BMF-Monatsbericht März 2026

Inhalt

Entwicklung des Bundeshaushalts im Februar 2026

20.03.2026

Einnahmen

Die Einnahmen des Bundeshaushalts (ohne Münzeinnahmen, Rücklagenentnahme und Einnahmen aus Krediten) beliefen sich in den Monaten Januar bis Februar 2026 auf 59,4 Mrd. Euro. Damit lagen die Einnahmen um 6,5 Prozent (-4,1 Mrd. Euro) niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was auf geringere Steuereinnahmen zurückzuführen war. Diese sanken um 7,6 Prozent (-4,5 Mrd. Euro) gegenüber dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Für weitere Informationen zu den Steuereinnahmen s. a.Steuereinnahmen im Februar 2026“ in dieser Ausgabe des Monatsberichts.

Die Sonstigen Einnahmen lagen im Berichtszeitraum mit 5,4 Mrd. Euro um 6,8 Prozent (+0,3 Mrd. Euro) über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Während die Einnahmen aus der Abwicklung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds Energie (+0,3 Mrd. Euro) und der Vergabe von Frequenzen (+0,2 Mrd. Euro) höher als im Vorjahreszeitraum waren, gingen die Erstattungen der Bundesagentur für Arbeit nach § 459 SGB III um 0,3 Mrd. Euro zurück.

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Ausgaben

Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen von Januar bis Februar 2026 insgesamt 93,1 Mrd. Euro und stiegen damit gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+9,6 Prozent beziehungsweise +8,1 Mrd. Euro). Dabei wuchsen die investiven Ausgaben gegenüber dem Vorjahresniveau deutlich an (+104,2 Prozent beziehungsweise +4,8 Mrd. Euro). Der Anstieg der konsumtiven Ausgaben fiel mit +4,1 Prozent beziehungsweise +3,3 Mrd. Euro wesentlich moderater aus.

Bei den konsumtiven Ausgaben stiegen sowohl die laufenden Zuweisungen und Zuschüsse (+2,7 Prozent beziehungsweise +1,6 Mrd. Euro) als auch der laufende Sachaufwand (+26,6 Prozent beziehungsweise +1,2 Mrd. Euro) gegenüber dem Vorjahr an. Der Anstieg der laufenden Zuweisungen und Zuschüsse war vor allem auf höhere Ausgaben für die Ertüchtigung von Partnerstaaten und von völkerrechtswidrig angegriffenen Staaten im Bereich Sicherheit, Verteidigung und Stabilisierung (+1,8 Mrd. Euro) sowie für Zuschüsse des Bundes an die allgemeine Rentenversicherung (+1,5 Mrd. Euro) zurückzuführen. Dagegen lagen insbesondere die Zuschüsse zur Entlastung beim Strompreis um 1,4 Mrd. Euro unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Zum Anstieg der investiven Ausgaben trugen maßgeblich höhere Darlehensvergaben bei, die haushaltsrechtlich als investive Ausgaben zu verbuchen sind. Neben den um 3,4 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren unterjährigen Liquiditätshilfen an die Bundesagentur für Arbeit trugen auch überjährige Darlehensvergaben an den Gesundheitsfonds (+2,3 Mrd. Euro) und an den Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung (+0,8 Mrd. Euro) zum Anstieg bei. Die Sachinvestitionen lagen um 0,1 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahres.

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Finanzierungssaldo

Ende Februar 2026 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 33,7 Mrd. Euro auf.

Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen. Dies gilt in besonderem Maße zu Beginn eines Jahres.

Entwicklung des Bundeshaushalts

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Tabelle 1

Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach Aufgabenbereichen

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Tabelle 2

Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach ökonomischen Arten

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Tabelle 3

Entwicklung der Einnahmen des Bundeshaushalts

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Tabelle 4