Steuereinnahmen
Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) fielen im Juni 2026 leicht um rund ½ Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Rückläufig waren dabei die Einnahmen aus den Gemeinschaftsteuern und den Bundessteuern, während sich das Aufkommen aus den Ländersteuern erhöhte.
Das Monatsergebnis dürfte, nach dem spürbaren Anstieg im Vormonat, auch übliche unterjährige Volatilität widerspiegeln.
Bundeshaushalt
Die Einnahmen des Bundeshaushalts (ohne Münzeinnahmen, Rücklagenentnahme und Einnahmen aus Krediten) beliefen sich in den Monaten Januar bis Juni 2026 auf 207,0 Mrd. Euro. Damit lagen die Einnahmen um 2,0 Prozent (-4,2 Mrd. Euro) niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was auf geringere Steuereinnahmen zurückzuführen war. Diese waren um 3,3 Prozent (-6,4 Mrd. Euro) geringer als im Vorjahreszeitraum, vor allem infolge höherer Abführungen an die Europäische Union (EU) (BNE-Eigenmittel der EU). Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen von Januar bis Juni 2026 insgesamt 242,5 Mrd. Euro und stiegen damit gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+3,6 Prozent beziehungsweise +8,4 Mrd. Euro).
Ende Juni 2026 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 35,6 Mrd. Euro auf. Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen. Dies gilt in besonderem Maße zu Beginn eines Jahres.
Europa
Die Eurogruppe tagte am 11. Juni 2026 in Luxemburg. Zentrale Themen waren die makroökonomischen und fiskalischen Entwicklungen im Euroraum, der Artikel-IV-Bericht des Internationalen Währungsfonds zum Euroraum, die Wirtschafts- und Energiesicherheit in der EU und die europäische Technologie-Souveränität.
Die Tagung des ECOFIN-Rats fand anschließend am 12. Juni 2026 statt. Zentrale Themen waren die Verordnung über die Ausweitung des Anwendungsbereichs des grenzüberschreitenden CO2-Ausgleichsverfahrens auf nachgelagerte Waren und Maßnahmen zur Bekämpfung der Umgehung, das Marktintegrations- und Aufsichtspaket, die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, die Aufbau- und Resilienzfazilität, das Europäische Semester und die Umsetzung des Rahmens für die wirtschaftspolitische Steuerung.