BMF-Monatsbericht August 2026

Inhalt

Entwicklung des Bundeshaushalts bis einschließlich Juli 2026

20.08.2026

Einnahmen

Die Einnahmen des Bundeshaushalts (ohne Münzeinnahmen, Rücklagenentnahme und Einnahmen aus Krediten) beliefen sich in den Monaten Januar bis Juli 2026 auf 237,3 Mrd. Euro. Damit lagen die Einnahmen um 2,5 Prozent (-6,2 Mrd. Euro) niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was auf geringere Steuereinnahmen zurückzuführen war. Diese waren um 3,4 Prozent (-7,4 Mrd. Euro) geringer als im Vorjahreszeitraum, vor allem infolge höherer Abführungen an die Europäische Union (EU) (BNE-Eigenmittel der EU). Für weitere Informationen zu den Steuereinnahmen s. a.Steuereinnahmen im Juli 2026“ in dieser Ausgabe des Monatsberichts.

Die Sonstigen Einnahmen lagen im Berichtszeitraum mit 24,1 Mrd. Euro um 5,3 Prozent (+1,2 Mrd. Euro) über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Hier wirkten sich die Einnahmen aus Zuschüssen aus der Aufbau- und Resilienzfazilität der Europäischen Kommission positiv aus. Im Bundeshaushalt wurden im Mai 2026 im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans 4,6 Mrd. Euro vereinnahmt. Den Anstieg dämpften dagegen die Einnahmen aus der Abwicklung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds Energie, die 2,2 Mrd. Euro unter dem Niveau der Vorjahresperiode lagen.

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Ausgaben

Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen von Januar bis Juli 2026 insgesamt 289,3 Mrd. Euro und stiegen damit gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+4,4 Prozent beziehungsweise +12,2 Mrd. Euro). Dabei wuchsen sowohl die investiven Ausgaben (+9,9 Prozent beziehungsweise +2,5 Mrd. Euro) als auch die konsumtiven Ausgaben (+3,9 Prozent beziehungsweise +9,7 Mrd. Euro) gegenüber dem Vorjahresniveau an.

Für den Anstieg der konsumtiven Ausgaben gegenüber dem Vorjahr sind sowohl die laufenden Zuweisungen und Zuschüsse (+2,7 Prozent beziehungsweise +5,0 Mrd. Euro) als auch der laufende Sachaufwand (+22,6 Prozent beziehungsweise +4,6 Mrd. Euro) maßgeblich. Der Anstieg der laufenden Zuweisungen und Zuschüsse ist vor allem auf höhere Zuschüsse des Bundes an die allgemeine Rentenversicherung (+4,5 Mrd. Euro) sowie auf höhere Ausgaben für die Ertüchtigung von Partnerstaaten und von völkerrechtswidrig angegriffenen Staaten im Bereich Sicherheit, Verteidigung und Stabilisierung (+2,5 Mrd. Euro) zurückzuführen. Dagegen lagen die Zuschüsse zur Entlastung beim Strompreis 1,8 Mrd. Euro unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Innerhalb des laufenden Sachaufwands wuchsen vor allem die Ausgaben für militärische Beschaffungen (+45,3 Prozent beziehungsweise +3,0 Mrd. Euro) deutlich an.

Zum Anstieg der investiven Ausgaben trugen maßgeblich höhere Darlehensvergaben bei, die haushaltsrechtlich als investive Ausgaben zu verbuchen sind. Neben den um 5,5 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren unterjährigen Liquiditätshilfen an die Bundesagentur für Arbeit trugen auch überjährige Darlehen an den Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung (+2,4 Mrd. Euro) und den Gesundheitsfonds (+2,3 Mrd. Euro) zum Anstieg bei. Dämpfend hat gewirkt, dass in diesem Jahr keine Eigenkapitalzuführungen an die Deutsche Bahn AG vorgesehen sind. Im Vorjahr wurden bis Ende Juli für diesen Zweck rund 4,2 Mrd. Euro verausgabt. Die Sachinvestitionen lagen um 0,1 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahres.

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Finanzierungssaldo

Ende Juli 2026 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 52,0 Mrd. Euro auf.

Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen.

Entwicklung des Bundeshaushalts

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Tabelle 1

Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach Aufgabenbereichen

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Tabelle 2

Entwicklung der Ausgaben des Bundeshaushalts nach ökonomischen Arten

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Tabelle 3

Entwicklung der Einnahmen des Bundeshaushalts

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Tabelle 4