BMF-Monatsbericht April 2026

Inhalt

Überblick zur aktuellen Lage

21.04.2026

Steuereinnahmen

Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) sind im März 2026 um rund 3 ½ Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen.

Der Vorjahresvergleich ist jedoch durch Sondereffekte bei zwei Steuerarten überzeichnet. Ohne diese hätte sich wohl ein leichter Rückgang ergeben.

Einnahmerückgänge wiesen die Körperschaftsteuer und die veranlagte Einkommensteuer auf. Diese sind im Wesentlichen auf das Ergebnis der Veranlagungstätigkeit der Finanzverwaltung für vergangene Jahre zurückzuführen.

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Bundeshaushalt

Die Einnahmen des Bundeshaushalts (ohne Münzeinnahmen, Rücklagenentnahme und Einnahmen aus Krediten) beliefen sich in den Monaten Januar bis März 2026 auf 98,0 Mrd. Euro. Damit lagen die Einnahmen um 7,4 Prozent (-7,9 Mrd. Euro) niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was vor allem auf geringere Steuereinnahmen zurückzuführen war. Diese waren um 5,9 Prozent (-5,6 Mrd. Euro) geringer als im Vorjahreszeitraum, was vor allem auf höhere Abführungen an die Europäische Union (EU) (BNE-Eigenmittel der EU) zurückzuführen war. Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen von Januar bis März 2026 insgesamt 129,8 Mrd. Euro und stiegen damit gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+5,8 Prozent beziehungsweise +7,1 Mrd. Euro).

Ende März 2026 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 31,9 Mrd. Euro auf. Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen. Dies gilt in besonderem Maße zu Beginn eines Jahres.

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Europa

Bei den Tagungen von Eurogruppe und ECOFIN-Rat am 9. und 10. März 2026 standen die Auswirkungen der Eskalation im Mittleren Osten auf die Wirtschaft und besonders die Energiepreise, die finanzielle Unterstützung der Ukraine sowie das Marktintegrations- und Aufsichtspaket für die Finanzmärkte im Mittelpunkt.

Die Eurogruppe tagte am 27. März 2026 im inklusiven und regulären Format als Videokonferenz. Das ursprünglich für den 27. und 28. März 2026 in Nikosia auf Zypern geplante informelle Treffen des ECOFIN-Rats wurde aus Sicherheitsgründen aufgrund des Kriegs im Mittleren Osten auf die 2. Maihälfte verschoben.

Auf der Tagesordnung standen die Initiative der sechs Mitgliedstaaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande und Polen), diesmal zur Spar- und Investitionsunion, eine Bestandsaufnahme der Auswirkungen der Krise im Mittleren Osten auf die EU-Wirtschaft einschließlich Energiemärkte und politischer Maßnahmen sowie die Vorbereitung der anstehenden internationalen Treffen.