Aufgabenschwerpunkt der BImA ist das Einheitliche Liegenschaftsmanagement (ELM) für die bisher in unterschiedlichen Ressorts betreuten Immobilien des Bundes. So verwaltet die BImA nahezu alle Liegenschaften, die von Dienststellen der Bundesverwaltung und 100%igen Zuwendungsempfängern des Bundes genutzt werden. Gleichzeitig verkauft sie die Liegenschaften, die für Zwecke des Bundes nicht mehr benötigt werden. Ist ein Neubau von Dienstliegenschaften erforderlich, tritt die BImA auch als Bauherrin auf und entwickelt passend zu den jeweiligen Bedürfnissen maßgeschneiderte Lösungen. Mit der energetischen Sanierung von Dienstliegenschaften leistet die BImA seit Juni 2011 auch einen Beitrag zum Schutz der Umwelt.

Jährlich werden rund 1.200 Kaufverträge über Objekte, die der Bund nicht mehr zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt, geschlossen.
Auch in den kommenden Jahren steht die BImA vor besonderen Herausforderungen. Durch die Strukturreform der Bundeswehr und den Abzug vieler Gaststreitkräfte müssen Flächen von der militärischen in eine zivile Anschlussnutzung überführt werden (sog. Konversion). Gemeinsam mit Kommunen werden Verwertungsmodelle, Potenzial- und Marktanalysen, städtebauliche Verträge sowie Erschließungs- und Nutzungskonzepte entwickelt. Ziel ist es stets, einen Interessenausgleich zwischen den strukturpolitischen und städtebaulichen Interessen der betroffenen Kommunen und dem gesetzlichen Auftrag der BImA zur wirtschaftlichen Verwertung zu erreichen.

Zum Aufgabenkanon der BImA gehört auch die operative Durchführung der Wohnungsfürsorge des Bundes. Gegenstand der Wohnungsfürsorge ist es, den Bundesbediensteten am Dienstort oder in dessen Einzugsbereich angemessenen, bezahlbaren und bei Bedarf barrierearmen bzw. barrierefreien Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Der Deckung des Wohnungsfürsorgebedarfs dienen insbesondere die Bestandswohnungen der BImA sowie die von ihr neu errichteten Wohnungen. Darüber hinaus erwirbt die BImA bedarfsorientiert Belegungsrechte an Wohnungen im Eigentum Dritter, zu denen auch Wohnungsbaugenossenschaften gehören können.

Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld deckt die Sparte Bundesforst ab. Derzeit werden von den Bundesforstbetrieben ca. 366.000 ha Wald und 207.000 ha Freiflächen forstlich und naturschutzfachlich betreut und bewirtschaftet. Als Dienstleister und Flächenmanager übernimmt die Sparte Bundesforst innerhalb der BImA das „grüne Facility Management“. Die Dienstleistungen im Flächenmanagement werden dabei auch von Dritten in Anspruch genommen.
Zudem unterhält der Bundesforst die Geländeliegenschaften für die nutzenden Bundesverwaltungen und die Streitkräfte bedarfsgerecht. Als größter Dienstleister für Naturschutzflächen in Deutschland stellt er das ökologische Management auf den Flächen des Nationalen Naturerbes für zahlreiche Träger sicher und unterstützt insbesondere Träger öffentlicher Bauvorhaben durch naturschutzfachliche Kompensationsmaßnahmen auf Bundesliegenschaften.

Weitere Aufgaben der BImA sind:

  • der Verkauf von Wohn- und Gewerbeimmobilien, Spezialimmobilien wie Bunker oder Flug- und Seehäfen sowie Wald und Offenland über öffentliche Ausschreibungen,
  • das Energie- und Umweltmanagement für die verwalteten Liegenschaften, beispielsweise durch einen zentralen Energieeinkauf und ein zentrales Altlastenmanagement.

Die BImA ist eine bundesunmittelbare, rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn. Mit ihrer Errichtung im Jahr 2005 wurde die über 50 Jahre bestehende Bundesvermögensverwaltung aufgelöst und ihre Aufgaben sowie ihr Personal übernommen. Ein gesamtverantwortlicher Vorstand leitet die BImA, die der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen unterliegt. Ein Verwaltungsrat mit bis zu zehn sachverständigen Mitgliedern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung berät den Vorstand.

Organisatorisch gliedert sich die BImA aktuell in acht Sparten: Die fünf operativ tätigen Sparten Facility Management, Verkauf, Bundesforst, Verwaltungsaufgaben und Portfoliomanagement werden durch die drei Querschnittssparten Informationstechnik, Finanzen sowie Organisation und Personal unterstützt.

Die für die Abgeltung der von den Gaststreitkräften in Deutschland verursachten Schäden zuständige Stelle ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Ansprechpartner für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sind die bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gebildeten drei Schadensregulierungsstellen des Bundes (SRB). Sie regulieren die Schadensersatzansprüche auf der Grundlage deutschen Rechts bundesweit und fordern anschließend bei den Streitkräften die völkerrechtlich geschuldeten Erstattungen an.

Die SRB haben im Rahmen einer Verwaltungsstrukturreform die früheren Ämter für Verteidigungslasten (29 Landesdienststellen) abgelöst.

Die Strukturreform wurde notwendig, weil durch drastische Truppenreduzierungen seit 1990 und ein verändertes Übungsverhalten der Gaststreitkräfte die Anzahl der verursachten Schäden und damit der Arbeitsanfall stark zurückgegangen waren. Im Ergebnis der Reform konnte der Verwaltungsaufwand für die Erledigung der Schadensregulierung erheblich gesenkt werden.

Der örtliche Zuständigkeitsbereich der SRB ist wie folgt geregelt:

Der örtliche Zuständigkeitsbereich der SRB

Dienststelle/Anschrift:

Zuständigkeitsbereich

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Schadensregulierungsstelle
Regionalbüro Ost Erfurt
Drosselbergstraße 2
99097 Erfurt
Telefon: (0361) 3482-131
Telefax: (0361) 3482-366

Bayern (nur Regierungsbezirk Unterfranken), Berlin, Brandenburg, Hessen, Sachsen, Thüringen

- sämtliche Schäden -

Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen (nur Regierungsbezirk Detmold), Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein

- nur Personendauerschäden -

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Schadensregulierungsstelle
Regionalbüro West Koblenz
Schloss (Hauptgebäude)
56068 Koblenz
Telefon: (0261) 3908-0
Telefax: (0261) 3908-181

Nordrhein-Westfalen (ohne Regierungsbezirk Detmold), Rheinland-Pfalz, Saarland

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Schadensregulierungsstelle
Regionalbüro Süd Nürnberg
Rudolphstraße 28-30
90489 Nürnberg
Telefon: (0911) 99261-0
Telefax: (0911) 99261-185

Baden-Württemberg, Bayern (ohne Regierungsbezirk Unterfranken)

- sämtliche Schäden -
Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen,
Nordrhein-Westfahlen (nur Regierungsbezirk Detmold),
Sachsen Anhalt, Schleswig-Holstein
- ohne Personendauerschäden -

Der Bereich "Liegenschaftsservice für die Gaststreitkräfte" umfasst Aufgaben, die mit dem dauernden oder vorübergehenden Aufenthalt von Streitkräften unserer NATO-Bündnispartner und befreundeter Staaten in Deutschland zusammenhängen.

Im Vordergrund stehen

  • Liegenschaftsaufgaben

  • arbeits-, tarif- und sozialversicherungsrechtliche Angelegenheiten der rund 14.000 örtlichen Zivilbeschäftigten bei den ausländischen Streitkräften

  • die Abgeltung von Schäden, die von den ausländischen Streitkräften verursacht worden sind

  • zoll- und steuerrechtliche Angelegenheiten

  • die Wahrnehmung von Rechts- und Finanzinteressen.

Die Liegenschaftsaufgaben werden seit dem 01. Januar 2005 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben - Sparte Verwaltungsaufgaben - wahrgenommen.

Die arbeits-, tarif- und sozialrechtlichen Angelegenheiten werden vom BMF im Einvernehmen mit den obersten Behörden der Gaststreitkräfte u.a. durch Abschluss von Tarifverträgen geregelt. Die Löhne und Gehälter werden ausschließlich aus Haushaltsmitteln der Entsendestaaten aufgebracht und über Behörden des Landes Rheinland-Pfalz und den Kreis Soest gezahlt.

Für die Abwicklung der von den Gaststreitkräften verursachten Schäden sind die drei Schadensregulierungsstellen des Bundes in Erfurt, Koblenz und Nürnberg zuständig.

2018 waren nach Angabe des Bundesministeriums der Verteidigung in den alten Bundesländern rd. 37.000 amerikanische, britische, französische, niederländische, belgische und kanadische Soldaten stationiert, die von Familienangehörigen in etwa gleicher Zahl begleitet werden. In den neuen Bundesländern und in Berlin dürfen keine ausländischen Truppen stationiert werden. Zu vorübergehenden Zwecken (Teilnahme an gemeinsamen militärischen Übungen, Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, bei militärischen Hauptquartieren und Stäben) halten sich zeitweilig weitere ausländische Soldaten in Deutschland auf.

Die in Deutschland stationierten Streitkräfte benutzen Liegenschaften in einer Gesamtgröße von rund 620 km². Auf diesen Liegenschaften befinden sich Anlagen für unterschiedliche militärische Zwecke (z.B. Übungsplätze, Flugplätze, Kasernen, Schießanlagen, Depots, Krankenhäuser, Schulen, Einkaufszentren, Sozialeinrichtungen für Truppenangehörige).

Der größte Teil der Liegenschaften (rund 590 km²) und Wohnungen (rund 13.000 WE) gehört der Bundesanstalt für Immobilinenaufgaben oder einem Bundesland und steht den Streitkräften unentgeltlich zur Verfügung

Unterhaltungs- und Betriebskosten sowie Kosten für Baumaßnahmen tragen die Streitkräfte selbst. Bei Rückgabe der Liegenschaften sind werterhöhende Investitionen und Schäden auszugleichen.

Die finanziellen Leistungen des Bundes im Zusammenhang mit dem Aufenthalt ausländischer Streitkräfte sind grundsätzlich im allgemeinen Bundeshaushalt - Kapitel 0802 - veranschlagt.