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Der Weg zur Deutschen Einheit

Seit 32 Jahren sind Ost- und Westdeutschland wieder vereint. Wir blicken zurück auf die wichtigsten Meilensteine der Wiedervereinigung wie den Mauerfall und die Währungsunion.

Drei Jahrzehnte, drei Generationen

Bestimmt wird die eigene Perspektive auf die Wiedervereinigung nicht nur davon, in welchem Teil Deutschlands man sie erlebt hat. Verschiedene Generationen blicken auf die vereinte Republik genauso unterschiedlich wie Ost und West. In unserem Video bringen wir sie an einen Tisch, um über ganz persönliche Wahrnehmungen und Erfahrungen zu berichten.

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Themenbezogene Inhalte

Mau­er­fall – BMF-Mit­ar­bei­terin­nen und -Mitarbeiter er­in­nern sich

Nico Radtke-Matern erinnert sich

„Wir haben uns dann noch eingraviert ins Brandenburger Tor, dass wir die ersten waren und sind dann Richtung Mauer, wo sie uns an Lederriemen hochgezogen haben.“

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Olaf Hapke erinnert sich

„Da war nicht mal der Ansatz von Gewalt. Es waren alle zufrieden, freundlich, froh, dass auch welche von der Polizei dazwischenstehen.“

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Claudia Schröder erinnert sich

„Und dann haben wir dort die Leute begrüßt, die von „drüben“ kamen. Das war schon ein ganz ganz spezielles Erlebnis.“

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Dennis Kolberg erinnert sich

„Die Leute, die einen auf der Straße umarmt haben, eingeladen haben nach Hause zum Kaffee, das war eine ganz ganz tolle Erfahrung.“

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Jörg Schneider erinnert sich

„Ich hab den ganzen Abend eigentlich immer wieder an diesem Fernsehgerät gesessen und auf exakt diese Stelle gewartet, ob er das tatsächlich gesagt hat.“

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Denise Rennmann erinnert sich

„Diese 24 Stunden haben de facto alles verändert.“

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Währungsunion 

Es war einer der bedeutendsten Momente der deutsch-deutschen Geschichte und die „Vorstufe zur Einheit“: Am 1. Juli 1990 trat die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion in Kraft. Anlässlich des Jubiläums zeichnen wir hier die Geschichte nach – und haben mit Zeitzeugen darüber gesprochen, was wir von damals für die heutige Wirtschaftskrise lernen können.


Vom Mauerfall bis zum Inkrafttreten der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen Bundesrepublik Deutschland (BRD) und Deutscher Demokratischer Republik (DDR) – sehen Sie hier die Geschichte in Grafiken.

Die deutsche Wirtschafts- und Währungsunion

Wirtschafts- und Währungsunion. Auf dem Weg in die Einheit Wirtschafts- und Währungsunion. Auf dem Weg in die Einheit
9. November 1989: Mauerfall. Die DDR-Grenze ist geöffnet. 9. November 1989: Mauerfall. Die DDR-Grenze ist geöffnet.
28. November 1989: Zehn-Punkte-Plan. Die Bundesregierung stellt einen Fahrplan für die Annäherung beider Staaten vor. Sie geht davon aus, dass es bis zu einer gemeinsamen bundesstaatlichen Ordnung mehrere Jahre dauern wird. 28. November 1989: Zehn-Punkte-Plan. Die Bundesregierung stellt einen Fahrplan für …
Januar 1990: Ausreisewelle. Bis zu 2.000 Menschen siedeln täglich von der DDR in die alte Bundesrepublik über. Die Demonstrationen gehen weiter. Zentrale Forderung ist die schnelle Einführung der D-Mark im deutschen Osten. Januar 1990: Ausreisewelle. Bis zu 2.000 Menschen siedeln täglich von der DDR in die …
Januar/Februar 1990: Planwirtschaft – und weiter? In der DDR wird über Wege in die wirtschaftliche Zukunft debattiert. Gibt es einen „Dritten Weg“ zwischen Markt- und Planwirtschaft? Januar/Februar 1990: Planwirtschaft – und weiter? In der DDR wird über Wege in die …
1. bis 7. Februar 1990: Bundeskanzler Helmut Kohl und DDR-Ministerpräsident Hans Modrow unterhalten sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ausführlich über die desolate Lage der DDR-Wirtschaft. Erstmals ist von einer Währungsunion die R 1. bis 7. Februar 1990: Gipfeltreffen. Bundeskanzler Helmut Kohl und …
7. Februar 1990: Erster Schritt. Die Bundesregierung schlägt der DDR-Regierung offiziell eine schnelle Integration der DDR ins Wirtschafts- und Währungssystem der BRD vor. 7. Februar 1990: Erster Schritt. Die Bundesregierung schlägt der DDR-Regierung …
 Die so genannte „Ur-Treuhand“ entsteht als DDR-Behörde. Sie soll die Umwandlung der DDR-Betriebe voranbringen und ist in die Verhandlungen der geplanten Wirtschafts- und Währungsunion eingebunden. In der öffentlichen W 1. März 1990: Gründung der Treuhand. Die so genannte „Ur-Treuhand“ entsteht als …
18. März 1990: DDR-Volkskammerwahl. Die SED muss die Führung der DDR abgeben. Es gewinnt die von der CDU geführte „Allianz für Deutschland“. Die neue Koalitionsregierung legt sich auf den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetztes fest. 18. März 1990: DDR-Volkskammerwahl. Die SED muss die Führung der DDR abgeben. Es …
Die Finanzverwaltungen der BRD und der DDR arbeiten an einem Staatsvertrag zur Wirtschafts- und Währungsunion. Umstritten: der Wechselkurs. Die DDR-Bevölkerung fordert den 1:1-Umtausch. Kritische Stimmen fürchten den Zusammenb Frühjahr 1990: Detailarbeit. Die Finanzverwaltungen der BRD und der DDR arbeiten an …
24. April 1990: Entschieden! Bundeskanzler Helmut Kohl und DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière legen sich fest: Die Wirtschafts- und Währungsunion kommt am 1. Juli 1990. 24. April 1990: Entschieden! Bundeskanzler Helmut Kohl und DDR-Ministerpräsident …
18. Mai 1990: Die Unterschrift. Die Finanzminister beider deutscher Staaten unterzeichnen den Vertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. 18. Mai 1990: Die Unterschrift. Die Finanzminister beider deutscher Staaten …
Die DDR-Volkskammer verabschiedet das Treuhand-Gesetz, um den Weg für die soziale Marktwirtschaft freizumachen. Die Treuhand erhält den Auftrag, „die unternehmerische Tätigkeit des Staates durch Privatisierung so rasch w 17. Juni 1990: Umbau der Treuhand. Die DDR-Volkskammer verabschiedet das …
21. Juni 1990: Ja im Parlament. Bundestag und DDR-Volkskammer stimmen dem Staatsvertrag zur Wirtschafts- und Währungsunion zu. 21. Juni 1990: Ja im Parlament. Bundestag und DDR-Volkskammer stimmen dem …
1. Juli 1990: Geschafft! Die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion tritt in Kraft. 1. Juli 1990: Geschafft! Die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion tritt in Kraft.


Carl „Charly“ Woebcken, Geschäftsführer der Filmstudios Babelsberg
Carl „Charly“ Woebcken, Geschäftsführer der Filmstudios Babelsberg, ist sich sicher: Mit mehr Zeit hätten deutlich mehr ostdeutsche Firmen den Sprung in die Marktwirtschaft schaffen können. Um welche Branchen es ihm besonders leidtut, warum die Privatisierungen trotzdem richtig waren – und wieso auch westdeutsche Firmen zurückstecken mussten. Hier im Video.

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Kerstin Wagenknecht, Regierungsdirektorin im Bundesfinanzministerium
Kerstin Wagenknecht, heute Regierungsdirektorin im Bundesfinanzministerium, arbeitete in der Rechts- und Fachaufsicht der Treuhandanstalt. Sie sagt: Die Treuhandanstalt hat den wirtschaftlichen Aufbau der neuen Bundesländer ermöglicht. Wo sie ihre erste D-Mark bekommen hat, warum die Währungsunion so einschneidend war – und wieso in der Corona-Krise alles ganz anders ist als damals. Hier im Video.

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Dagmar Köhler-Repp, Geschäftsführerin von Ripac-Labor
Dagmar Köhler-Repp, Geschäftsführerin von Ripac-Labor, hat das veterinärmedizinische Labor 2001 gegründet – im Keller ihres Potsdamer Elternhauses. Sie berichtet von schweren Zeiten, stellt aber fest: Es war richtig, in Ostdeutschland zu bleiben. Wie ihr erster Besuch in Westdeutschland war, vor welchen Hürden junge Unternehmen standen – und wie Pioniergeist auch in der Corona-Krise helfen kann. Hier im Video.

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Prof.
Dr. Dierk Hoffmann, Institut für Zeitgeschichte (IfZ)
Prof. Dr. Dierk Hoffmann forscht am Institut für Zeitgeschichte (IfZ) zum Wirken der Treuhandanstalt. Er sagt: Die Bilanz ist niederschmetternd, doch die Arbeit der Treuhand fand unter schwierigen Rahmenbedingungen statt. Wie er den Sommer 1990 erlebte, warum die auftretenden Probleme schon in den 1970er Jahren begannen – und wieso Legenden über die Treuhand heute noch weiterleben.

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Dr.
Tillmann Blaschke, Geschäftsführer der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen GmbH
Dr. Tillmann Blaschke, Geschäftsführer der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen GmbH, sagt: Es war damals die richtige Entscheidung, ein solches Kulturgut wie die Porzellanmanufaktur in staatlicher Hand zu behalten. Wie er im Sommer 1990 nach Leipzig kam, in welchen Situationen der Staat auch heute noch Unternehmer sein sollte – und wie die Meissener Manufaktur aus der Corona-Krise lernt.

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