Die Einnahmen des Bundeshaushalts (ohne Münzeinnahmen, Rücklagenentnahme und Einnahmen aus Krediten) beliefen sich in den Monaten Januar bis Februar 2026 auf 59,4 Mrd. Euro. Damit lagen die Einnahmen um 6,5 Prozent (-4,1 Mrd. Euro) niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was auf geringere Steuereinnahmen zurückzuführen war. Diese sanken um 7,6 Prozent (-4,5 Mrd. Euro) gegenüber dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Für weitere Informationen zu den Steuereinnahmen s. a. „Steuereinnahmen im Februar 2026“ in dieser Ausgabe des Monatsberichts.
Die Sonstigen Einnahmen lagen im Berichtszeitraum mit 5,4 Mrd. Euro um 6,8 Prozent (+0,3 Mrd. Euro) über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Während die Einnahmen aus der Abwicklung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds Energie (+0,3 Mrd. Euro) und der Vergabe von Frequenzen (+0,2 Mrd. Euro) höher als im Vorjahreszeitraum waren, gingen die Erstattungen der Bundesagentur für Arbeit nach § 459 SGB III um 0,3 Mrd. Euro zurück.
Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen von Januar bis Februar 2026 insgesamt 93,1 Mrd. Euro und stiegen damit gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+9,6 Prozent beziehungsweise +8,1 Mrd. Euro). Dabei wuchsen die investiven Ausgaben gegenüber dem Vorjahresniveau deutlich an (+104,2 Prozent beziehungsweise +4,8 Mrd. Euro). Der Anstieg der konsumtiven Ausgaben fiel mit +4,1 Prozent beziehungsweise +3,3 Mrd. Euro wesentlich moderater aus.
Bei den konsumtiven Ausgaben stiegen sowohl die laufenden Zuweisungen und Zuschüsse (+2,7 Prozent beziehungsweise +1,6 Mrd. Euro) als auch der laufende Sachaufwand (+26,6 Prozent beziehungsweise +1,2 Mrd. Euro) gegenüber dem Vorjahr an. Der Anstieg der laufenden Zuweisungen und Zuschüsse war vor allem auf höhere Ausgaben für die Ertüchtigung von Partnerstaaten und von völkerrechtswidrig angegriffenen Staaten im Bereich Sicherheit, Verteidigung und Stabilisierung (+1,8 Mrd. Euro) sowie für Zuschüsse des Bundes an die allgemeine Rentenversicherung (+1,5 Mrd. Euro) zurückzuführen. Dagegen lagen insbesondere die Zuschüsse zur Entlastung beim Strompreis um 1,4 Mrd. Euro unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.
Zum Anstieg der investiven Ausgaben trugen maßgeblich höhere Darlehensvergaben bei, die haushaltsrechtlich als investive Ausgaben zu verbuchen sind. Neben den um 3,4 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren unterjährigen Liquiditätshilfen an die Bundesagentur für Arbeit trugen auch überjährige Darlehensvergaben an den Gesundheitsfonds (+2,3 Mrd. Euro) und an den Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung (+0,8 Mrd. Euro) zum Anstieg bei. Die Sachinvestitionen lagen um 0,1 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahres.
Ende Februar 2026 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 33,7 Mrd. Euro auf.
Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen. Dies gilt in besonderem Maße zu Beginn eines Jahres.
Entwicklung des Bundeshaushalts
Entwicklung des Bundeshaushalts
Ist 2025
Soll 2026
Ist-Entwicklung
Februar 2026¹
Ausgaben (Mrd. Euro)²
493,3
524,5
93,1
Unterjährige Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent
+9,6
Einnahmen (Mrd. Euro)³
427,9
426,4
59,4
Unterjährige Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent
-6,5
Steuereinnahmen (Mrd. Euro)
388,6
387,2
54,0
Unterjährige Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent
Tilgung aufgrund nicht-struktureller Rückflüsse von notlagenkreditfinanzierten Ausgaben (Mrd. Euro)
-1,7
-
-
Abweichungen in den Summen durch Rundung der Zahlen möglich.
1 Buchungsergebnisse.
2 Mit Ausnahme der Ausgaben zur Schuldentilgung am Kreditmarkt, der Zuführungen an Rücklagen, der Ausgaben zur Deckung eines kassenmäßigen Fehlbetrags. Ohne Ausgaben aus haushaltstechnischen Verrechnungen.
3 Mit Ausnahme der Einnahmen aus Krediten vom Kreditmarkt, der Entnahme aus Rücklagen und der Einnahmen aus kassenmäßigen Überschüssen sowie der Münzeinnahmen. Ohne Einnahmen aus haushaltstechnischen Verrechnungen.
Leistungen des Bundes für Unterkunft und Heizung nach dem SGB II
12.458
2,5
13.000
2,5
1.969
2.125
+7,9
Soziale Leistungen nach dem SGB XII und dem Asylbewerberleistungsgesetz
11.858
2,4
12.480
2,4
2.755
2.662
-3,4
Sonstige soziale Angelegenheiten
1.186
0,2
1.141
0,2
-9
95
X
Gesundheit, Umwelt, Sport, Erholung
4.892
1,0
5.104
1,0
601
583
-3,0
Wohnungswesen, Städtebau, Raumordnung und kommunale Gemeinschaftsdienste
4.490
0,9
4.639
0,9
329
215
-34,6
Wohnungswesen, Wohnungsbauprämie
3.198
0,6
3.831
0,7
312
203
-34,8
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
1.258
0,3
1.692
0,3
79
79
+0,2
Energie- und Wasserwirtschaft, Gewerbe, Dienstleistungen
24.305
4,9
25.292
4,8
3.180
920
-71,1
Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung
17.120
3,5
16.674
3,2
2.228
762
-65,8
Sonstiges im Bereich Gewerbe und Dienstleistungen
4.206
0,9
4.750
0,9
337
75
-77,8
Regionale Förderungsmaßnahmen
1.369
0,3
2.333
0,4
160
22
-86,4
Verkehrs- und Nachrichtenwesen
30.871
6,3
21.403
4,1
2.762
1.899
-31,2
Straßen
7.429
1,5
7.695
1,5
747
425
-43,1
Eisenbahnen und öffentlicher Personennahverkehr
15.109
3,1
5.477
1,0
815
223
-72,7
Allgemeine Finanzwirtschaft
39.779
8,1
38.025
7,2
9.225
9.263
+0,4
Grund- und Kapitalvermögen, Sondervermögen und Finanzzuweisungen
8.607
1,7
10.618
2,0
1.031
1.023
-0,8
Zinsausgaben und Ausgaben im Zusammenhang mit der Schuldenaufnahme
29.906
6,1
30.226
5,8
7.894
7.890
-0,1
Ausgaben insgesamt¹
493.278
100,0
524.540
100,0
84.977
93.120
+9,6
1 Mit Ausnahme der Ausgaben zur Schuldentilgung am Kreditmarkt, der Zuführungen an Rücklagen, der Ausgaben zur Deckung eines kassenmäßigen Fehlbetrags. Ohne Ausgaben aus haushaltstechnischen Verrechnungen.
Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach ökonomischen Arten
Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach ökonomischen Arten
Ist 2025
Soll 2026
Ist-Entwicklung
Unterjährige
Veränderung
gegenüber
Vorjahr
Februar 2025
Februar 2026
in Mio. Euro
Anteil in
Prozent
in Mio. Euro
Anteil in
Prozent
in Mio. Euro
in Prozent
Konsumtive Ausgaben
437.854
88,8
474.967
90,5
80.345
83.662
+4,1
Personalausgaben
44.647
9,1
48.004
9,2
8.430
8.820
+4,6
Aktivbezüge
33.068
6,7
36.573
7,0
6.096
6.366
+4,4
Versorgung
11.579
2,3
11.431
2,2
2.334
2.454
+5,1
Laufender Sachaufwand
48.257
9,8
71.526
13,6
4.631
5.863
+26,6
Sächliche Verwaltungsausgaben
24.193
4,9
28.836
5,5
3.013
3.779
+25,4
Militärische Beschaffungen
20.109
4,1
38.198
7,3
1.406
1.877
+33,5
Sonstiger laufender Sachaufwand
3.955
0,8
4.491
0,9
211
208
-1,4
Zinsausgaben
29.873
6,1
30.187
5,8
7.893
7.878
-0,2
Laufende Zuweisungen und Zuschüsse
313.365
63,5
323.441
61,7
58.790
60.397
+2,7
an Verwaltungen
45.358
9,2
45.241
8,6
7.606
7.542
-0,8
an andere Bereiche
268.007
54,3
278.201
53,0
51.184
52.855
+3,3
darunter:
Unternehmen
51.597
10,5
53.320
10,2
7.007
5.661
-19,2
Renten, Unterstützungen u. a.
42.001
8,5
43.215
8,2
7.566
7.433
-1,8
Sozialversicherungen
151.540
30,7
155.414
29,6
33.178
34.856
+5,1
Sonstige Vermögensübertragungen
1.713
0,3
1.808
0,3
601
704
+17,1
Investive Ausgaben
55.424
11,2
58.354
11,1
4.632
9.458
+104,2
Sachinvestitionen
7.633
1,5
9.815
1,9
553
476
-13,9
Baumaßnahmen
4.503
0,9
5.960
1,1
323
220
-31,9
Erwerb von beweglichen Sachen
3.000
0,6
3.641
0,7
216
248
+14,8
Grunderwerb
130
0,0
214
0,0
14
7
-50,0
Finanzierungshilfen
47.791
9,7
48.539
9,3
4.079
8.982
+120,2
Erwerb von Beteiligungen, Kapitaleinlagen
8.758
1,8
788
0,2
241
144
-40,2
Darlehensgewährungen, Gewährleistungen
10.768
2,2
13.128
2,5
520
6.497
X
Zuweisungen und Zuschüsse
28.264
5,7
34.623
6,6
3.318
2.341
-29,4
Globalansätze
0
0,0
-8.781
-1,7
-
-
X
Ausgaben insgesamt¹
493.278
100,0
524.540
100,0
84.977
93.120
+9,6
1 Mit Ausnahme der Ausgaben zur Schuldentilgung am Kreditmarkt, der Zuführungen an Rücklagen, der Ausgaben zur Deckung eines kassenmäßigen Fehlbetrags. Ohne Ausgaben aus haushaltstechnischen Verrechnungen.
1 Abweichungen zur Tabelle „Entwicklung der Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) im laufenden Jahr“ sind methodisch bedingt.
2 Mit Ausnahme der Einnahmen aus Krediten vom Kreditmarkt, der Entnahme aus Rücklagen und der Einnahmen aus kassenmäßigen Überschüssen sowie der Münzeinnahmen. Ohne Einnahmen aus haushaltstechnischen Verrechnungen.