Steuereinnahmen
Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) gingen im April 2026 um fast 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück.
Die Vorjahresbasis ist aber durch einen einmaligen Effekt bei den Ländersteuern überzeichnet. Ohne den Einmaleffekt wäre das Aufkommen insgesamt rechnerisch leicht angestiegen.
Unter den gemeinschaftlichen Steuern verzeichneten die Lohnsteuer und die nicht veranlagten Steuern vom Ertrag Aufkommenszuwächse.
Bundeshaushalt
Die Einnahmen des Bundeshaushalts (ohne Münzeinnahmen, Rücklagenentnahme und Einnahmen aus Krediten) beliefen sich in den Monaten Januar bis April 2026 auf 127,3 Mrd. Euro. Damit lagen die Einnahmen um 6,4 Prozent (-8,7 Mrd. Euro) niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was vorrangig auf geringere Steuereinnahmen zurückzuführen war. Diese waren um 5,3 Prozent (-6,5 Mrd. Euro) geringer als im Vorjahreszeitraum, was vor allem auf höhere Abführungen an die Europäische Union (BNE-Eigenmittel der EU) zurückzuführen war. Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen von Januar bis April 2026 insgesamt 168,4 Mrd. Euro und stiegen damit gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+5,5 Prozent beziehungsweise +8,8 Mrd. Euro).
Ende April 2026 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 41,0 Mrd. Euro auf. Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen. Dies gilt in besonderem Maße zu Beginn eines Jahres.
Europa
Bei den Tagungen von Eurogruppe und ECOFIN-Rat am 4. und 5. Mai 2026 standen die Bekämpfung des grenzübergreifenden Mehrwertsteuerbetrugs, verschiedene Finanzmarktthemen und die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Krise im Mittleren Osten auf die Europäische Union im Vordergrund.