BMF-Monatsbericht Februar 2026

Inhalt

Überblick zur aktuellen Lage

20.02.2026

Steuereinnahmen

Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) waren im Januar 2026 um rund 3 ½ Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat rückläufig.

Der Vorjahresvergleich war jedoch durch Sondereffekte bei den Bundessteuern, die überwiegend die Vergleichsbasis aus dem Januar 2025 betreffen, unterzeichnet. Ohne diese Effekte ergab sich rechnerisch ein leichtes Plus.

Unter den aufkommensstärksten Steuerarten lag das Aufkommen aus der Lohnsteuer deutlich höher als im Januar des vergangenen Jahres. Bei den Steuern vom Umsatz war dagegen nur ein moderater Aufkommensanstieg zu verzeichnen.

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Bundeshaushalt

Die Einnahmen des Bundeshaushalts (ohne Münzeinnahmen, Rücklagenentnahme und Einnahmen aus Krediten) beliefen sich im Januar 2026 auf 26,5 Mrd. Euro. Damit lagen die Einnahmen um 11,8 Prozent (-3,5 Mrd. Euro) niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was auf geringere Steuereinnahmen zurückzuführen war. Diese sanken um 12,9 Prozent (-3,5 Mrd. Euro) gegenüber dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen im Januar 2026 insgesamt 54,8 Mrd. Euro und stiegen damit gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+12,5 Prozent beziehungsweise +6,1 Mrd. Euro).

Im Januar 2026 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 28,3 Mrd. Euro auf. Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen. Dies gilt in besonderem Maße zu Beginn eines Jahres.

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Europa

Die Eurogruppe tagte im Jahr 2026 zum ersten Mal unter neuem griechischem Vorsitz am 19. Januar. Der Rat für Wirtschaft und Finanzen (ECOFIN-Rat) fand am darauffolgenden Tag unter neuer zyprischer Ratspräsidentschaft statt. Wichtige Themen in der Eurogruppe waren die informelle Wahl eines Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank. Beim ECOFIN-Rat ging es u. a. um die finanzielle Unterstützung für die Ukraine.