BMF-Monatsbericht Mai 2026

Inhalt

Entwicklung des Bundeshaushalts bis einschließlich April 2026

21.05.2026

Einnahmen

Die Einnahmen des Bundeshaushalts (ohne Münzeinnahmen, Rücklagenentnahme und Einnahmen aus Krediten) beliefen sich in den Monaten Januar bis April 2026 auf 127,3 Mrd. Euro. Damit lagen die Einnahmen um 6,4 Prozent (-8,7 Mrd. Euro) niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was vorrangig auf geringere Steuereinnahmen zurückzuführen war. Diese waren um 5,3 Prozent (-6,5 Mrd. Euro) geringer als im Vorjahreszeitraum, was vor allem auf höhere Abführungen an die Europäische Union (BNE-Eigenmittel der EU) zurückzuführen war. Für weitere Informationen zu den Steuereinnahmen s. a.Steuereinnahmen im April 2026“ in dieser Ausgabe des Monatsberichts.

Die Sonstigen Einnahmen lagen im Berichtszeitraum mit 11,3 Mrd. Euro um 16,3 Prozent (-2,2 Mrd. Euro) unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis, was hauptsächlich auf deutlich geringere Einnahmen aus der Abwicklung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds Energie (-2,2 Mrd. Euro) zurückzuführen war.

Zum Seitenanfang

Ausgaben

Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen von Januar bis April 2026 insgesamt 168,4 Mrd. Euro und stiegen damit gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+5,5 Prozent beziehungsweise +8,8 Mrd. Euro). Dabei wuchsen sowohl die investiven Ausgaben (+13,2 Prozent beziehungsweise +1,9 Mrd. Euro) als auch die konsumtiven Ausgaben (+4,8 Prozent beziehungsweise +7,0 Mrd. Euro) gegenüber dem Vorjahresniveau an.

Bei den konsumtiven Ausgaben stiegen sowohl die laufenden Zuweisungen und Zuschüsse (+3,6 Prozent beziehungsweise +3,9 Mrd. Euro) als auch der laufende Sachaufwand (+20,8 Prozent beziehungsweise +2,3 Mrd. Euro) gegenüber dem Vorjahr an. Der Anstieg der laufenden Zuweisungen und Zuschüsse war vor allem auf höhere Ausgaben für die Ertüchtigung von Partnerstaaten und von völkerrechtswidrig angegriffenen Staaten im Bereich Sicherheit, Verteidigung und Stabilisierung (+2,1 Mrd. Euro) sowie auf höhere Zuschüsse des Bundes an die allgemeine Rentenversicherung (+2,7 Mrd. Euro) zurückzuführen. Dagegen lagen die Zuschüsse zur Entlastung beim Strompreis um 0,8 Mrd. Euro unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Zum Anstieg der investiven Ausgaben trugen maßgeblich höhere Darlehensvergaben bei, die haushaltsrechtlich als investive Ausgaben zu verbuchen waren. Neben den um 4,6 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren unterjährigen Liquiditätshilfen an die Bundesagentur für Arbeit trugen auch überjährige Darlehen an den Gesundheitsfonds (+2,3 Mrd. Euro) und den Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung (+1,6 Mrd. Euro) zum Anstieg bei. Dämpfend wirkte, dass in diesem Jahr keine Eigenkapitalzuführungen an die Deutsche Bahn AG vorgesehen waren. Im Vorjahr wurden bis Ende April für diesen Zweck rund 4,2 Mrd. Euro verausgabt. Die Sachinvestitionen lagen um 0,2 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahres.

Zum Seitenanfang

Finanzierungssaldo

Ende April 2026 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 41,0 Mrd. Euro auf.

Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen.

Entwicklung des Bundeshaushalts

Tabelle vergrößern
Tabelle 1

Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach Aufgabenbereichen

Tabelle vergrößern
Tabelle 2

Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach ökonomischen Arten

Tabelle vergrößern
Tabelle 3

Entwicklung der Einnahmen des Bundeshaushalts

Tabelle vergrößern
Tabelle 4