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Geldwäsche bekämpfen

Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sind ein großes Problem, überall auf der Welt und auch in Deutschland. Das Bundesfinanzministerium geht mit wirksamen Mitteln gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vor und hat dazu eine neue Strategie erarbeitet. Unsere Infografik zeigt, wie Geldwäsche überhaupt funktioniert.

Veranschaulichung eines Geldwäscheprozesses
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Was genau ist Geldwäsche? Kriminelle nutzen Geldwäsche, um aus schweren Straftaten erzielte Einnahmen vor dem Zugriff des Staates zu verstecken. Diese stehen oft auch in direktem Zusammenhang mit organisierter Kriminalität. Das schmutzige Geld wird im Waschsalon gewaschen: Kriminelle können ihre illegalen Einnahmen nicht einfach auf ein Konto einzahlen, ohne dass die Bank Verdacht schöpfen würde. Daher muss die dubiose Herkunft des Geldes verschleiert werden. Wie sieht der Waschvorgang konkret aus? Die Kriminellen nutzen Geschäftsfelder mit einem schwer nachvollziehbaren Geldmengenfluss, um die illegalen Einnahmen als „echte“ Umsätze zu verbuchen. Dazu eignen sich zum Beispiel Wettbüros, Gastronomiebetriebe oder die Verschleierung von Zahlungsströmen über sogenannte Korrespondenzbanken. Dabei entstehen sogenannte Reinigungskosten. Wenn Kriminelle Schwarzgeld waschen, nehmen sie erhebliche Kosten in Kauf. Und was passiert dann mit dem gewaschenen Geld? Es kann dann im normalen Wirtschaftsverkehr genutzt oder durch zusätzliche Transaktionen verschleiert werden. Doch dagegen geht das Bundesfinanzministerium mit wirksamen Mitteln vor. Alle Informationen hier auf unserer Themenseite zur Geldwäschebekämpfung.

In­ter­view mit Chri­stof Schul­te zum The­ma Geld­wä­sche­be­kämp­fung

Christof Schulte ist Leiter der Financial Intelligence Unit (FIU), Deutschlands Zentralstelle zur Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Hier werden Meldungen über verdächtige Finanztransaktionen, die im Zusammenhang mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung stehen könnten, zentral entgegengenommen, gesammelt und ausgewertet.


Themenbezogene Inhalte

  • Deut­sche FATF-Prä­si­dent­schaft 2020-2022

    Deutschland verstärkt unter Führung des BMF sein Engagement im internationalen Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Im Rahmen ihrer Vollversammlung vom 19.-21. Februar 2020 in Paris hat die Financial Action Task Force (FATF) Ministerialdirigent Dr. Marcus Pleyer zu ihrem neuen Präsidenten gewählt, erstmals für zwei Jahre. Die Amtszeit beginnt am 1. Juli 2020 und endet am 30. Juni 2022.

  • Steuergerechtigkeit

    Gerechte Steuern betreffen alle Bürgerinnen und Bürger. Es geht um mehr Transparenz für ein weltweit faires Steuersystem, in dem Konzerne den Staat nicht um seine Einnahmen bringen können. Um konsequentes Handeln gegen Steuerbetrg und Schwarzarbeit und viele weitere Themen.

  • O-Ton von Olaf Scholz

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz erklärt, welche Maßnahmen das BMF ergreift, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung noch besser zu bekämpfen. Das neue Geldwäschegesetz sieht beispielsweise weitere Kompetenzen für die Geldwäschebekämpfungseinheit des Bundes vor, die Financial Intelligence Unit.

  • Olaf Scholz über Steu­er­ge­rech­tig­keit und Geld­wä­sche­be­kämp­fung

    In seiner Rede beim Netzwerk Steuergerechtigkeit, Transparency Deutschland und WEED e.V. vom 9. Dezember 2019 sprach Olaf Scholz über die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Stra­te­gie ge­gen Geld­wä­sche und Ter­ro­ris­mus­fi­nan­zie­rung

Was genau unternimmt die Bundesregierung gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung? Das vom BMF und weiteren Ministerien und Behörden erarbeitete Strategiepapier enthält konkrete Schritte, die dafür sorgen werden, das System zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in Deutschland weiter zu verbessern.

Gesetze und Verordnungen zum Thema

01.01.2020

Ge­setz zur Um­set­zung der Än­de­rungs­richt­li­nie zur Vier­ten EU-Geld­wä­sche­richt­li­nie

Am 1. Januar 2020 ist das aufgrund der Fünften EU-Geldwäscherichtlinie novellierte Geldwäschegesetz in Kraft getreten. Es wurde um wichtige Regelungen ergänzt, um das Rahmenwerk für die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung weiter zu stärken. Deutschland hatte die Vierte EU-Geldwäscherichtlinie bereits im Juni 2017 fristgerecht umgesetzt und war einer der ersten Staaten mit einem funktionsfähigen Transparenzregister und Kontenabrufverfahren.