gegenüberstanden. Ferner gab es Fälligkeiten im Eigenbestand in Höhe von 2,6 Mrd. Euro.

Zum Stichtag entfielen 96,4 Prozent des Kreditbestands auf den Bund ohne Darlehensfinanzierung, die restlichen 3,6 Prozent dienten der Darlehensfinanzierung.

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Entwicklung des Kreditbestands des Bundes ohne Darlehensfinanzierung

Im Dezember 2025 erfolgte eine Bruttokreditaufnahme für den Bund ohne Darlehensfinanzierung in Höhe von 25,4 Mrd. Euro. Außerdem wurden 23,6 Mrd. Euro fällige Kredite getilgt. Für Zinszahlungen der Kredite des Bundes ohne Darlehensfinanzierung wurden im Dezember 2025 saldiert 0,9 Mrd. Euro aufgewendet.

Am 31. Dezember 2025 betrug der Kreditbestand des Bundes ohne Darlehensfinanzierung insgesamt 1.729,5 Mrd. Euro. Folglich erhöhte sich dieser gegenüber dem 30. November 2025 um 2,0 Mrd. Euro. Der Kreditbestand des Bundeshaushalts lag bei 1.621,7 Mrd. Euro und verringerte sich gegenüber dem Vormonat um 10,1 Mrd. Euro. Der Kreditbestand des SV BW erhöhte sich im Dezember 2025 um 6,7 Mrd. Euro auf 43,0 Mrd. Euro und der Kreditbestand des SVIK erhöhte sich im Dezember 2025 um 5,4 Mrd. Euro auf 24,3 Mrd. Euro. Die Kreditbestände für den FMS für Kredite für Aufwendungen gemäß § 9 Abs. 1 StFG (22,5 Mrd. Euro), für den WSF für Kredite für Rekapitalisierungsmaßnahmen gemäß § 22 StFG (0,7 Mrd. Euro) und für den ITF (17,3 Mrd. Euro) veränderten sich gegenüber dem 30. November 2025 gar nicht oder nur sehr geringfügig.

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Entwicklung des Kreditbestands des Bundes zur Darlehensfinanzierung

Im Dezember 2025 erfolgte für den FMS zur Refinanzierung von Darlehen gemäß § 9 Abs. 5 StFG keine Bruttokreditaufnahme, jedoch erfolgten Tilgungen von Krediten in Höhe von 0,8 Mrd. Euro. Für den WSF gab es im Dezember 2025 zur Darlehensfinanzierung gemäß § 23 StFG keine Bruttokreditaufnahme; es wurden aber Kredite in Höhe von 0,5 Mrd. Euro getilgt. Der Kreditbestand belief sich damit per Ende Dezember 2025 auf 51,4 Mrd. Euro (FMS) beziehungsweise 13,0 Mrd. Euro (WSF). Am 31. Dezember 2025 betrug der Gesamtbestand an Krediten zur Darlehensfinanzierung 64,4 Mrd. Euro.

Weitere Einzelheiten können folgenden Tabellen entnommen werden:

  • Entwicklung des Kreditbestands des Bundes im Dezember 2025,
  • Entwicklung des Kreditbestands des Bundes ohne Darlehensfinanzierung im Dezember 2025 und
  • Entwicklung von Umlaufvolumen und Eigenbestände an Bundeswertpapieren im Dezember 2025.

Im statistischen Anhang sind zusätzlich die beiden erstgenannten Tabellen mit Daten für den bisherigen Jahresverlauf, der nach Restlaufzeitklassen gruppierte Kreditbestand des Bundes sowie die nach Instrumentenart aufgegliederten Daten zum Kreditbestand des Bundes, zur Bruttokreditaufnahme des Bundes, zu den Tilgungen des Bundes und zu den Zinsen für die Kredite des Bundes enthalten.

Die Abbildung „Bruttokreditaufnahme und Kreditbestand des Bundes“ zeigt die Verteilung der Bruttokreditaufnahme und des Kreditbestands auf die Finanzierungsinstrumente. Den größten Anteil an der Bruttokreditaufnahme im laufenden Jahr stellten mit 132,6 Mrd. Euro beziehungsweise 31,7 Prozent die Unverzinslichen Schatzanweisungen des Bundes dar, gefolgt von den 10-jährigen Bundesanleihen mit 71,3 Mrd. Euro beziehungsweise 17,0 Prozent.

Balkendiagramm: Bruttokreditaufnahme und Kreditbestand des Bundes (mehr in der Langbeschreibung) BildVergroessern
Quelle:Bundesministerium der Finanzen

Mehr als 99 Prozent des Kreditbestands des Bundes sind in Form von Inhaberschuldverschreibungen verbrieft. Die konkreten Gläubiger sind dem Bund nicht bekannt.

Details zu den geplanten Emissionen und den Tilgungen von Bundeswertpapieren sind den Pressemitteilungen zum Emissionskalender zu entnehmen.2 Ferner werden auf der Internetpräsenz der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH nach jeder Auktion von Bundeswertpapieren die Auktionsergebnisse veröffentlicht.3

Entwicklung des Kreditbestands des Bundes im Dezember 2025

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Entwicklung des Kreditbestands des Bundes ohne Darlehensfinanzierung im Dezember 2025

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Entwicklung von Umlaufvolumen und Eigenbestände an Bundeswertpapiere im November 2025

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Die Rentenmarktentwicklung im Jahr 2025

Das Geschehen an den internationalen Rentenmärkten wurde im Jahr 2025 von den Unsicherheiten über die künftige Wirtschafts- und die Inflationsentwicklung in einzelnen Wirtschaftsregionen u. a. vor dem Hintergrund der Handelspolitik geprägt. Zudem bewegte die Einschätzung der Marktteilnehmer hinsichtlich der fiskalpolitischen Maßnahmen insbesondere in Europa die Rentenmärkte. Weiterhin beeinflusste die Geldpolitik der Zentralbanken sowie die Erwartung über den zukünftigen Leitzinspfad die Marktbewegungen.

Die Europäische Zentralbank (EZB), die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und die Bank of England senkten im Jahresverlauf 2025 mehrmals ihre Leitzinsen. Die Bank of Japan erhöhte dagegen ihren Leitzins im Jahr 2025. Im Jahr 2025 entwickelten sich die Renditen von Staatsanleihen in den verschiedenen Währungsräumen unterschiedlich. So erhöhten sich die langfristigen Renditen in Deutschland und Japan, während sie sich in den USA und im Vereinigten Königreich reduzierten.

Im Jahr 2025 erhöhten sich die Renditen deutscher Bundeswertpapiere über alle Laufzeiten hinweg. In einem Umfeld von Leitzinssenkungen stiegen die Renditen 2-jähriger Bundeswertpapiere geringfügig um 5 Basispunkte auf 2,12 Prozent. Die Rendite 5-jähriger Bundeswertpapiere erhöhte sich um rund 30 Basispunkte auf 2,45 Prozent. 10-jährige Bundesanleihen rentierten mit 2,85 Prozent um fast 50 Basispunkte höher als Ende des Jahres 2024. Am deutlichsten zeigte sich der Renditeanstieg im sehr langen Laufzeitsegment: 30-jährige Bundesanleihen stiegen um fast 90 Basispunkte auf 3,48 Prozent. Die Zinsstrukturkurve im Laufzeitbereich jenseits von 10 Jahren versteilerte sich im Jahr 2025 deutlich – ein Hinweis darauf, dass sich die Laufzeitprämien vor dem Hintergrund hoher künftiger Finanzierungsbedarfe in Deutschland weiter ausgeweitet haben könnten.

Renditen von Bundeswertpapieren nach Laufzeiten
Tagesschlussrenditen in Prozent p. a.
31. Dezember 202431. Dezember 2025

  2 Jahre

2,072,12

  5 Jahre

2,142,45

10 Jahre

2,362,85

30 Jahre

2,593,48

Die Inflationsrate im Euroraum, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), verringerte sich im 1. Halbjahr 2025 von 2,5 Prozent zu Jahresbeginn in Richtung 2,0 Prozent. Im 2. Halbjahr 2025 schwankte die Inflationsrate nur geringfügig. Im Dezember 2025 betrug die Jahresrate laut Eurostat 1,9 Prozent und lag somit unter dem mittelfristigen Zielwert der EZB. Die Kerninflation (ohne Energie, Lebensmittel, Tabak und Alkohol) belief sich auf 2,3 Prozent. Laut den im Dezember 2025 veröffentlichten EZB-Projektionen dürfte die HVPI-Inflation im Jahr 2026 im Schnitt bei 1,9 Prozent liegen, im Jahr 2027 auf 1,8 Prozent zurückgehen und im Jahr 2028 wieder leicht auf 2,0 Prozent steigen. Die Kerninflation wird für das Jahr 2026 mit 2,2 Prozent prognostiziert, dürfte im Jahr 2027 auf 1,9 Prozent zurückgehen und im Jahr 2028 bei 2,0 Prozent liegen.

In einem Umfeld zurückgehender Inflationsraten reduzierte der EZB-Rat im 1. Halbjahr 2025 in vier Schritten von jeweils 25 Basispunkten alle drei Leitzinsen um insgesamt 100 Basispunkte. Der für den geldpolitischen Kurs derzeit besonders relevante Satz für die Einlagefazilität wurde auf 2 Prozent verringert. Da sich die Inflation im Euroraum im 2. Halbjahr 2025 nahe am mittelfristigen Zielwert von 2 Prozent bewegte und der EZB-Rat seine Einschätzung der Inflationsaussichten weitgehend bestätigte, hielt er im 2. Halbjahr 2025 an seiner geldpolitischen Ausrichtung fest. Zum Jahresende 2025 notierte der Zinssatz für die Einlagefazilität weiterhin bei 2 Prozent, Hauptrefinanzierungsgeschäfte lagen bei 2,15 Prozent und die Spitzenrefinanzierungsfazilität lag bei 2,40 Prozent. Die vom Eurosystem zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapierbestände gingen im Jahr 2025 weiter zurück, da fällige Tilgungsbeträge im Zuge der quantitativen Lockerung der EZB nicht wieder angelegt wurden.

Künftige Beschlüsse des EZB-Rats sollen weiterhin datenabhängig und ohne Vorfestlegung von Sitzung zu Sitzung erfolgen – gestützt auf die Einschätzung der Inflationsaussichten, die Entwicklung der zugrunde liegenden Inflation, aktueller Wirtschafts- und Finanzdaten sowie der Wirksamkeit der geldpolitischen Transmission. Die Forwardkurven für den Euroraum preisen bis Ende 2026 keine Änderung der Leitzinsen ein.

Liniendiagramm: Entwicklung der Renditen 10-jähriger Staatsanleihen im Jahr 2025 (mehr in der Langbeschreibung) BildVergroessern
Quelle:LSEG Datastream

In den USA verringerten sich die Jahresraten des Verbraucherpreisindex zunächst bis April 2025 von 3 Prozent auf 2,3 Prozent, um bis September 2025 – u. a. auch aufgrund der höheren Einfuhrzölle – wieder auf 3 Prozent zu steigen. Im November 2025 fiel die Inflation mit 2,7 Prozent überraschend niedrig aus; dies lässt sich allerdings auf die nur eingeschränkt erfassten Daten sowie den später als üblich liegenden Erhebungszeitpunkt aufgrund des Shutdowns vom Oktober 2025 bis Mitte November 2025 in den USA zurückführen. Die Kerninflation schwankte zwischen 2,6 Prozent und 3,3 Prozent, wobei der untere Wert ebenfalls durch den Shutdown verzerrt sein dürfte.

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Jahresverlauf von 4,0 Prozent auf 4,4 Prozent im Dezember. Weitere Arbeitsmarktindikatoren, etwa die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft, signalisierten ebenfalls eine Abschwächung der Arbeitsmarktdynamik, wobei auch hier im Zuge des Shutdowns insbesondere in den Oktoberdaten temporäre Verzerrungen zu verzeichnen waren.

Angesichts zunehmender Signale einer Abschwächung am US-Arbeitsmarkt senkte die Fed ab September 2025 dreimal den Leitzins um jeweils 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,50 Prozent bis 3,75 Prozent. Die Fed bewertete in ihrer Dezembersitzung das Wirtschaftswachstum als moderat und betrachtete die Inflation als etwas erhöht. Der Abbau der Wertpapierbestände wurde ab April 2025 zunächst verlangsamt und im Dezember 2025 beendet. Um auch zukünftig ein ausreichendes Reserveangebot vorzuhalten und den zuletzt stärkeren Aufwärtsdruck der Geldmarktrenditen zu adressieren, kauft die Fed seit Mitte Dezember kurzlaufende Staatsanleihen. Die Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank erwarten im Median ihrer Dezemberprojektion eine Fed Funds Rate von 3,4 Prozent zum Jahresende 2026, die bis Ende 2027 auf 3,1 Prozent sinken soll. Auf diesem Niveau verharrt der Leitzins in der Projektion bis Ende 2028, auf die längere Frist wird er minimal geringer bei 3,0 Prozent gesehen. Damit liegen die Projektionen auf dem gleichen Niveau wie in der Dezemberprojektion des Vorjahres 2024.

Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen sanken im Jahr 2025 um rund 40 Basispunkte auf 4,16 Prozent. Trotz einer weiterhin erhöhten Inflationsdynamik und möglicher zusätzlicher Preisrisiken durch die Einfuhrzölle sowie einer voraussichtlich steigenden Staatsverschuldung wirkten sich die Erwartungen einer Abschwächung des Arbeitsmarkts und eines rascheren Tempos bei künftigen Zinssenkungen dämpfend auf die Renditen aus. Im kürzeren Laufzeitsegment führten die Leitzinssenkungen zu einem Rückgang der 2-jährigen Treasury-Renditen um 76 Basispunkte auf 3,47 Prozent. Insgesamt wurde die Treasury-Zinskurve zwischen 2 und 10 Jahren im Berichtszeitraum steiler.

Renditen 10-jähriger Staatsanleihen im Jahr 2025
Tagesschlussrenditen in Prozent p. a.
31. Dezember 202431. Dezember 2025

USA

4,574,16

Vereinigtes Königreich

4,574,47

Japan

1,092,07

Deutschland

2,362,85

Die Bank of England senkte im Jahr 2025 viermal den Leitzins um jeweils 25 Basispunkte auf 3,75 Prozent. Mit einer Mehrheit von 5 zu 4 fielen die letzten drei Entscheidungen denkbar knapp aus. Die Währungshüter gehen davon aus, dass sich die Inflationsrate, die im November 2025 noch bei 3,2 Prozent lag, kurzfristig dem Zielwert von 2 Prozent annähern wird. Die Rendite 10-jähriger britischer Staatsanleihen sank im Jahr 2025 um 10 Basispunkte auf 4,47 Prozent.

Die Bank of Japan erhöhte den Leitzins im Jahr 2025 zweimal um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent. Die Inflationsrate verringerte sich im Jahresverlauf von 4 Prozent auf 2,9 Prozent und befand sich somit für japanische Verhältnisse weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen stieg im Jahr 2025 sehr deutlich um fast 100 Basispunkte auf 2,07 Prozent.

Fußnoten

1

Die Aufnahme von Krediten durch den Bund nach §§ 9 Abs. 5 und 23 Stabilisierungsfondsgesetz (StFG) zur Weiterleitung in Form von Darlehen über FMS und WSF an Anstalten des öffentlichen Rechts (im Folgenden „Darlehensfinanzierung“) dient der Kostenersparnis durch die niedrigeren Refinanzierungskonditionen des Bundes.

2

Internetseite der Finanzagentur: Emissionskalender

3

Internetseite der Finanzagentur: Emissionsergebnisse